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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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amt Ulm und Buchau im Oberamt Riedlingen) und in Oberbaden (einzig Radolfszell undBinningerried bei Singen). In Oesterreich wohl nur in Böhmen (Hrabanov nördlich vonLysa, früher auch zwischen Milovice und Vrutic). In der Schweiz angeblich im Lac desTallieres bei la Brevine im Kanton Neuenburg. Mehrfach auch im benachbartenfranzösischen Jura.

Allgemeine Verbreitung: Nördliches und arktisches Europa (auch auf Spitz-bergen und auf den Bären-Inseln), vereinzelt in Mitteleuropa, Nord- und Ostasien, Nordamerika.

Aendert etwas ab:

var. fällax Bauer. Granne sehr kurz, die Spitze der Deckspelze nicht erreichend. Selten.

var. läxa Griseb. Rispe nach der Blüte nicht eng zusammengezogen, gelappt. Selten.

var. interrüpta Prahl. Rispenäste sehr verkürzt, entfernt, die unteren sich nicht deckend. Selten.

var. vfridis Torges. Hüllspelzen hellgrünlich. Nicht häufig.

201. Calamagrostis väria (Schrad.) Host (= C. montana DC, = Aründo varia Schrad.,

= A. montana Gaud., = Deyeiixia väria Kunth). Berg -Reitgras.

Taf. 27, Fig. 3.

70 (50) bis 120 cm, kurzkriechend oder horstbildend, dicht beschuppte Ausläufertreibend. Stengel ziemlich dünn, glatt, nur dicht unter der Rispe schwach rauh. Blatt-häutchen bis 4 mm lang, stumpf. Rispe schmal, bis über 2 dm lang, nach der Blüte meistmehr oder weniger eng zusammengezogen, seltener etwas locker. Rispenäste meist massigrauh, fast stets aufrecht. Aehrchen 4 bis 5 mm lang, gelblichgrün, violett gescheckt,bis lebhaft violett (an sonnigen Standorten). Hüllspelzen elliptisch, kurz zugespitzt, ca.4 mm lang, stumpf. Deckspelze wenig kürzer als die Hüllspelzen, meist deutlich 2- bis4spitzig (Taf. 27, Fig. 3a), am Grunde von vielen Haaren umgeben; diese so lang odererheblich kürzer wie die Deckspelze. Granne gekniet, die Hüllspelze wenig überragend,etwa auf 1 I U der Länge der Deckspelze abgehend. VII bis IX.

Verbreitet in lichten Wäldern, in Gebüschen, von den immergrünen Eichen (z. B,am Gardasee) bis in die Legföhrenbestände und Alpenrosengebüsche der Alpen (Sassalboim Puschlav bis 2100 m), auf Geröll, Flussgeschiebe, an lehmigen, sonnigen Abhängen,besonders auf Kalk, doch auch auf Urgestein; oft im Rasen von Brachypodium pinnatumoder in Gesellschaft von Luzula nivea, Buphthalmum salicifolium, Salvia glutinosa, ElymusEuropaeus, Agropyrum caninum etc. Besonders im Alpengebiet, doch auch in den Vor-alpen und vereinzelt in den Bergwäldern der Mittelgebirge.

Allgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Mittel- und Südeuropa (in Skandi-navien selten), gemässigtes Asien.

Aendert wenig ab:

var. inclüsa Torges. Granne sehr kurz, nicht oder kaum aus den Hüllspelzen hervorragend. Selten,var. holciförmis Torges. Rispe gross, ansehnlich. Hüllspelzen grösser, stärker gewölbt. Selten,var. tenerrima (Marchesetti) Torges. Stengel dünn, nur bis 5 dm hoch. Rispe kurz, wenig ährig,bis 7 cm lang, 1 cm dick, fast ährenförmig. Selten im Süden (Tirol: Steinwend in Schalders, Küstenland),var. flavescens Stebler et Schröter. Aehrchen strohgelb.

202. Calamagrostis arundinäcea') (L.) Roth (= Agrostis arundinacea L., = A. silväticaSchrad., = Calamagrostis montana Host, = C. pyramidalis Host nee DC, = C. abietina

Schur, = Deyeiixia silvätica Kunth). Wald-Reitgras. Fig. 98.

Aehnlich nr. 201. 60 bis 120 cm hoch, horstbildend, Ausläufer treibend. Stengelaufrecht, oft ziemlich dick, glatt, nur unter der Rispe schwach rauh. Blatthäutchen kurz,

l ) Nach der Aehnlichkeit mit dem italienischen Rohr (Arundo donax) benannt.

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