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purpurn, breit weiss-hautrandig. Granne bis fast 2 cm lang, fast genau in der Mitte ab-gehend. Aehrchenachse unter jeder Blüte kurzweisshaarig (Fig. 105 a). — V bis VIII.
Stellenweise gesellig an grasigen, sonnigen Abhängen,auf trockenen Wiesen, auf mergeligen Hügeln, in trockenenWäldern, auf Heidewiesen, von der Ebene bis in die Vor-alpen, vereinzelt bis gegen 2000 m; oft neben Brachypodiumpinnatum, Festuca ovina, Agrostis vulgaris, Koeleria pyrami-data, Phleum Boehmeri, Centaurea scabiosa etc.
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Nord-europa (fehlt im nördlichen Skandinavien und Russland),Apenninen, Sibirien.
Aendert wenig ab: var. glaucescens Caspary. Pflanzeblaugrün. Stengel am Grunde von zahlreichen Scheidenresten umgeben.— Bei Aachen (auf Kalkfelsen des Altenberges) und in Böhmen beobachtet.
subsp. Hippeliäna Podp. Pflanze stattlich, tief rasig. Aehrenkurzgestielt, der Achse angedrückt. Blätter breit, lang, weniger zusammengerollt.Spreiten der höhern Halmblätter mehr entwickelt. — Böhmen (Weisswasser).
subsp. subdecürrens Borbäs. Aehrchen grösser. Achsen-glieder der Aehrchen unten glatt, sonst wie vorige subsp. — Böhmen(Rannä bei Laun). Hieher auch die var. steppdsa Podp. Grundblättersehr zahlreich, angehäuft, aufrecht, ziemlich steif, mit schmaler undfeiner, trocken stark zusammengerollter Spreite. — Böhmen.
var. pseudolücida Hausmann. Pflanze armblütig, zweiblütig.Blätter kurz, zusammengefaltet oder flach, mit 6 Seitennerven auf jederSeite der Mittelnerven (3 primäre und 3 sekundäre), ohne Sklerenchym-bündel ausser den rand- und mittelnervständigen. — Tirol (bei Kloben-stein am Ritten). — A. Blavii Aschers, et Janka kommt in Tirol nicht vor.
230. Avena alpfnaSm. (= TrisetumalpinumRöm. et Schult.,
= Avenästrum alpinum Fritsch, = Trisetäria pratensis
Baumg.). Alpen-Hafer.
Steht nr. 229 ziemlich nahe. Ausdauernd. Stengelglatt, nur in der Rispe rauh. Scheiden nicht oder nur wenigrauh, die obern etwas aufgeblasen. Rispe stark zusammen-gezogen, ährenförmig. Untere Aeste meist mehrere Aehrchentragend, von denen oft eines fast grundständig wird (somit
2 grundständige Zweige). An starken Exemplaren auch die obersten Aeste mit einem grund-ständigen Zweige. Aehrchen oft grösser, 6- bis 8-blütig. Hüllspelzen hell oder ziemlichdunkel violett überlaufen, weiss hautrandig, ohne (oder wenn hell, mit) deutlich grünen Mittel-streifen. Deckspelze schwach rauh, ca. 1,5 cm lang. Granne bis wenig über 1,5 cm lang,deutlich über der Mitte der Deckspelze abgehend. — VI bis VIII.
Auf steinigen Wiesen, im Gerolle, an Felsen, seltener in lichten Wäldern in derBergregion. Nur in Oesterreich in den Alpen von Tirol (im Dolomitgebiet stellenweisehäufig [z. B. Ostseite des Rosengartens! bis 2300), Kärnten (Achernach in Plöcken, WolajaUnd Valentin), Krain und Küstenland.
AllgemeineVerbreitung: Montenegro, Schottland, England, Tirol bis Krain,Veneticn.
Aendert wenig ab: subsp. pseudo violacea Aschers, et Graebner (= Avena pseudovioläcea Keiner).Stengel oberwärts dunkelviolett, ganz glatt, fast blattlos. Blätter kurz, vielmal kürzer als der Stengel, meists chmal borstig zusammengefaltet, die obern (fast spreitenlosen) Scheiden meist dunkelviolett überlaufen. Aehrchenreiblütig, meist ziemlich lebhaft gefärbt, in armblütiger Traube, einzeln auf bis 7 mm langen, kaum lauhenSeelen stehend. — Tirol (am Blaser im Gschnitztal 2000 m, Villgraten im Pustertal 2000 m, Bindelweg zwischenP°rdoi und Fedaja, auf Augitporphyr, 2400 m).
Fig. 105.
\vena pratensis I.. Habitus.
a Aehrchen.