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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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fehlschlagende Blüte zuweilen ganz klein. Hüllspelzen ziemlich breit, die untere ca. 4, dieobere ca. 5 mm lang (Fig. 99 g und h), meist gelblich gefärbt mit grünem Mittelstreifen,oberwärts mit bräunlichem Hautrande. Haare der Aehrchenachse sehr kurz. Deckspelzen bis4 mm lang, oberwärts meist dunkel, in 2 kurze Spitzen verschmälert (Fig. 99 f). Granneca. 3 mm lang, im obern Drittel abgehend. VII bis IX.

Stellenweise auf humosen, etwas feuchten Stellen, auf Wiesen und Felsen der Hoch-alpen, von ca. 2200 bis 3600 m (Weissthor im Wallis). Stellenweise ziemlich verbreitet inden schweizerischen und österreichischen Alpen (fehlt z. B. in Nieder- und Oberösterreichvollständig). In den bayerischen Alpen einzig im Allgäu (Linkerskopf und Rauheck).

Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpen (von der Dauphine bis Salzburg undKärnten), Gebirge von Skandinavien, arktische und antarktische Zone, Alatau, Himalaya,Japan, Gebirge von Nordamerika.

217. Trisetutn flavescens (L.) P. B. (= Avena flavescens L.). Goldhafer. Franz.:Avoine jaunätre; engl.: Yellow oat grass ,golden oat grass; ital.: Gramigna bionda; tschech.:

Ovsik zlutavy. Taf. 29, Fig. 3.

Wegen der zur Blütezeit schön goldgelben Färbung der Rispe wird der Goldhafer auch gelbesHafer gras, gelber Wiesenhafer oder gelblicher Hafer bezeichnet.

Ausdauernd, 30 bis 80 cm hoch, grasrün. Wuchs lockerrasig. Grundachse kriechend.Stengel aufrecht oder am Grunde knickig, an den Knoten oder etwas unter denselben öftersetwas rückwärts behaart, unter der Rispe meist gänzlich kahl. Blattscheiden meist von dünnen,weichen Haaren, etwas zottig, zuweilen rauh, seltener ganz kahl. Blattspreite flach, ober-seits (besonders auf den Nerven) und am Rande zottig rauh, unterseits schwach behaart.Blatthäutchen kurz, 1 bis 2 mm lang. Rispe gross, locker ausgebreitet, bis 2 dm lang,anfangs und nach der Blüte schmal, schlank zusammengezogen, vielährig. Rispenäste sehrfein, schwach rauh oder fast glatt, die längeren 3 bis 12 Aehrchen tragend, mit meist4 bis 6 grundständigen Zweigen. Aehrchen meist (1)2- bis 3-(4) blutig, 5 bis 8 mm lang,mit behaarter Achse, vor dem Aufblühen rundlich, bei der Blüte weit ausgebreitet unddann grün und goldgelb gescheckt. Hüllspelzen kürzer als die Blüten, die untere einnervig,ca. 4 mm lang, die obere dreinervig, ungefähr doppelt so lang. Haarbüschel unter denBlüten sehr kurz, unter den untersten fast gänzlich fehlend. Deckspelzen kahl, fünfnervig,zweispaltig, die Spitze in eine kurze Granne auslaufend. Granne gekniet, bis 7 rnm lang,über der Mitte von der Deckspelze abgehend. Vorspelze gewöhnlich dünnhäutig und zwei-kielig. Schüppchen oben breit abgestutzt, ausgefressen gezähnelt. Fruchtknoten kahl oderflaumig behaart. V bis VI und nach der Heuernte oft nochmals im VIII und IX.

Verbreitet auf fruchtbaren Wiesen, auf Fettmatten, an Ufern, in Gebüschen, aufRasenplätzen, an Wegrändern, in Gräben von der Ebene bis in die Alpen, vereinzelt bis2500 m (Albula). Ausserdem auf Wiesen oft mit fremden Grassamen ausgesät undverwildernd.

Allgemeine Verbreitung: Europa (fehlt im Norden), Algier, gemässigtes Asien,Nordamerika.

Ist sehr veränderlich und wird neuerdings in die beiden Unterarten pratense und alpestre beidemit verschiedenen Formen gegliedert.

subsp. pratense Aschers, et Graebner (= T. pratense Fers.). Halme 30 bis 60 cm hoch, mitdeutlich gegliederten, unbedeckten, sichtbaren Knoten. Oberste Halmblätter 2 bis 15 mm breit, die Rispeerreichend. Rispenäste rauh. Die obere Hüllspelze deutlich bis über die Mitte hinaus breiter werdend.Fruchtknoten gewöhnlich kahl. Häufig auf Wiesen und Triften bis in die Alpen.

var. villosum Celak. Blattscheiden behaart. Häufig.