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subsp. Ausserdorf eri Aschers, et Graebner. Lockere Rasen bildend, kurze (bis 3 cm lange) Aus-läufer treibend. Stengel grün, in der Rispe rauh. Blätter flach, bis 3 mm breit. Rispenäste ganz glatt, dieunteren mit einem kurz gestielten, grundständigen Aehrchen. Aehrchen nur schwach violett gefärbt. Deckspelzenkaum rauh. — Tirol (Mühlwald im Pustertal).
f. praeüsta (Rchb.). Rispe und Aehrchen starrer. Granne an der untern Blüte im obern Drittel derDeckspelze abgehend (nicht konstant). Aehrchen dunkel gefärbt — Tirol: am Riedberg bei Gossensass und Ampezzo.
231. Avena planicülmis Schrad. (= Avenastrum planicülme Jessen, = Helicotrichumplanicülme Bess., = Heuffelia planicülmis Schur.). P latthalmiger Hafer. Fig. 106.
Ausdauernd, dichte Rasen bildend. Grundachse stark verzweigt, zuweilen kurze(bis 10 cm lange Ausläufer) bildend. Stengel meist starr aufrecht, zweischneidig, bis über100 cm hoch, rückwärts deutlich rauh. Blattscheiden rückwärts rauh, flach zusammen-gedrückt. Spreiten ziemlich breit (bis 14 mm), beiderseits rauh, mit stumpfer, schwach kappen-förmiger Spitze. Blätter ausnahmsweise schmäler und blaugrau bereift (f. gläuca). Rispeverlängert, bis über 25 cm lang, zusammengezogen. Rispenäste bis 7 cm lang, ziemlichglatt, mit 1 bis 5 grundständigen Zweigen, die längeren zwei bis vier 5- bis 6-blütige, spätersehr leicht zerfallende Aehrchen tragend (Fig. 106a). Hüllspelzen dreinervig, breitdurchsichtig hautrandig, an der Spitze oft zerschlitzt, ziemlich ungleich, die untere bedeutend
kürzer. Deckspelze grün, bis 13 m lang, stumpf, ander Spitze scharf feingesägt bis gezähnt. Granne bis2 cm lang, schwärzlich bis dunkelbraun, in der Mittedes Rückens abgehend. — VIII bis IX.
Selten an lichten Waldplätzen, auf quelligenWiesenhängen, von der Waldregion bis in die Knie-holzzone. In den östlichen österreichischenAlpen, in Ober-Steiermark(Pernegg: Kirchdorf), Unter-Steiermark (bei Marburg) und inKrain; für Kärnten?Ausserdem in den östlichen Sudeten (Glatzer Schnee-berg, hohes Gesenke) verbreitet.
Allgemeine Verbreitung: Oestliche Alpen,: Sudeten, Balkan, nördliches Kleinasien.
Bastard: Avena sativa L. X A. fatua L. (= A.hybridaPeterm).Aehnlich A. fatua. Aehrchen 2-blütig. Untere Hüllspelze 9-,obere 11-nervig. Aehrchenachse weissrauhhaarig. Deckspelzenkahl oder unregelmässig behaart. — Selten mit den Eltern.
LXXXVII.Arrhenätherum^P.B. Glatthafer.
Die Gattung, die zuweilen mit der Gattung Avena ver-einigt wird, weist ca. 3 Arten auf, die in Europa, Nordafrika undim westlichen Asien verbreitet sind.
232. Arrhenatherum elätius Mert. et Koch (= A.avenaceum P. B., = Avena elatior L., = Holcusavenaceus Scop.). Hoher Glatthafer, französischesRaygras, Fromental; franz.: Fromental; ital.: Per-laria, Saggina bianca, Vena maggiore; engl.: Tall Oatgrass; tschech.: O vsik, Metlice francouzskä. Taf.30, Fig. 3.
Die Bezeichnung französisches Raygras bezieht sichdarauf, dass diese Art zuerst aus Samen, die aus Frankreichstammten, bei uns angesät wurde. Im Churfirstengebiet (Schweiz)
Fig. 106. Avena p 1 an i c ul mis Schrad. Habitus.a Aehrchen.
! ) Griech. aQQfjV = männlich und &{M]Q = Granne; nach der begrannten männlichen Blüte.