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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Hie und da auf nassen, meist salzhaltigen Wiesen. In Deutschland stellenweisean der Ostsee (vereinzelt in Pommern undWestpreussen); sicherlich auch übersehen. Ausserdemselten verschleppt. Fehlt in Üesterreich und in der Schweiz gänzlich.

Aendert wenig ab: subsp. exserens Aschers, et Graebner. Granne im zweiten Drittel der Deck-spelze unter der Mitte eingefügt, gekniet. An der Ostsee.

182. Alopecurus geniculätus L. Knick-Fuchsschwanz, Schwemmgras, Schwaden,Flottgras, Plattgras. Ital: Strozza rane. Fig. 93, d.

Ein- bis mehrjährig, 10 bis 40 cm hoch, graugrün, die wenig aufgeblasenen Scheidenblaugrün. Stengel niederliegend, an den Gelenken wurzelnd, schlaff, aufsteigend. Aehrenrispewalzlich, 1 bis 5 cm lang und bis 7 mm dick, beiderends gestutzt. Rispenäste meist 2 (1bis 4) Aehrchen tragend. Aehrchen 3 mm lang. Hüllspelzen länglich, stumpflich, oberwärtsvoneinander abstehend. Deckspelze kurzhaarig, stumpf oder zuweilen spitz. Granne bisüber 3 mm lang, unter der Mitte (meist in der Nähe des Grundes) der Deckspelze eingefügt.Staubbeutel 1,5 cm lang, hellgelb, nach dem Verblühen kaffeebraun. Frucht 1,3 mm lang.V bis X.

Hie und da an Ufern und Teichen, Flüssen und Seen, auf überschwemmten Stellen,auf nassen Wiesen, auf grobem Sandboden, stellenweise bis ca. 1900 m (Villanderalpe in Tirol).

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt fast ganz im Mittelmeergebiet),gemässigtes Asien, Neu-Seeland, Tasmanien, Australien, Nordamerika.

Aendert etwas ab :

var. mi cro stächy us Uechtritz. Rasenbildend. Stengel mit zahlreichen grundständigen, nicht-blühenden Sprossen. Blätter fein, borstig zusammengefaltet. Oberste Scheide mit sehr kleiner oder fehlenderSpreite. Aehrenrispe nur 1,5 cm lang und 4 mm breit, schwärzlich überlaufen. Selten (hinter Gräbschen beiBreslau) beobachtet.

var. tuberösus Aschers, et Graebner. Stengel am Grunde knotig verdickt. Selten.

var. nätans Wahlnb. Stengel öfter reichlich verzweigt, im seichten Wasser schwimmend. Nicht selten.

f. robüstior Hackel. Robuste Form mit lappigen, ährenförmigen Rispen. In Schlesien bei Liegnitzbeobachtet; jedenfalls auch anderswo.

f. bracteätus Schübe. Dicht unter der Aehrrispe ein scheidenloses Tragblatt tragend.

183. Alopecurus fülvus Sm. (= A. paludosus P. B.). Gilb -Fuchsschwanz. Ital.:

Codolina. Taf. 26, Fig. 6.

Steht der vorigen Art sehr nahe. Ein- bis mehrjährig. 10 bis 20 cm hoch. Stengelniederliegend. Blätter bald grün, bald hechtblau bereift. Scheiden glatt oder hie und darückwärts rauh, viel mehr bläulich als bei nr. 182. Aehrenrispe 2 bis 7 cm lang, 3 bis4 mm dick, beiderends verschmälert. Aehrchen 2 mm lang. Hüllspelzen oben zusammen-neigend. Granne in oder über der Mitte (selten wenig unter der Mitte) der stumpfenDeckspelze eingefügt, die Hüllspelzen nicht oder nur sehr wenig überragend. Staubbeutel1 mm lang, weiss, verstäubt rotgelb. Frucht 1,1 mm lang. V bis X.

Stellenweise in Gräben, an Seen, oft auf dem W'asser schwimmend und sich ver-zweigend; reicht bis in die Voralpen.

Allgemeine Verbreitung: Fast durch ganz Europa (fehlt stellenweise im Süden),Nordasien.

Von Bastarden sind bekannt: Alopecurus geniculätus L. X A. ful vus L. (= A. Haus sknecht iänusAschers, et Graebner) wohl nicht sehr selten unter den Eltern, A. pratensis L. X A. geniculätus L.,A. pratensis L. X A. fulvus L. (= A. Winkleriänus Aschers, et Graebner) bisher nur aus Schlesien (Neisse)nachgewiesen, A. ventricosus Fers. X A. geniculätus L. (= A. Marssöni Hausskn.) selten in Pommern (InselUsedom); etwas fraglich sind A. myosuroides Huds. x A. pratensis L. (= A. Turicensis Brügger) früherbeim Venedigli-Zürich angegeben und A. pratensis L. X A. ventricosus Fers, vielleicht in Westpreussen.