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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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var. Buchenävii Aschers, et Graebner. Pflanze zart, mit (bis über 0,5 dm) lang kriechender Grund-achse. Stengel knickig aufsteigend. Rispe schlaff, zusammengezogen. Selten in Heidenmooren beiBremen beobachtet.

Dieses leicht kenntliche Gras wird ebenso häufig auf den Dünensand, auf den Heidemooren und in denlichten, trockenen Föhrenwäldern des Tieflandes angetroffen wie auf den Berg- und Alpenwiesen (namentlichin der Nardus-Formation oder im Rasen von Festuca varia). Es ist ein Hungergras, ein ausgesprochenerMagerkeits-, Humus- und Trockenheitszeiger. Im Urgebirge begegnet man der var, montäna sehr häufig inhumosen Felsritzen, auf grossen Gneiss- und Granitblöcken, meist in Gesellschaft von Juniperus communis var. nana,Rhododendron ferrugineum, Calluna vulgaris, Vaccinium uliginosum und myrtillus, Empetrum nigrum, Arnicamontana, Luzula maxima, Avena versicolor, Phleum alpinum, Silene rupestris, Saxifraga aizoon, Sempervivumarachnoideum, Veronica officinalis, Trifolium alpinum, Phyteuma Scheuchzeri, verschiedenen Flechten (z. B.Stereocaulon) usw. (Maloja-Engadin).

214. Deschampsia setäcea Richter (= D. Thuillieri Gren. et Godr., = D. discolorRoem. et Schult., = Aira setacea Huds., = A. discolor Thuill., = Avenella uliginosa

Pari.). Borsten-Schmiele.

Steht der nr. 21,? ziemlich nahe, unterscheidet sich aber von ihr durch die folgendenMerkmale: Dicht rasenbildend. Blätter etwas breiter, flach oder zusammengefaltet. Blatt-häutchen länglich verschmälert, allmählich zugespitzt, bis 8 mm lang. Aehrchen grünlich,violett überlaufen. Rispe bis 2 dm lang. Hüllspelzen ziemlich gleichlang, stumpf. Stielchender oberen Blüte halb so lang als die Blüte selbst. Granne ebenfalls gedreht und gekniet. VII, VIII.

Stellenweise auf Heidemooren und an Teichrändern. In Deutschland im nord-westlichen Flachland, in der Rheinprovinz (bei Siegburg, Geldern, Cleve und Goch), imMünsterschen Becken, auf.Rom, in Schleswig-Holstein, auf Rügen (in der Stubnitz beiSassnitz und bei Gelm) und in der Lausitz (Ruhland, Hohenbocka, Hoyerswerda und zwischenTrebendorf und Halbendorf bei Muskau, Heufurtteich bei Freiwaldau). Fehlt in O est er reichund in der Schweiz höchst wahrscheinlich vollständig.

Allgemeine Verbreitung: West-Europa, Britische Inseln, Magellanstrasse.

Diese Art gehört zur atlantischen Flora und wird im nordwestlichen Tiefland nicht selten auf Heide-mooren angetroffen in Gesellschaft von Calluna vulgaris, Andromeda polifolia, Erica tetralix, Rhynchosporafusca, Scirpus multicaulis, Empetrum nigrum, Vaccinium oxycoccus und uliginosum, Gentiana pneumonanthe,Narthecium ossifragum, Lobelia Dortmanna, Myrica gale etc.

LXXXIV. Trisetum 1 ) Pers. Grannenhafer.

Einjährige oder mehrjährige Arten. Aehrchen elliptisch-lanzettlich, in ausgebreiteteroder ährenförmig zusammengezogener Rispe, meist 2- bis 4- (seltener mehr-)blütig, nichtüber 1 cm gross. Alle Blüten zwitterig. Ilüllspelzen ungleich, 1-bis 3nervig. Deckspelzegekielt, an der Spitze zweizähnig, auf dem Rücken mit einer in oder über der Mitte ab-gehenden, geknieten und gedrehten Granne. Lodiculae zweilappig (Tal 21, Fig. 21).Aehrenachse behaart. Fruchtknoten kahl, länglich. Frucht ungefurcht, von den Spelzenlose umhüllt, von der Seite her zusammengedrückt.

Die Gattung umfasst ca. 50 Arten, die besonders in der nördlichen gemässigten Zone verbreitet sind.

1. Rispe dicht, ährenförmig, fast kopfig zusammengezogen, eiförmig bis walzlich. Stengel unterRispe behaart.................................. 2 #

1*. Rispe locker ausgebreitet. Stengel unter der Rispe kahl............. . 3.

2. Pflanze einjährig überwinternd. Deckspelze in 2 lange, grannenförmige Spitzen auslaufend; dieselänger als die Deckspelzen...................... T. Cavanillesii nr. 215.

2*. Pflanze ausdauernd. Deckspelzen in zwei kurze Spitzen verschmälert . . T. spicatum nr. 216.

') lat. tres (tris) = drei und lat. seta = Borste; die Deckspelze trägt zwei oft grannenartig ver-längerte Seitenspitzen und eine Granne.