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gedrängt, später lockerer, etwas gelappt, stets bleich. Aehrchen klein (Fig. 94 c), 2,5 mm lang, als Ganzesabfallend. Hüllspelzen länglich, ca. 2 mm lang, kurzhaarig, gekielt, weisslich mit grünem Mittelnerven, an derSpitze zweizähnig und in der Bucht mit langer (bis 7 mm), fast gerader Granne. Deckspelzen sehr kurz, ca.1 mm lang, spitzlich. — IV bis VI (X).
Selten auf sandigem, kultiviertem und unkultiviertem Boden, bisweilenunter Serradella. In Deutschland, Oesterreich und in der Schweiz ver-einzelt aus dem Süden verschleppt beobachtet, z. B. bei Hamburg, Hannover(Döhrener Wollwäscherei), Erfurt (bei Ilversgehofen), bei Gleiwitz, Wien(Prater 1879), bei Zürich (mehrfach), Freiburg i. Ü. (aux Rames), Genf etc.Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, England, Schottland,Abyssinien, Kapland; eingeschleppt in Nord- und Südamerika, sowie in Tasmanien.Selten wird P. elongätus Humb., Bonpl. et Kunth. aus dem wärmerenAmerika mit Wolle eingeschleppt. Ausdauernd, kurze Ausläufer treibend. Blätterglatt. Hüllspelzen ca. 2,5 mm lang, allmählich in die etwa gleich lange Granneverschmälert. — Bei Hamburg und in Belgien beobachtet.
LXXV. Gastridium 1 ) P. B.
Nissegras.
Die Gattung enthält nur zwei im Mittelmeergebiet heimische Arten,P. lendigerum Gaud. und P. scabrum Presl.
\ M 187. Gastridium lendfgerum 2 ) Gaud.
(= Milium lendigerum L., = Agrostis austrälisL., = A. ventricosa Gouan). SüdlichesNissegras. Ital.: Miglio Codino. Fig. 95 a.
Einjährig, am Grunde büschelig verzweigt.Stengel aufrecht oder aufsteigend, glatt, bis 40 cmhoch. Blattscheiden wenig rauh und wenig aufgeblasen.Rispe meist ährenförmig, bis fast 1 dm lang und ca.1 cm dick, etwas unregelmässig gelappt, nach derSpitze wenig verschmälert. Aehrchen schmal-lanzettlich,fast sitzend oder die endständigen kurz (ca. 2 mm)gestielt. Hüllspelzen fast kahl, am Kiel wenig rauh,grün, etwas ungleich lang, am Grunde blasig erweitert,viel länger als die Deckspelzen; die untere Hüllspelzeca. 3 mm lang, allmählich in die feine, grannenartige,Spitze verschmälert, die obere am Grunde umfassend.Deckspelzen sehr klein, aus der behaarten Spitze ineine bis 5 mm lange, gebogene Granne übergehend. — V, VI.
Verbreitet in Südeuropa, im Rhonetal bis Genf hinaufsteigend. In Oester-reich nur im Süden im Küstengebiet. Fehlt in Deutschland vollständig (1812 an-geblich am Harz bei Harzgerode beobachtet).
LXXVL Agröstis 3 ) L. Straussgras, Windhalm.
Meist ausdauernde Arten. Blütenstand vor der Blüte zusammen-gezogen, während und nach derselben sich in eine ausgebreitete, viel-ährige Rispe auflösend. Aehrchen klein, einblütig auf haardünnen, unterden Spelzen etwas verdickten Aesten, von der Seite her etwas zusammen-gedrückt. Aehrchenachse am Grunde der Deckspelzen meist mit Haarenbesetzt. Hüllspelzen unbegrannt, zuweilen etwas ungleich, länger als
Fiff. 9t. Polypogon Mons-
p e 1 i ensis Desf a Habitus, b Partie
der Scheinähre, c Aehrchen, d, e und
f Frucht (d noch in den Spelzen
eingeschlossen).
Fig. 95. Gastridiumlendigerum Gaud. a Ha-bitus, b ein Rispenast mitzwei Aehrchen, c Blüte (aus-einander präpariert). Aira
praecox L. d Habitus.e Aehrchen. f Blüte.
J ) Von yaavijQ = Bauch, bauchig erweitertes Gefäss, wegen der blasigen Hüllspelzen.
2 ) Nissetragend; lat. lendes = Nisse der Läuse, und gerere = tragen; die aufgeblasenen Grundteileder Hüllspelzen gleichen den Nissen der Läuse.
3 ) Griech. ayoaaztg, Name eines Grases bei Dioskorides (wahrscheinlich Cynodon dactylon).