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var. p üb escens Rohlena. Scheiden der unteren und mittleren Blätter fein, aber dichtflaumig. Blätterschmal-lanzettlich, auch an den Nerven wimperig. Aehrchen blass und kleiner als beim Typus.— In Böhmen(beim Teiche „Broumar" unweit Opocno) beobachtet.
var. pseudoacu tif 1 öra Torges. Rispe kaum gelappt. Hüllspelzen aufrecht, weniger breit undweicher als beim Typus. Granne bis zur Spitze der Hüllspelze oder bis wenig unter dieselbe reichend. —Bei Erfurt beobachtet.
199. Calamagrostis pseudophragmftes 1 ) (Hall.) Baumg. (= C. littorea P. B., = C. laxa
Host, = Aründo littorea Schrad., = Aründo glaüca Bieb.) Uf er -Reitgras. Fig. 97 hundi.
Steht nr. 198 sehr nahe. 90 (80) bis 150 cm hoch, graugrün, unterirdisch kriechend.Stengel weniger rauh als bei voriger Art, oft fast ganz glatt. Blattscheiden schwach rauh.Spreite meist nicht über 6 mm breit, etwas eingerollt. Rispe bis fast 4 dm lang, reich-,aber nicht sehr dichtblütig, schlaff überhängend, während der Blütezeit gleichmässig aus-gebreitet. Rispenäste bis über 10 cm lang. Aehrchen nicht geknäuelt (ausnahmsweise2-blütig). Hüllspelzen meist ungleich, die obere (um 1 /n bis 1 ja) kürzer, die untere bis 6 mmlang. Deckspelze länger, stets kurz unterhalb der Spitze begrannt. Granne endständigfast so lang wie die Deckspelze, beinahe die Spitze der Hüllspelze erreichend. —VI, VII.
Zerstreut auf Bachalluvionen, an Ufern von Gebirgsflüssen, in Weidengebüschen, imWasser und auf trockenem Geröll; stellenweise in den Tälern des Alpen- und Karpaten-systems, bis ca. 1300 m (Sölden im Oetztal bis 1330 m), oft weit in die Ebene hinabsteigend,aber zuweilen unbeständig. Im Bodenseegebiet und längs des Rheines bis Worms, beiBonn, an der Weichsel, in Posen und Westpreussen von Thorn bis Danzig und zur FrischenNehrung, vereinzelt im mittleren Berglande; Böhmen (Spindelmühl, Elbe bei Alt-Bunzlau,Elb-Kostelec, Adler bei Adler-Kostelec), im Königreich Sachsen (an der Mulde zwischenKolditz und Würzen, bei Nerchau), Harz (Bodeufer bei Thale), in Schlesien (nur gegen-über der Hammerwerke beiUstron), im Schwäbischen Jura in Baden (Unterhölzer bei Pfohren).
Allgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Europa (fehlt stellenweise imSüden), gemässigtes Asien.
200. Calamagrostis neglecta P. B. (= C. stricta P. ß., _ Deyeüxia neglecta Kunth,= Ariindo neglecta Ehrh., = A. stricta Timm). Moor-Reitgras. Fig. 97 c bis e.
30 bis 100 cm hoch, unterirdisch kriechend, lange (bis mehrere dm), dünne AusläuferUnd nichtblühende Sprosse treibend. Stengel ziemlich dünn, steif und aufrecht, meist einzelngestellt, glatt, nur unter der Rispe ziemlich stark rauh. Blattscheiden enganliegend. Blattspreitenschmal, meist 2 bis 3 (5) mm breit, oberseits stark, unterseits schwach rauh, an den obernBlättern zuweilen fast fehlend. Rispe länglich, mit verkürzten Rispenästen und währendder Blüte etwas ausgebreitet, vor und nach der Blüte in der Regel zusammengezogen(vgl. var. laxa Griseb.). Rispenäste sehr stark rauh. Aehrchen ziemlich breit, hellrot-bräunlich, seltener violett überlaufen. Hüllspelzen breit-eiförmig, ca. 3 mm lang, spitz.Deckspelze an der Spitze gestutzt, 25 mm lang, breit, gezähnelt, nur wenig länger als dieHaare. Granne meist gerade, die Deckspelze kaum überragend, wenig unterhalb der Mitteabgehend, kürzer als die Hüllspelzen (Fig. 97 c bis e). — VI, VII.
Stellenweise sehr gesellig auf Heidemooren, an Seeufern, auf moorigen Stellen.In Deutschland stellenweise im Norden von Holstein bis zur Niederlausitz und Schlesien,in Pommern, Posen, West- und Ostpreussen, in Süddeutschland sehr selten in Bayern (Zellbei Neuburg a. D. 380 m, Kreuther Moorwiesen), in Württemberg (Langenau im Ober-
1 ) Wegen der Aehnlichkeit mit dem Schilfrohr (Phragmites communis).