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aufgeblasen). Biatthäutchen stumpf abgeschnitten, bis 3 mm lang. Rispen kratzend.Aehrenrispe bis 8 cm lang, starr, dünn, 5 (3 bis 6) mm dick, schlank aufrecht, etwas locker.Rispenäste 1 bis 5 mm lang. Aehrchen klein (2 mm lang), keilförmig bis verkehrt herz-förmig,- die mittlem und untern von der Hauptachse etwas abstehend. Hüllspelzen rauh,breit dreieckig, nach oben verbreitert aufgeblasen, plötzlich in eine kurze zahnartige Grannen-spitze zusammengezogen, am Kiele rauh. Deckspelzen bräunlich, 1 1 /a mm lang, die durch-scheinende, eiförmige Frucht einschliessend. — V bis VII.
Selten auf Aeckern, in Weinbergen, auf sonnigen Hügeln, steinigen Orten, aufSchuttplätzen; kalkliebend, stellenweise fehlend. Ist unbeständig. Wild nur im westlichen(Rheinprovinz, Sondershausen, Giessen, in Thüringen, Schweinfurt, vereinzelt in Baden,Württemberg, Bayern, Schweiz etc.) und im südlichen Gebiet. Ausserdem vielerorts ver-schleppt (bei Hamburg, um Berlin, Südbahnhof München, Verden in Niedersachsen, Cudowain Schlesien, früher bei Prag, Namiest in Mähren, 1802 und 1842 bei Wien usw.)
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, Westeuropa, Kaukasusländer,Kleinasien, Orient, Persien, Afghanistan.
175. Phleum Boehmeri 1 ) Wibel (= P. phalaroides Koeler, = P. phleoides Simk.,= Phälaris phleoides L., = Chilochloa Boehmeri P. B.) Glanz-Lieschgras. Ital.: Codolina
nuda. Taf. 26, Fig. 1.
Ausdauernd, 30 bis 60 cm hoch, horstbildend. Triebe meist umscheidet. Stengelziemlich dünn, oft purpurrot gefärbt. Blattspreiten zugestutzt, lang und schmal (seltenüber 4 mm breit). Biatthäutchen kurz gestutzt. Aehrenrispe dünn und schlank, seltenüber 7 nim dick, bis 18 cm lang, etwas locker. Aehrchen 1,7 bis 3 mm lang, hellgrün oderviolett überlaufen. Plüllspelzen häutig, mit kurzer, stachelspitziger Granne, am Kiel rauhoder spärlich und unregelmässig behaart, aber nicht lang bewimpert (vgl. var. blepharodesAschers, et Graebner), wenig länger als die Deckspelzen. Staubbeutel weisslich-gelb, in denAlpen zuweilen violett. Deckspelzen in der Regel 3-, ausnahmsweise 5 nervig. — VI, VII.
Stellenweise häufig auf Wiesen, Triften, Aeckern, Dämmen, trockenen Hügeln, inlichten Wäldern, auf Oedland, in der Ebene und in der Bergregion (bis ca. 1400 maufsteigend).
Allgemeine Verbreitung: Europa (nur im äussersten Norden und ganz imSüden fehlend), Nordafrika, Sibirien, Turkestan, Algier.
Aendert etwas ab:
var. angustifölium Beck. Blattspreiten schmal, nur bis 2 mm breit. Aehrenrispe 6 bis 10 mm dick.
var. latifdlium Beck. Blattspreiten 3 bis 6 mm breit. Aehrenrispe 6 bis 10 mm dick.
var. interrüptum Zabel (=var. lobätum Beck). Aehrenrispe gross, besonders am Grunde ge-lappt, 12 bis 15 cm lang. — Nicht selten.
var. blepharodes Aschers, et Graebner (= var. ciliätum Celak). Hüllspelzen deutlich bewimpert.
var. laxiüsculum Aschers, et Graebner. Aehrenrispe locker. Die untersten Rispenäste zuweilenetwas entfernt. — An schattigen Orten.
var. aüreum Schwarz. Rand der Hüllspelzen goldbroncefarbig. Scheinähre schön goldgrün. — InBayern beobachtet.
176. Phleum arenärium L. (= Phälaris arenaria Willd., = Chilochloa arenaria P. B.)
Sand-Lieschgras. Taf, 26, Fig. 4.Einjähriges, büschelig verzweigtes, 0,3 bis 30 cm hohes Gras, ohne Laubtriebe.Stengel aufrecht oder am Grunde knickig, oberwärts oft purpurn. Oberste Blattscheidendeutlich aufgeblasen. Spreite der obern Blätter kurz, oberseits rauh. Scheinähren oval
! ) Georg Rudolf Böhmer (geb. 1723 in Liegnitz), Verfasser einer Flora von Leipzig; starb alsProfessor der Anatomie und Botanik an der Universität Wittenberg am 4. April 1803.