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die obere ca. 3 mm lang und dreinervig. Granne sehr kurz, gerade, die Deckspelze kaumüberragend, nicht aus dem Aehrchen hervorragend. — VII bis IX.
Ueberall verbreitet auf feuchtem Humusboden, auf nassen Weiden, in Auen, an Gräben,an Ufern, auf Waldwiesen, an quelligen Plätzen, in Birkenwäldern, im Erlengebüsch, vonder Ebene (auch auf Helgoland und den Nordseeinseln) bis in die Hochalpen (bis ca. 2750 m).
Allgemeine Verbreitung: Fast über ganz Europa (im Süden nur auf den Ge-birgen), West- und Nordasien, Himalaya, Abyssinien, Kamerungebirge, Nordamerika,Tasmanien, Neu-Seeland.
Ist sehr veränderlich:
var. genui'na (Rchb.) Volkart. Pflanze meist nicht über 70 cm hoch. Rispe ausgebreitet. Blättermeist alle flach. Aehrchen 4 bis 5 mm lang, Deckspelzen oberwärts meist bräunlich. — Sehr häufig.
var. altfssima (Moench) Volkart. Aehnlich, aber bis 1,5 m hoch. Deckspelzen oberwärts gelblich.Rispe reichährig. — Schattenform.
var. aürea (Wimm. et Grab.) Volkart. Aehnlich. Aehrchen schön goldgelb. — Oft in nichtganz typischer Ausbildung. Hie und da im Gebirge.
var. väria (Wimm. et Grab.) Volkart. Rispe zuweilen etwas zusammengezogen. Aehrchen mitdunkel- bis schwarzviolett überlaufenen Hüllspelzen und oberwärts braunen Deckspelzen. — Selten in denAlpen und in den schlesischen Gebirgen.
var. setifdlia (G. W. Bischoff). Stengel und Scheiden stärker rauh. Rispe ausgebreitet. Blätteralle zusammengefaltet. — Zerstreut auf Kies, an ausgetrockneten Gewässern, an Gräben.
var. montäna (Rchb.) Volkart. Pflanze kaum über 30 cm hoch. Blätter zusammengefaltet. Rispeverhältnismässig armblütig, nickend, mit anliegenden Rispenästen und langgestielten, grossen Aehrchen. —— Nicht selten im Gebirge.
var. alpina (Hoppe). Pflanze meist noch niedriger. Blätter eingerollt. Rispe kurz, zusammengezogen,ziemlich breit, dicht, sehr dunkel oder seltener Aehrchen strohgelb (f. flavescens). — Im Gebirge.
var. parvifldra (Richter). Hellgrün. Blätter flach, schwächer rauh. Rispe bis über 20 cm lang,sehr locker. Rispenäste meist zurückgeschlagen, sehr fein und dünn, in den oberen Auszweigungen oft ge-schlängelt. Aehrchen klein, 2 bis 3 mm lang, meist nur eine Blüte entwickelnd. — Seltene Waldform.
var. stolonffera (Aschers, et Graebner). Blühende und nichtblühende Sprosse am Grunde mitverlängerten Stengelgliedern niederliegend-aufsteigend und wurzelnd. — An überschwemmten Orten.
var. pseudoflexuösa Domin. Stengel 3 bis 4,5 m hoch. Grundblätter zahlreich, kürzer undschmäler, etwas rauh, 1 bis 1,5 mm breit, flach, jedoch einige gefaltet. Halme kahl, steifer, in eine 10 bis15 cm lange, steifere Rispe verlängert, bisweilen mit einigen geschlängelten Zweigen. Aehrchen kleiner (2 bis2,5 mm lang), stark schwärzlich-violett. — Böhmen (Maniny bei Prag).
subsp. litorälis Rchb. (= D. litorälis Reut.). Pflanze meist ansehnlich, meist 6 bis 8 dm hoch.Stengel nur dicht unter der Rispe schwach rauh. Blätter mit meist flacher, mitunter später etwas eingerollter, ziemlichkurzer Spreite. Obere Blattscheiden etwas aufgeblasen. Blatthäutchen kurz dreieckig, kaum 4 mm lang. Rispebis 15 cm lang, mit rauhen Aesten. Aehrchen dunkelviolett, ca. 7 mm lang. Hüllspelzen lanzettlich, allmählichzugespitzt, oft so lang, länger oder wenig kürzer als die Blüten. Granne meist lang, dunkel, die Hüllspelzengewöhnlich um ca. 2 mm überragend. — Ufer der Seen und Flüsse der Schweizeralpen und des Jura. — Hiezu :
var. Rhenana (Gremli) Hackel. Rispe dichter. Rispenäste ganz glatt. Aehrchen gedrängt, öfters3- bis 4 blutig, fast stets vivipar. — Auf Uferkies am Bodensee und am Rhein (bei Stein und Schaff hausen).Wahrscheinlich eine aus dem Hochgebirge verschwemmte litorälis.
var. Bdttnica Wahlnb. Stengel meist 5 bis 7 dm hoch, aufrecht, ganz glatt. Rispe sehr schlank,bis über 2 dm lang, mit bis 11 cm langen, bis 20 Aehrchen tragenden, glatten oder schwach rauhen Aesten.Aehrchen gelb erscheinend, grünlich, ganz schwach violett überlaufen, oberwärts goldgelb. Granne gelb, dieHüllspelzen um ca. 2 mm überragend. — An der Ostsee.
Die Rasenschmiele ist in der Ebene wegen ihrer rauhen Blätter und ihres harten Stengels ein schlechtesFuttergras und ein verhasstes Unkraut. Auch in Gärten und auf Rasenplätzen ist sie sehr ungern gesehen.Dagegen wird sie in den Alpen zu einer gesuchten Futterpflanze. Ihre Rasen findet man fast immer vonWeidevieh abgefressen. In den Gebirgstälern ist sie eine Charakterpflanze der versumpften Wiesen, zusammen