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rispe länglich, bis 1,5 (2,5) cm lang, meist ziemlich locker (bei der var. interriiptaMarchesetti Rispe bis fast 3 cm lang, sehr locker und unterbrochen). Aehrchen bis 7 mm lang,länglich, meist etwas bläulich überlaufen. Hüllspelzen häutig, breit-eiförmig, das ganzeAehrchen am Grunde einschliessend. Deck-und Vorspelzen kahl. Deckspelzen (Fig. 109 b)mit kurzer Mittelgranne; diese ca. l /i so lang als die Deckspelze und ca. 2- bis 3-mal solang als die Seitenspitzen derselben. — IV bis VI.
Auf grasigen Abhängen, zwischen Felsen und Geröll, von der Ebene bis in diealpine Region (bis 2100 m); kalkliebend. Nur in Oesterreich in Krain, Friaul, Küstenland«Istrien, Kroatien (Karst) und Dalmatien verbreitet.
Allgemeine Verbreitung: Südliches Oesterreich, Mittel- und Unter-Italien (auchin Venetien in der Provinz Belluno), Balkan.
240. Sesleria caerulea Scop. (= Cynosürus caerüleus L.). Blaugras, blaues Kopfgras.Franz.: Seslerie bleue; ital.: Codino azurro. Taf. 31, Fig. 2.
Nach den violettblau überlaufenen Aehrchen heisst das Gras Blaugras, in Niederösterreich „blaueStoan-S chmälern (vgl. unter S. disticha, pag. 266). Da es durch seinen dichtrasigen Wuchs und seine miteiner Stachelspitze versehenen Blätter einigermassen dem Borstgrase (Nardus stricta, s. d.) gleicht, nennt manes in der nordöstlichen Schweiz auch Burst
Ausdauerd, 10 bis 45 (60) cm hoch, lockere Horste bildend, am Grunde von denalten verwitterten Blattscheiden („Strohtunica") umgeben. Grundachse meist kriechend. Triebeumscheidet. Stengel glatt, fusshoch bis darüber. Blattscheiden glatt. Blattspreite breit(mindestens 3 [1 bis 4| mm), an den Rändern schwach rauh, sonst kahl, stumpf, abgerundet,plötzlich in eine sehr kurze, rauhe Stachelspitze zusammengezogen. Blatthäutchen sehrkurz. Stengelblätter sehr kurz. Aehrenrispe meist zylindrisch bis fast kugelförmig, x ]i bis2 (4) cm lang und ca. 7 mm breit, selten am Grunde unterbrochen (beim lusus remötaSchröter das unterste Aehrchen von der Aehrenrispe abgerückt, auf ca. 6 cm langem Stiel).Aehrchen meist 2-blütig (Taf. 31, Fig. 2 a), ca. 4 bis 5 mm lang, gelblichweiss, oberwärtsfast immer violett- oder stahlblau überlaufen, selten bleich, weissgelb bis schön strohgelb(var. albicans Aschers, et . Graebner, = S. alba Kit.). 1 lüllspelzen eiförmig, untenverbreitert, so lang oder wenig kürzer als die Blüten, allmählich in eine scharfe Spitze zu-gespitzt. Deckspelzen gegen die Spitze zu kurzhaarig, oben quer oder schief gestutzt, 5- bis7-zähnig, die Zähne oft in kurze Grannen auslaufend. Antheren an der Spitze zuweilenblau gefärbt. — III bis VIII (in den Alpen), selten IX (vgl. var. Ratzeburgii).
Stellenweise sehr verbreitet auf sonnigen, trockenen Bergabhängen, an Felsen, aufTrümmerhalden, in trockenen Wiesen, in Flachmooren, von der Ebene bis in die alpine Region,bis gegen 3000 m (Piz Alv im Berninagebiet 2 960 m); stellenweise ausgedehnte Beständebildend. Fast nur auf kalkreicher Unterlage.
Allgemeine Verbreitung: Weit verbreitet in ganz Europa (auch noch aufIsland und in Skandinavien, fehlt aber in der Arktis); stellenweise aber, wie z. B. im König-reich Sachsen, in Schlesien etc., auf grossen Gebieten fehlend.
Zerfällt in 2 verschiedene Rassen, die auf verschiedenen Standorten vorkommen:
subsp. calcäria Celak. (= Ai'ra varia Jacq., = Sesleria calcaria Opiz, = S. väria Wettstein, = S.Sadleriäna Janka, = Cynosürus rupestris Wulf.). Wurzelstock durch allseitige Sprossung dichtrasig. Blatt-spreiten meist flach (auch getrocknet), nicht umgerollt, 2 bis 5 mm breit, gerade oder gekrümmt, grün, nichtbereift; mit stark hervortretenden Rand und Mittelnerven. Aehrenrispe meist etwas länglich, ährenförmig bis