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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Fig. 98. Calamagrostis arundi-nacea Roth. a Aehrchen (isoliert),b Deckspelze (von innen), c Lodiculae

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meist nicht über 2 mm lang, oft stark zerschlitzt. Rispeschmal, im Umriss lanzettlich, mit fast aufrechten Aesten,bis über 2 dm lang, nach der Blüte meist ziemlich eng zu-sammengezogen, seltener etwas locker. Aehrchen 5 bis 6 mmlang, bleichgelb und violett gescheckt. Hüllspelzen 5 bis6 mm lang, meist hellrötlichgelb. Deckspelze wenig (meist1 mm) kürzer als die Hüllspelzen (Fig. 98 a), an der Spitzegezähnt, am Grunde von wenigen Haaren umgeben; diesenur 1 /i so lang als die Deckspelze. Granne kräftig, gekniet,bis 7 mm lang, die Hüllspelzen deutlich überragend (meistum ca. 2 mm), im untern Viertel abgehend. VI bis VIII.

1 Iie und da in schattigen Wäldern, besonders in denBergen und Voralpen, doch stellenweise auch an feuchtenStellen, in Auenwäldern, in Erlenbrüchen etc. im Flachlande.

Allgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Europa (fehlt im eigentlichenSüden und im nördlichen Europa), gemässigtes Asien.

Aendert wenig ab:

var. brachyclada Torges. Rispenäste vom Grunde an mit Aehrchen besetzt, meist nicht längeroder kürzer als die Stengelglieder der Rispe.

var. subväria Torges. Haare halb so lang als die Deckspelze. Granne dieselbe nur um '/a bis 1 k,selten um '/* an Länge übertreffend, dünner als gewöhnlich. Selten.

var. macräthera Torges. Granne 8 bis 10 mm lang, die Hüllspelzen fast oder völlig um dasDoppelte überragend.

f. macröclada Torges. Rispenäste der untern Halbquirle sehr lang ausgezogen, bis zum dritten oderbis zur Mitte des vierten Internodiums. Rispe breiteiförmig-lanzettlich.

Von Bastarden sind bekannt: Calamagrostis tenella Link X Agrostis alba L.(= A. Stebleri Schröter) bis jetzt nur von der Fürstenalp bei Chur (Graubünden) bekannt, C. lanceolataRoth X C. arundinace a Roth (= C. Hartmaniäna Fries) zerstreut mit den Eltern, C. villosa Mutel X C.arundinacea Roth (= C. indagäta Torges et Haussknecht) bisher selten in Thüringen beobachtet. C.arundinaceaRothx C. varia Host (= C. Haussknechtiän aTorges) zerstreut mit den Eltern, C.var ia HostXC.ep ig ei os Roth (= C. Bihariensis Simonkai) zerstreut mit den Eltern, C. varia Host X C. pseudo-phragmites Baumg. (= C. Torgesiäna Haussknecht) selten in Oberbayern und in Tirol beobachtet, C. arun-dinacea Roth X C. epigeios Roth (= C. acutiflöra [Schrad.] Rchb.) zerstreut mit den Eltern, C. epi-geios Roth X C. pseudophragmites Baumg. (= C. Wirtgeniäna Hausskn.) selten in den Tälern derAlpen und auf der Hochebene, C. varia Host X C. villosa Mutel (= CPrahliana Torges) selten in der Schweiz(Talsperre Cavaglia im Puschlav) und in Tirol (zwischen Trins und Gschnitz und Karersee bei Bozen) kon-statiert und C. epigeios Roth X Ammophila arenaria Link (= C. Bältica Hartm., = Ammöphila BälticaLink) zerstreut mit den Eltern in den Stranddünen der Nord- und Ostsee. Die letztere Form nähert sichin der Tracht dem Strandhafer, unterscheidet sich aber von ihm durch die grössere (bis 2,5 dm lang), meistnicht zylindrische, bräunliche Rispe und die meist violett überlaufenen Aehrchen. Hüllspelzen lanzettlich-pfriemlichzugespitzt. Weitere Bastarde sind noch nicht genügend aufgeklärt.

LXXVIII. Ammöphila 1 ) Host. Strandhafer, Helm.

Die Gattung weist nur die folgende Art, ein recht charakteristisches Dünengras auf. Von verschiedenenAutoren wird die Gattung zu Calamagrostis gezogen, mit der sie auch einen Bastard bildet (vgl. oben). ImMittelmeergebiet erscheint die Rasse austrälis Aschers, et Graebner (= Ammophila austrälis Porta et Rigo) mitstarren, etwas stechenden Blättern und oft verlängerter Rispe. Haare an der Aehrenachse sehr zahlreich, dicht,ca. '/» so lang als die Deckspelze.

Auf den nordfriesischen Inseln heisst die Pflanze allgemein Helm (Dänisch: hjelm, heim helmd)Halem, Hallem (Helgoland), Hellem (Wangeroog). DieseHelm" ist eine Nebenform zu Halm (lat. calamus

') Griech. ä/ifiog-- Sand und tpi?.og=- Freund; die Art wächst in sandigen Gegenden.