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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Ausdauernd, 30 bis 100 cm hoch, unterirdische, kurze, 3 bis 4 (bis 10) cm langeAusläufer treibend, meist grasgrün. Stengel aufrecht oder am Grunde etwas gekniet unddann an den Knoten Wurzeln treibend. Scheiden anliegend, glatt, an den obersten Blätternetwas aufgeblasen. Spreite bis fast 1 cm breit, meist allmählich zugespitzt, oberseits rauh.Blatthäutchen bis über 4 mm lang, stumpf, meist so lang als breit, seltener sehr kurz undbreit abgestutzt (var. brachyglössus Petermann). .Scheinähre walzenförmig grün, 3 bis 7(10) cm lang, stumpf, bis 1 cm dick, mit 4 bis 6 (10) kurzgestielten Aehrchen pro Rispenast.Aehrchen 4,5 bis 6 mm lang, breit-eiförmig. Hüllspelzen bis fast zur Mitte verbunden, 5 mmlang, aufrecht oder zusammenneigend, am Kiel und an den grünen Seitennerven starkgewimpert (Taf. 26, Fig. 5a), seltener ausser den Wimpern am Kiel kahl (var. glabrescensBeck), weisslich mit grünem Kiel, öfters rötlich oder schwärzlich überlaufen. Deckspelzenweisslich, 5 mm lang, im untern Viertel bis Drittel am Rücken begrannt. Granne bis 9 mmlang, schwach gekniet, meist doppelt so lang als die Deckspelze, seltener über der Mitteder Deckspelze eingefügt (var. acrochaitus Marsson). Vorspelzen und lodiculae fehlen.Frucht 2,5 bis 3 mm lang. V bis VII.

Häufig auf etwas feuchten, frischen Wiesen, Fettmatten, in Baumgärten, auf Sumpf-wiesen, vom Tieflande bis in die Alpen (Maloja im Oberengadin, 1800 m); aber an vielenOrten nicht ursprünglich, sondern erst durch die Wiesenkultur eingeführt.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt im arktischen Russland undin der immergrünen Region des Mittelmeergebietes), Kaukasus, Nordasien.

Ist ziemlich veränderlich:

var. obscürus Aschers, et Graebner (= var. nigricans Sond.). Ausläufer meist länger als beimTypus, bis über 1 dm lang). Aehrenrispe dicker, meist kürzer (ca. 5 cm lang), schwärzlich überlaufen. Hieund da an sonnigen und sandigen Stellen.

var. glaücus Sond. Pflanze graugrün, nicht grasgrün, sehr locker, rasenförmig. Ausläufer meistetwas verlängert. Stengel knickig aufsteigend, nur das (bezw. die zwei) oberste Glied aufgerichtet. Aehren-rispe ziemlich schwach. Stellenweise an Flüssen an schlammigen Ufern.

var. alpestris Wahlenb. Pflanze schlaff, oft niedrig. Stengel dünn (kaum über 1 mm dick). ObersteScheide deutlich aufgeblasen. Blatthäutchen sehr kurz, kaum über 1 mm lang. Scheinähre schmal (meist Vs cm).Rispenäste wenig (4- bis weniger) ährig.

Der Wiesenfuchsschwanz ist ein sehr frühes, ertragreiches Futtergras, das sich besonders zur Anlagevon Dauervvjesen auf magerem Boden eignet. Allerdings ist es etwas hart. Versuche haben auch gezeigt, dasses sich von ^Hen Süssgräsern des Tieflandes am besten zur Anlage von Kunstwiesen in den Alpen eignet.Kein anderes Gras erträgt so gut den Winterfrost, Spätfröste im Frühjahr und lange Schneebedeckung. Dagegengedeiht es auf trockenem Boden schlecht. Für gute Düngung ist es ziemlich dankbar. Der in Handel kommendeSamen stammt zum grossen Teil aus Finnland; nordfinnische (Wasalän-) Saat ist im allgemeinen weniger reinals die südfinnische (Abolän-) Saat. Die südfinnische Saat enthält in den Spelzen der Scheinfrüchte sehr häufigdie Larve einer Mücke (Oligotröphus alopecüri). Nicht selten wird die Saat absichtlich mit Holcusaiten, demAckerfuchsschwanz und dem geknieten Fuchsschwanz verunreinigt.

181. Alopecurus ventricösus Pers. (= A. arundinäceus Poir., = A. Ruthenicus Weinm.,= A. repens Marsch., = A. nigrescens Jacq.) Blasen -Fuchsschwanz.

Steht der vorigen Art ziemlich nahe, unterscheidet sich aber von ihr durch diefolgenden Merkmale: Graugrün. Wurzelstock weithin kriechend, bis über 20 cm lang.Stengel bis 4 mm dick, bis fast 1,5 m hoch, weich, beim Trocknen weisslichgelb werdend.Blatthäutchen sehr (bis über 5 mm) lang. Aehrenrispe meist kürzer und dicker (bis fast1,5 cm). Aehren schlank. Hüllspelzen lanzettlich, spitz, an der Spitze auseinandergehend,deutlich länger als die Deckspelzen, fast immer schwärzlich überlaufen. Granne wenig unterder Mitte (mindestens im zweiten Drittel) in oder über der Mitte eingefügt, seltener imzweiten Drittel der Deckspelze unter der Mitte eingefügt. V bis VII.