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Tafel 27.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Agrosüs vulgaris. Habitus.
„ 1 a. Aehrchen, einblütig.
„ 2. Agrosüs canitia. Habitus.
., 2 a. Aehrchen, mit Hüllspelzen.
„ 2 b. Aehrchen, ohne Hüllspelzen.
,, 3. Calamagrostis varia. Habitus.
Fig. 3 a. Aehrchen. (Hüllspelzen entfernt, Deck-spelzen 5 nervig.)
„ 4. Calamagrostis epigeios. Habitus.
,. 4a. Aehrchen (Deckspelze 3 nervig).
,, 5. Ammophila amndinacea. Habitus.
,, 5 a. Hüllspelzen.
,, 5 b. Aehrchen (ohne Hüllspelzen).
der Scheide des obersten Blattes eingehüllt, nicht sehr zahlreiche Aehrchenbüschel tragend.Rispenachse etwas knickig hin- und hergebogen oder geschlängelt. Aehrchen von der Seiteher etwas zusammengedrückt, 0,75 bis 1 mm (Tal. 26, Fig. (Sa), zu 10 bis 20 büscheligangeordnet. Hüllspelzen fehlend. Deckspelzen eirund, grannig zugespitzt, wie die zwei-kielige und zweinervige Vorspelze dünnhäutig. Lodiculae fehlend. Staubblätter zwei, amGrunde befestigt, seitlich gestellt. Narben fadenförmig, an der Spitze der Spelzen hervor-tretend. Frucht eiförmig zylindrisch, 0,7 mm lang bräunlich, durchscheinend, mit quer-runzeligen Riefen versehen, mit punktförmigem Hilum. — VIII bis X.
Selten auf dem Schlammboden von abgelassenen Teichen oder an Ufern derselben,an Seen und Flüssen, meist gesellig; doch stets nur periodisch und oft unbeständig auftretend.In Deutschland einzig im Grossen Teich bei Gross-Hartmannsdorf, 495 m in der Näheder Bergstadt Freiberg in Schlesien, 28. IX. 1904 entdeckt! (vielleicht durch Wasser-vögel aus Böhmen dahin verschleppt?) In Oesterreich selten; sehr zerstreut in Böhmenin der südwestlichen (z. B. St. Stephansteich bei Zbirow) Landschaft (zuerst um 1810 entdeckt),nordöstlich bis Königswart, Prag [vorübergend 1872 bis 74 auf der Moldau-Insel bei Troja],Schwarz-Kostelec und Wittingau, bei Vosek), früher auch bei Marienbad, selten in Mähren(Iglau, Bistritz, Namiest, angeblich auch bei Mähr. Budwitz), Niederösterreich (bei Zwettl,Schrems, Hocheneich, Heidenreichstein) und früher in Südtirol bei Bozen (1852 vorüber-gehend am Wolfsgrubersee am Ritten) beobachtet. Fehlt in der Schweiz gänzlich.
Dieses interessante Zwerggras findet sich gerne in Gesellschaft von Heleocharis acicularis, Limosellaaquatica, Elatine hydropiper, Callitriche vernalis var. caespitosa, Peplis portula, Potentilla supina, Gnaphaliumluteo-albura und Rumex maritimus.
Allgemeine Verbreitung: Südliches Norwegen, Westfrankreich (1863 auf-getaucht), Oesterreich, Schlesien, Ost-Asien (Amur), Nordamerika (Oregon).
LXXIV. Polypögon 1 ) Desf. Bürstengras.
Die Gattung umfasst ca. 10 Arten, die meist in den wärmeren Gegenden der gemässigten Zonen beiderErdhälften auftreten. In Europa nur 4 Arten.
186. PolypOgon Monspeliensis 2 ) Desf. (= Alopecürus Monspeliensis L., = A. aristätus-
Huds., = A. paniceus Lam., = Phleum crinitum Schreb., = Säntia plumösa Savi). Gemeines
Bürstengras. Ital.: Coda di lepre. Fig. 94.
Einjährig, 8 bis 40 cm hoch, am Grunde büschelig verzweigt, meist zahlreiche, unter der Rispe etwasrauhe Stengel treibend. Blätter rauh. Blattspreiten flach, kürzer als ihre etwas aufgeblasenen Scheiden. Blatt-häutchen sehr gross, bis 8 mm lang. Scheinähre länglich zylindrisch, bis 12 cm lang und bis 2 cm dick, anfangs
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1 ) Von no/.vq — viel und jidjyav = Bart, nach den langen, dichtstehenden Grannen.
2 ) Linne erhielt dieses Gras aus Montpellier (lat. Mons Peliensis).