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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Gleicht in der Tracht eher einer Stipj

bis 1,5 cm lang, in der Mitte abgehend. VI. Sehr selten auf grasigen, trockenen Hügeln.

Bis jetzt einzig in O est erre i ch in Böhmen (am Berg Ranna nördlich von Leneschitzbei Laun, ca. 400 m, auf Basalt beobachtet; 21.VI.1902 von Podpera entdeckt).

Diese auch in ihrem Habitus typische politische Steppenpflanze beherrscht an ihrem böhmischen Stand-orte das Terrain auf ganze Quadratmeter. Hier sind unter sie eingesprengt: Astragalus exscapus und Austriacus,Avena pratensis subsp. decurrens, Verbascum Phoeniceum und Stipa pennata L. var. pulcherrima C. Koch(= S. Grafiana Steven).

Allgemeine Verbreitung: Böhmen, östliches Galizien (Kr. Tarnopol: Ostapie),Steppen von Südrussland, Turkestan und Westsibirien.

228. Avena versfcolor Vill. (= A. Scheuchzeri All., = Avenästrum versicolor Fritsch,

= Heuffelia Scheuchzeri Schur.). Bunter Alpenhafer. Franz.: Avoine bigarree.

Taf. 29. Zweite Figur von rechts.

Ausdauernd, 15 bis 30 (60) cm hoch, kleine, lockere Rasen bildend. Stengel glatt,

nur dicht unter der Rispe oft ein wenig rauh. Blattscheiden glatt, anliegend oder an den

stengelständigen Blättern etwas aufgeblasen. Blattspreite meist dach, kahl, mit deutlich

durchscheinendem, weissem Rand, an der Spitze meist kapuzenförmig zusammengezogen.

Blatthäutchen verlängert, 4 bis 5 mm lang. Rispe zusammengezogen, breit, oft fast eiförmig.

Aehrchen meist 5-blütig, über 1 cm lang, senkrecht von der Spindel abstehend; alle Blüten

begrannt. Hüllspelzen 6 bis 8 mm lang, undeutlich nervig, violett mit grünem Mittelstreifen

und goldbronziertem, glänzendem Hautrande. Deckspelzen violett und braungelb gescheckt,

mit gelbem, trockenhäutigem Hautrande. Granne dunkel, bis 1 cm lang. Staubbeutel rot.

Mitte VII bis VIII.

Sehr verbreitet auf kurzgrasigen Alpenwiesen, in Ericaceenpolstern, in alpinen Hoch-mooren, von ca. 1800 bis über 3000 m (Languard im Oberengadin 3250 m), seltener vereinzeltauch tiefer hinabsteigend (Andermatt im Kt. Uri 1400 m).

Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpenkette, Apenninen, Balkan (Vitos),Karpaten, Kaukasus, Alpen; fehlt aber in der Arktis.

A. versicolor gehört mit ihren breiten, dunkelgefärbten Rispen zu den Zierden der alpinen Wiesen.Für die Kultur in alpinen Anlagen eignet sich diese Art jedoch nicht. Sie ist eine ausgesprochene humus-liebende, kalkfeindliche Pflanze, welche den nackten Fels und den rohen Schutt gänzlich meidet. Häufig trifftman sie in den Rasen von Carex curvula oder von Sesleria disticha, in der alpinen Narduswiese, in der Horst-seggenhalde (Carex sempervirens), in alpinen Hochmoorpolstern oder im Ericaceengestrüpp. Auf Urgestein istsie in den Zentralalpen weit verbreitet; in den Kalkalpen dagegen ist sie selten und auf Humusanhäufungenbeschränkt. Fehlt z. B. in den Alpen von Nieder- und Oberösterreich vollständig. In Bayern fast nur in denAllgäueralpen.

229. Avena pratensis L. (= Avenästrum pratense Jessen). Wiesen-Hafer. Fig. 105.Ausdauernd, 30 bis 100 cm hoch, graugrün, horstbildend. Stengel steif aufrecht oderetwas aufsteigend, oberwärts rauh. Blattscheiden (besonders an den untern Blättern) rück-wärts rauh. Blattspreiten steif, etwas graugrün, oberseits rauh, meist borstig zusammen-gefaltet, am Rande knorpelig verdickt, sehr rauh, 1 bis 2 (3) mm breit, mit undeutlichweissem Rande. Blatthäutchen länglich, bis 5 mm lang. Rispe sehr schmal, oft fast traubigzusammengezogen, meist nicht über 10 cm lang. Untere Rispenäste mit einem, seltenermit 2 grundständigen Zweigen. Aehrchenstiele etwas dick, rauh, unter den Aehrchen ver-dickt ; diese meist 3- bis 5- (8) blutig, bis 2 cm lang. Beide Ilüllspelzen dreinervig,1,2 bis 1,8 cm lang, silberweiss, unterwärts mit grünem, blasspurpurn gesäumtem Mittel-streifen. Deckspelzen bis 1,6 cm lang, auf dem Rücken rauh, grünlich, oberwärts schwach