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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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3. Horstbildend, ohne oberirdische Ausläufer. Haare am Grunde der untersten Deckspelzen sehrkurz und dürftig..........................T. flavescens nr. 217.

3*. Oberirdisch kriechend, Ausläufer treibend. Haare am Grunde der untern Deckspelze , /t bis 1 /s solang wie diese.................................. 4.

4. Blätter rinnig, fast borstenförmig. Deckspelzen fast 3 mal so lang als die Haare an ihrem Grunde.(Fig. 100 b)............................T. argenteum nr. 218.

5. Blätter zuletzt flach. Deckspelzen kaum doppelt so lang als die Haare an ihrem Grunde. (Fig.lOOg)

T. distichophyllum nr. 219.

215. Trisetum Cavanillesü 1 ) Trin. (= T. Gaudinianum Boiss., = T. Valesiacum Boiss., =Avena Valesiaca Nyman,=A. Cavanillesü Koch, = A. Loeflingiana Cavanill.). Cavanilles'

Grannenhafer. Fig. 99 a bis d.

Einjährig überwinterndes, 10 bis 20 (25) cm hohes, kleine Rasen bildendes Pflänzchen.Stengel zart, aufrecht oder an grossen Exemplaren am Grunde knickig aufsteigend, glatt,oberwärts dicht behaart. Blattscheiden sowie die kurzen Spreiten dicht kurzhaarig, rauh.Blatthäutchen verlängert, ca. 2 mm lang, kurz zottig. Rispe klein, 1 bis 4 cm lang,etwas zusammengezogen, eiförmig bis länglich, an der Spitze (oder zuweilen) ganz über-hängend. Aehrchen zweiblütig, gelblich-grün. Untere Hüllspelze ca. 4 mm lang, sehrschmal, einnervig (Fig. 99 d), obere ca. 6 mm lang, am Grunde schwach dreinervig (Fig. 99 c),häutig, mit grünem Mittelstreifen. Aehrchenachse behaart, die Haare länger als die Deck-spelze (ohne Seitenspitzen). Deckspelze ca. 3 mm lang, mit 2 bis über 3 mm langenSeitenspitzen (Fig. 99 b). Granne über der Mitteabgehend ca. 9 mm lang. IV, V.

Selten auf sandigen Stellen, auf Schutt, anWegen. Fehlt in Deutschland und in O est er-reich gänzlich. In der Schweiz einzig zerstreutim warmen Wallis (von Collonges bis Sierre),450 bis 1000 m.

Allgemeine Verbreitung: Nur in denwarmen Tälern der westlichen Zentralalpen (Wallisund Piemont).

216. Trisetum spicätum (L.) Richter (= T. sub-spicätum P. B., = Avena subspicäta Clairville,= A. spicäta Sarnth. = Aira spicata L.). Aehren-Gr annenhafer. Ital.: Avena dorata. Fig.99e bis h.

Ausdauernd horstbildend, 10 bis 25 cmhoch. Stengel steif aufrecht, meist stark und etwasdicklich. Blattscheiden und Blattspreiten kahl.Blatthäutchen kurz. Rispe meist sehr dicht, kopfigoder walzenförmig, seltener etwas gelappt, bis 4 cmlang und bis über 1 cm breit, nach dem Grundezu mehr oder weniger verschmälert, meist dunkel,oft schwarz gefärbt, doch auch heller bis einfarbig Fig g() 1 iseti illesi

goldgelb. Rispenäste Sehr kurz, bis 7 Aehrchen b Aehrchen. c Obere Hüllspelze, d Untere Hüllspelze.ö ° x t Trisetum spicätum Richter. ^Habitus. /Aehrchen.

tragend. Aehrchen meist 2- (seltener 3-) blutig, g Untere Hüiispeize. h Obere Hüllspelze,

violett, grün oder gelbbraun gescheckt; die oberste

') Nach dem Geistlichen Antonio Jose Cavanilles', geb. 1/45, gest. 1854, Professor der Botanik undDirektor des botanischen Gartens in Madrid.