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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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mit bogig gerundeten Kielen und breite?n Hautrande ausgestatteten Hüllspelzen und 5 nervigen Deckspelzen,die kaum halb so lang sind als die Hüllspelzen (Mittelmeergebiet), P. Gricum Boiss. et Held. (-. P. exarätumGriseb.), 1 bis 2jährig, ähnlich dem P. Michelii, aber ohne Laubtriebe, Hüllspelzen auf dem Kiel mit borstlichenetwa die Hälfte der halben Aehvchenbreite langen Haaren kammförmig gewimpert (östliches Mittelmeergebiet),bei uns zuweilen mit fremdem Getreide eingeführt. P. Grit- cum Boiss. et Heldr. X- P- subulätumAschers, et Graebner ist kürzlich bei Zürich (Volkart) als neue hybride Form unter den Stammarten nach-gewiesen worden.

LXXI. Alopecürus 1 ) L. Fuchsschwanz.

In der Tracht ähnlich der vorigen Gattung-. Aehrenrispe meist zylindrisch. Hüll-spelzen jedoch nicht frei, wenigstens am Grunde oder bis über die Mitte hinauf deutlichmiteinander verwachsen, unbegrannt, gekielt, am Kiele meist gewimpert. Aehrchen ein-blütig (Taf. 26, Fig. 5a), seltener mit Ansatz zu einer zweiten Blüte. Deckspelzen mitrückenständiger, oft geknieter Granne, die Frucht einschliessend. Vorspelze und Lodiculaemeist fehlend. Griffel in der Regel verbunden. Narben fadenförmig. .

Die Gattung umfasst ca. 20 Arten, die vor allem im gemässigten Europa und Asien vorkommen;ausserdem einige Arten in Nord- und Südamerika und in Australien.

1. Aehrenrispe eiförmig oder länglich, die obersten Blattscheiden bauchig aufgeblasen. Hüllspelzeulederig knorpelig, am Rücken stark höckerig konvex...........A. utriculatus nr. 178.

1*. Aehrenrispe walzlich. Hüllspelzen krautig-häutig, am Rücken höckerlos....... 1.

2. Stengel meist aufrecht ......................... 3.

2*. Stengel niederliegend, wurzelnd...................... 5

3. Hüllspelzen kahl, nur am Rande kurz bewimpert, am Kiele oberwärts geflügelt. Aehrenrispeschmal, beiderseits verschmälert..................A. myosuroides nr. 179.

3*. Hüllspe'zen an dem nicht oder nur sehr wenig geflügelten Kiele zottig bewimpert. Aehrenrispezylindrisch, meist stumpf........ ..................... 4.

4. Wurzelstock schief, kurz oder wenig kriechend. Hüllspelzen bis fast zur Mitte zusammengewachsen,an der Spitze aufrecht oder zusammenneigend. Deckspelze über dem Grunde begrannt. A. pratensis nr. 180.

4*. Wurzelstock weit kriechend. Hüllspelzen oberwärts auseinandergehend. Deckspelze in oder überder Mitte begrannt.......................A. ventricosusnr. 181.

5. Deckspelze unter der Mitte begrannt. Staubbeutel hellgelb, später kaffeebraun. Aehrchen 3 mm lang.

A. geniculatus nr. 182.5*. Deckspelze etwa in der Mitte begrannt. Staubbeutel verstäubt ziegelrot. Aehrchen 2 mm lang.

A. fulvus nr. 183.

178. Alopecürus Utriculatus Pers. (= Tozzettia pratensis Savi, T. utriculäta Savi).Aufgeblasener Fuchsschwanz. Ital.: Borsette.

Einjährig, am Grunde büschelig verzweigt. Stengel knickig aufsteigend, seltenerganz aufrecht, glatt. Scheiden der untern Stengelblätter anliegend, der obern blasig auf-getrieben, meist ganz kahl. Aehrenrispe kurz, eiförmig oder eiförmig-länglich, 1,5 bis2,5 cm lang. Rispenäste meist nur 1 bis 2, ziemlich grosse Aehrchen tragend. Hüllspelzenbis zur Mitte zusammengewachsen, über der Mitte durch einen Querwulst gegliedert, plötz-lich in eine plattgedrückte Spitze zusammengezogen, 6 bis 7 rnm lang, im unteren Teileam Rücken langhaarig bis borstig bewimpert, in der Reife erhärtend. Deckspelzen amGrunde mit den Rändern schlauchartig verbunden, auf dem Rücken im untern Drittelmit geknieter, bis 1,5 cm langen Granne. Frucht eiförmig flachgedrückt, mit seitlich auf-sitzendem Griffel. IV bis VI.

Selten auf feuchten und fruchtbaren Wiesen. In Deutschland nur westlich vomRhein, vereinzelt in Lothringen (besonders im Moseltal), im Oberelsass (bei Mülhausen undPfirt) und selten in Baden (Neuenburg, Erpolzheim); ausserdem selten verschleppt (Ham-

') d/.ianrig Fuchs und ovgd = Schwanz; dXanexovQog Pflanzenname bei Theophrast. Bei PliniusBezeichnung einer Grasart (Imperata cylindrica ?), nach der Gestalt der Aehrenrispe.