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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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bürg, Augsburg, Prater bei Wien). In O es terr ei ch wild nur in Istrien, Kroatien, Slavonienund Dalmatien; in Steiermark (bei Graz und Cilli) nur eingeschleppt. Fehlt wild in derSchweiz vollständig; selten (bei Zürich) verschleppt, dagegen im Veltlin, Verona etc.Allgemeine Verbreitung: England, mittleres und östliches Frankreich,Mittelmeergebiet, Balkanhalbinsel.

179. Alopecurus myosurofdes') Huds. (= A. agrestis L.)Acker-Fuchsschwanz. Ital.: Codolina, erba topina. Fig. 93 a.

Nach der (im Verhältnis zu A. pratensis) etwas dunkel gefärbtenAehrenrispe heisst das Gras Swaartgras (Ostfriesland), Schwarz' Gras(St. Gallen) [Vergl. engl. Black Grass = schwarzes Gras!]. Im nördlichenHannover wird es auch Wild Gras, im Aargau (Schweiz) Vogelgerstegenannt. Zu den Bezeichnungen G re is i ng, Greise, die das Gras im Aargauführt, vgl. das unter Panicum crus Galli (pag. 189) Gesagte!

Ein- oder zweijährig, 20 bis 40 (50) cm hoch, grasgrün,am Grunde büschelig verzweigt. Stengel aufrecht oder knickigaufsteigend, seltener niederliegend. Blattscheiden vorwärts rauh,die obersten stark aufgeblasen. Blattspreiten meist schmal,allmählich zugespitzt, besonders oberseits vorwärts rauh. Aehren-rispe schmal - lineal, bis 8 (12) cm lang und 5 bis 6 mm dick,beiderseits zugespitzt, zuweilen etwas locker, sehr selten verzweigt(var. compositus Aschers, et Graebner). Rispenäste 1 bis 2Aehrchen tragend, diese länglich-elliptisch, bleichgrün, 6 bis 7 mmlang, llüllspelzen mindestens bis zur Mitte miteinander ver-wachsen, 6 bis 7 mm lang, weisslich mit 3 grünen Nerven, seltenerrot bis violett überlaufen (var. versicolor Biasoletto), am Kieloberwärts geflügelt, am Rande kurzhaarig gewimpert. Deck-spelzen 6 mm lang. Granne fast am Grunde (im untern Viertel)abgehend gekniet. Frucht 3 bis 3,3 mm lang. IV bis IX.

Hie und da im Tieflande auf Aeckern und in Weinbergenals Unkraut, an Wegrändern, auf Schutt; seltener in Wiesen;stellenweise gänzlich fehlend. Zuweilen nur verschleppt und dannunbeständig. Wird auch als Futtergras angesät.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa, Mittel-meergebiet, westl. Asien; in Nordamerika und Neu-Seeland ein-gebürgert.

Fig. 93.Alopecurus myosuroidcsHuds. a Habitus. b Aehrchen.c Deckspelze mit Granne. Alo-pecurus geniculatus L. d Ha-bitus, e Aehrchen. / Aehrchen(auseinandergezogen).

180. Alopecurus pratensis L. Wiesen-Fuchsschwanz. Franz.: Vulpin des pres, vulpine;ital.: coda di topo, coda di volpe; engl.: Meadow foxtail. Taf. 26, Fig. 5.

Der weichen, zylindrischen Aehrenrispe verdankt das Gras Namen wie: Fosswans (Göttingen),Fuchswedel (Schwaben: Memmingen), Lämmerschmiele (Schlesien), Muse [= Mäuse, auch die Blüten-,bezw. die Fruchtstände von Salix- und Eriophorum-Arten werden so genannt!] (bei Bremen), Musesteert[für Alop. geniculatus], Röttesteert [= Ratten-] (Ostfriesland); kleine Bumskeule [vgl. Phleum pratensepag. 211] (Anhalt: Dessau). Wohl nach der entfernten Aehnlichkeit des Grases mit dem Roggen: Roggengras(Wcstpreussen: Weichsel-Delta), Kornschmiele (Riesengebirge). Der Name Kulma (Böhmerwald) gehört zuHalm" (griech. y.d).aßoq = Rohr, lat. cülmen = Spitze). In Norderdithmarschen heisst die Pflanze Tarn gras(aus dem Dänischen tamgraes = A. myosuroides). Im Dialekt des Tessin: cova de ratt.

') Von fivg = Maus, oi' = Schwanz und etdog = Aussehen, wegen der schlanken Scheinähren.