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reiner als die europäische; die letztere enthält oft 10 bis 20> und noch mehr fremde Bestandteile, Erde mitSamen von Unkräutern (z. B. Anthemis arvensis, Silene inilata, Cerastium triviale, Spergula arvensis, Myosotisintermedia, Plantago lanceolata, Rumex acetosella, Brunella vulgaris, Arenaria serpyllifolia, Chrysanthemumleucanthemeum, Cuscuta trifolii etc.). In der amerikanischen Saat kommen oft Samen von spezifisch ameri-kanischen Pflanzen (z. B. Lepidium Virginicum L. und Plantago Rugelii Decne.), sowie von Samen PotentillaNorwegica L. und vom Fioringras (Agrostis alba) vor.
173. Phleum alpinutn L. Alpen-Lieschgras. Taf. 26, Fig. 2.
10 bis 50 (90, vgl. var. subalpinum Hackel) cm hoch, ausdauernd. Stengel glatt,aufrecht, am Grunde nicht knotig verdickt. Blätter meist flach ausgebreitet, ganz glattoder sehr schwach rauh. Oberste Blattscheide stark aufgeblasen. Aehrenrispe putzstock-ahnlich, kurz oval oder walzlich, wollig, (1,5) 3 bis 7cm lang, 1 cm dick, dunkelviolett bis (selten)weisslichgrün. Aehrchen 5 bis 6 mm lang (Taf. 26, Fig. 2 a). Hüllspelzen 3nervig, so lang oderkürzer als ihre bis 3 mm lange Granne, auf dem Rücken weiss seidenhaarig. Seitennervenan der Aussenseite kurzborstig. Granne wimperlos (var. commutatum Gaud.) oder langbewimpert. Deckspelzen farblos, oben quer abgestutzt, häutig, 5 nervig. Lodiculae schmal,2 nervig, einfach, ohne Seitenzahn. Scheinfrucht sehr klein, 2 bis 2 l j% mm, eiförmig,von den meist etwas klaffenden Spelzen lose umhüllt, von der bleibenden Griffelbasiskürzer oder länger bespitzt, etwas dunkler als bei voriger Art. — VI bis VIII.
Verbreitet auf Fettmatten, auf Weiden der voralpinen und alpinen Region, gernan vom Vieh gedüngten Stellen, um Sennhütten, bei Heuschobern und an Bachufern, vonca. 1300 bis 2400 m, vereinzelt bis 2900 m (Lavirums) oder auch tiefer (Brand bei Blu-denz 1030 m, Eichwald ob Schwanden im Kanton Glarus 600 m). Ausser in den Alpen imbayerischen Wald (Rachel, Plattenhausenschachten, am Lusen, bei Eisenstein), sehr häufigim Iser- und Riesengebirge, an der hohen Eule, Glatzer Schneeberg, Gesenke und früherim Harz (Brocken).
Allgemeine Verbreitung: Hochgebirge von ganz Europa inkl. Jura, Kau-kasus, Apenninen, Ural, Altai, Himalaya, arktische Zone, Nord- und Südamerika.
Aendert ziemlich stark ab; in sehr hohen Lagen nimmt es einen sehr niedrigen Habitus an, so dasses oft nur noch wenige cm hoch ist.
var. commutatum Gaud. Schmächtige Hochgebirgsform mit unbewimperter Granne (nur vonrauhen Zähnen besetzt). — Ziemlich häufig.
var. villösum Opitz. Granne der Hüllspelzen kürzer als die Spelze.
var. tuberosum (Willk.). Stengel an der Basis knollig verdickt. — Hie und da.
var. subalpinum Hackel. Stengel höher, bis 9 dm hoch. Scheinähre 4 bis 5 cm lang. Granneder hellvioletten Hüllspelzen nur halb so lang als diese.
var. ambiguum Beck. Stengel 13 bis 25 cm hoch. Scheinähren länglich-walzlichlang. Aehrchen grün oder violett überlaufen, halb so lang als die Hüllspelzen, gewimpert. —subalpinum Uebergangsform zu P. pratense.
var. fällaxjanka. Hüllspelze grün, mit einer Granne, die kürzer als ihre Spelze ist. Stengel biszur Rispe beblättert, meist 5 blätterig (nicht dreiblätterig).
Das Alpen-Lieschgras ist ein ausgesprochen düngerliebendes Gras; auf Lägerboden entwickelt essich besonders üppig. Wie die meisten düngerliebenden Pflanzen zeigt es sich dem Kalkgehalt des Bodensgegenüber sehr indifferent. Auf nassem oder allzu trockenem Boden gedeiht es nicht. In der Ebene scheintes sich nicht halten zu können. Besser als zur Weidenutzung ist das Alpen-Lieschgras als Mähefutter geeignet.
174. Phleum paniculätum Huds. (= P. äsperum Jacq., = P. ventricösum Moench,= Phälaris äspera Retz., = Chilöchloa äspera P. B.) Rispen -Lieschgras. Ital.:
Codolina, Lima.
Einjährig, büschelig verzweigt, 15 bis 40 cm hohe, aufrechte oder knickig aufsteigendeStengel treibend. Blätter mit glatter oder schwach rauher Scheide (die oberste deutlich
1 bis 3 cmWie die var.