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subvar. lutescens (Rchb.) Aschers. Aehrchen glänzend gold- oder lehmgelb.
subvar. variegätum Aschers. Aehrchen meist kleiner, oft nur 5 mm lang. Hüllspelzen dunkel-violett. Deckspelze mit einem dunkelvioletten Streifen. — Zerstreut an sonnigen Plätzen.
subvar. purpuräscens (Arcangeli). Rispe gross, sehr vielährig, dicht, die stärksten Aeste mit bissechs grundständigen, ziemlich kurzen Zweigen, die Aehrchen daher fast geknäuelt. Aehrchen klein, ca. 5 mmlang. — Anscheinend selten.
var. depauperätum (Uechtritz). Rispe wenig ährig, sehr locker, die stärksten Aeste meist nur
1 bis 2 Aehrchen tragend, mit einem einährigen, grundständigen Zweige. — Nicht selten, besonders im Gebirge.
var. mäius Aschers, et Graebner. Aehrchen sehr gross. 8 bis über 10 mm lang.
var. glabrätum Aschers. Scheiden ganz kahl. — Stellenweise häufig.
var. bulbosum Aschers. Unterste Stengelglieder knollenförmig verdickt. —Sehr selten beobachtet.
subsp. alpestre P. B. Pflanze niedriger, dichtrasig, höchstens 35 cm hoch. Stengelknoten von dernächst unteren Blattscheide zugedeckt. Oberste Halmblätter 1 bis 3 mm breit, die ausgebreitete, selten über6 cm lange Rispe meist nicht erreichend. Rispenäste glatt, die längsten meist nur 3, selten bis 6 oder nur
2 Aehrchen tragend, mit 4 grundständigen Zweigen, von denen 2 bis 3 meist nur 1 Aehrchen tragen. Obere Hüll-spelze von der Mitte an allmählich verschmälert. Frucht-knoten flaumig behaart. Spelzen mehr oder weniger starkviolett überlaufen und scheckig (var. typicum), ganz hell-grün (var. argentoideum Beck) oder goldgelb (var.aüreum Bornm.) — In den östlichen Alpen (östlich vonder Provinz Bergamo und Tirol) und westlichen Karpatenauf grasigen Abhängen und Felsen.
f. Tirol ensis Hackel. Oberer Stengelknotenetwa in 1 /a Höhe. Deckspelzen stachelspitzig. Fruchtknotenan der Spitze wenig behaart oder kahl. — Tirol. — T. Car-päticum Roem. et Schult, fehlt in Tirol.
Der Goldhafer gehört zu den besseren Futter-gräsern. Besonders in höhern Lagen ist er ein geschätztesFuttergras und kann fast auf allen Böden kultiviert werden.Auch im zweiten Schnitt ist er ein sehr ergiebiges Gras.Er hält einen ziemlich hohen Grad von Trockenheit aus; da-gegen erträgt er Nässe und Ueberschwemmung nicht. Ob-gleich man den hohen Wert dieses Grases schon lang kannte,wurde er doch erst seit verhältnismässig kurzer Zeit inKultur genommen. Der Same des Handels wird meist zu-sammen mit Dactylis und Arrhenatherum gesammelt unddann beim Reinigen ausgesiebt. Sehr häufig wird auch dieDrahtschmiele (Deschampsia flexuosa) als Goldhafer in denHandel gebracht (bei der letzteren Art entspringt jedoch dieGranne an der Basis der Deckspelze!)
Zuweilen tritt der Goldhafer in der Ebene aufwärmeren, düngerkräftigen Bodenarten an die Stelle desStraussgrases. Dies ist besonders in höheren Lagen derFall, wo er in der Straussgraswiese häufig eine führendeRolle einnimmt (bis 37%)- m den Alpentälern findet sichauf derartigen Goldhaferwiesen zuweilen der Villars'scheKälberkropf (Chaerophyllum Villarsii) stark vertreten ; aufgedüngten Stellen auch Poa alpina.
218. Trisetum argenteum (Willd.) Roem. et
Schult. (= Avena argentea Willd., = A. disti-
chophylla Host). Silbergrannenhafer. Ital.:
Gramigna argentina. Fig. 100a.
Ausdauernd, 15 bis 30 cm hoch. Stehtder folgenden Art ziemlich nahe. Pflanze jedoch
Hegi, Flora.
Fij*. 100. Trisetum argenteum Roem. et Schult.a Habitus, b Aehrchen. h Obere Hüllspelze. / UntereHüllspelze. Trisetum di sti chop hy llum P. B.e Habitus. /Aehrchen (3-blütig). g Blüte mit Deck- undVorspelze. c Obeie Hüllspelze, d Untere Hüllspelze.
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