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Stellenweise ziemlich häufig (massenhaft z. B. in der Brennergegend) in Fels-spalten, zwischen Geröll, auf grasigen Plätzen der Hochalpen, von ca. 2200 bis 2800 m(auf dem Kirchdach in Stubai noch bei 2830 m). Nur in den mittlem (westlich bis zumöstlichen Ortlerstock [Val furva bei Bormio]) und östlichen Alpen. Fehlt in Niederösterreich.In Oberösterreich bisher nur vom Pyrgas und kleinen Priel bekannt. In den bayerischen Alpeneinzig um Berchtesgaden (am Watzmann, Hundstodgipfel Funtenseetauern, Hochkalter,Schneibstein etc.). Fehlt in der Schweiz vollständig.
Allgemeine Verbreitung: Mittlere und östliche Alpen (auch in der Lombardei,in Görz und Friaul).
238. Sesleria sphaerocephala (Wulf.) Ard. (= Cynosürus sphaerocephalus Wulfen).
Rundes Kopf gras. Taf. 31, Fig. 3.
Nach der kugelförmigen Gestalt der Aehre heisst das Gras in Tirol und Salzburg Kugelgras.
Ausdauernd. Pflanze niedrig, 5 bis 20 cm hoch, kleine, dichte Rasen bildend undaufrechte, wenige, 2 bis 7 cm lange, schlanke, glatte und dünne Stengel treibend. Blatt-spreiten borstenförmig zusammengefaltet, borstlich, 1 /a mm breit, glatt. Blattscheiden glatt.Blatthäutchen verlängert, bis über 1 mm lang, breit, stumpf. Aehrenrispe ausgesprochenkugelig, bis ca. 1 cm lang und breit, meist bläulich überlaufen oder weit häufiger silberweissbis weissgelb (var. leuc o c ephala Richter, = S. leucocephala Lam. et DC., = var. Wul-feniana [Jacq.J Aschers, et Graebner). Aehrchen 2- bis 4-blütig, bis fast 5 mm lang, breit,meist hell. Hüllspelzen breit-eiförmig, häutig. Deckspelzen häutig, kurzhaarig, an der Spitzestumpf, oft wenig ausgerandet, in der Ausrandung kurz begrannt. — VII, VIII.
Stellenweise in Felsspalten, auf Geröll oderim Rasen der südlichen und östlichen Alpen, von ca.1570 bis 2860 m ; auf Kalk (besonders in den Dolomiten).In der Schweiz einzig im Kanton Graubünden imPuschlav (Dolomitfelsen des Sassalbo, von 2200 bis2800 m, 1883 von Thom. Semädeni entdeckt. Daselbst nurdie var. leucocephala). In Oesterreich stellenweisein Tirol, Kärnten, Steiermark, Krain und Görz.
A11 g e m e i n e V e r b r e i t u n g: Südliche (auchin den Bergamaskeralpen, in den Alpen am Comersee,in Venetien) und östliche Alpen.
Zur Kultur in alpinen Gruppen eignet sich dieses zierlicheZwerggras ebenso wenig wie S. disticha. Beide wachsen sehrschlecht und verlieren in sehr kurzerZeit ihre charakteristische Tracht.
239. Sesleria tenuiföliaSchrad. (= S. filifölia Hoppe,
— Aira iuncifolia Wulfen). Bin se n - Kopf gras.Fig. 109 a und b.
Ausdauernd, 20 bis 50 cm hoch, dichte Rasenbildend. Sprosse am Grunde stets dicht von den Scheiden-resten umgeben ; diese zuletzt sich in schlängelig verwebte£ äden auflösend. Stengel sehr dünn, meist aufrecht,die Grundblätter fast stets überragend. Blätter schmal-lineal. Blattscheiden glatt. Blattspreiten fein, kaum1 mm dick (bei der var. iun c if 6 lia Marchesetti dicker Fig. 109. Sesleria tenuifoiia Schrad, ai und
„1 N . ... r , , i . a i ß 2 Habitus. & Aehrchen. Sesleria au turn n u 1 i s
und starrer), borstlich zusammengefaltet, glatt. Aehren- F . Schultz. « und c * Habitus, d Aehrchen.
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