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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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mit Polygonum bistorta, Cirsium oleraceum und palustre, Angelica silvestris, Caltha palustris, Aconitum napellus,Myosotis palustris. Cardamine amara, Agrostis vulgaris, Molinia caerulea usw. An den Ufern der Gebirgsseenbildet sie überall feste Horste, oft zusammen mit Carex rostrata. Stellenweise werden die Blätter unter demNamenWaldhaar" wie Seegras als Polstermaterial verwendet.

212. Deschampsia Wibeliäna 1 ) Parl.( = D. paludösa Richter, = Aira Wibeliäna Sonder,

= A. paludösa Wibel). Wibel's Rasenschmiele.

Bis 125 cm hoch. Wurzelstock kriechend, kurze oder massig lange Ausläufertreibend. Blätter oberseits etwas rauh. Rispe mit schlanken, rauhen Rispenästen. Aehrchennur ca. 6 mm lang, meist dunkel. Hüllspelzen lanzettlich. Granne die Hüllspelzen höchstens um1 mm überragend. V und zum zweiten Mal im August. Steht der subsp. litoralis vonnr. 211 sehr nahe.

Sehr selten auf sandig, lehmigen, schlammigen oder kiesigen Flussufern. InDeutschland bisher nur am Unterlauf der Elbe und ihrer Nebenflüsse, Schwinge undOste (soweit der Wechsel von Ebbe und Flut vordringt) beobachtet; auch an der Unterweserbei Geestendorf angegeben. Weitere Angaben aus Norddeutschland sind unsicher.

Allgemeine Verbreitung: Wahrscheinlich nur im nordwestlichen Deutschland.

213. Deschampsia flexuösa 2 ) Trin. (= Aira flexuösa L., == Avena flexuösa Leers,= Lerchenfeldia flexuösa Schur). Drahtschmiele, Wald- oder Flatterschmiele.

Ital.: Panico capellino. Taf. 29, Fig. 2.

Ausdauernd, 30 bis 70 cm hoch, lockere Horste bildend. Grundachse wenig kriechend,meist zahlreiche glatte, aufrechte oder meist am Grunde aufsteigende Stengel treibend.Blattscheiden fast glatt, anliegend. Blattspreite graugrün, borstenförmig zusammengefaltet,im Querschnitt oval mit seichter Rinne (Blatthälften verwachsen). Blatthäutchen länglich,ca. 2 mm lang. Rispe im Umkreis eiförmig, etwas nickend, vor und nach der Blüte zu-sammengezogen. Rispenäste aufwärts abstehend, geschlängelt, mit nur einem grundständigenZweige, meist purpurnfarbig; untere Rispenäste gewöhnlich zu 2, seltener zu 3. Aehrchenca. 5 mm lang, zweiblütig (Taf. 29, Fig. 2 a), einzeln am Ende von bis 5 mm langen Stielen,bräunlich purpurn. Hüllspelzen einnervig, die obere länger (fast so lang als das Aehrchen).Granne ca. 5 mm lang, deutlich gedreht und gekniet, das Aehrchen weit überragend.VI bis VIII.

Ziemlich häufig in lichten, trockenen Wäldern, auf Heideboden, Bergwiesen, Heide-mooren, in Felsspalten, oft massenhaft im Humus der Alpenrosen- und Wacholder-Gebüsche,von der Ebene bis in die alpine Region, bis 2680 m (am Pizzo Campolungo im Tessin).Fehlt auf Kalk fast vollständig; ist dagegen auf kieselhaltigem und humösem Substrat sehrverbreitet. Stellenweise selten; im bayerischen Bodenseegebiet nur bei Röthenbach beobachtet.

Allgemeine Verbreitung: Fast durch ganz Europa (fehlt stellenweise im Süden),arktische Zone, Gebirge des nördlichen Kleinasien, Kaukasus, Japan, Nordamerika, Süd-spitze von Südamerika.

Aendert wenig ab :

var. montäna (Pari.) (== Afra montäna L., = Avenella cuprfna Schur). Meist niedriger. Blätter kürzerund oft etwas breiter. Rispe zusammengezogen, oft ziemlich dicht. Aeste weniger geschlängelt. Aehrchen grösser, ein-bis zweiblütig, oft dunkler, mehr oder weniger violett überlaufen, seltener weisslich (f. splendens). Besonders in denGebirgen.

var. Lege! Rchb. (= Aira argentea Bellynck). Rispenäste grün. Hüll- und Deckspelzen silber-glänzend, durchscheinend. Selten.

*) Nach dem Arzt A. W. E. Chr. Wibel, in Wertheim am Main (geb. 1773, gest. 1814).-) lat. flexuösus (lat. flectere = krümmen, winden) = voll Krümmungen, gewunden; nach den ge-schlägelten Rispenästen.