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Ausdauernd, 20 bis 100 (150) cm hoch, horstbildend. Triebe umscheidet. Ausläufermeistens fehlend. Grundachse an den etwas verdickten Knoten wurzelnd. Blätter schwachgelbgrün, nach vorwärts deutlich rauh, bis über 3 dm lang, meist 3 bis 8 (10) mm breit,allmählich in die Spitze verschmälert. Blatthäutchen an den oberen Blättern etwas ver-längert (bis 5 mm lang) und spitzlich, an den untern kürzer (2 bis 3 mm lang), ziemlichbreit. Oberste Blattscheide nicht oder nur wenig aufgeblasen (vgl. var. stoloniferum undfallax). Aehrenrispe meist gleichmässig walzenförmig, 4,5 bis 6 (auf fettem Boden bis 30)cm lang und 6 bis 7 mm breit, seltener kurz, kugelig, stumpf, meist grün, seltener violettüberlaufen. Selten am Grunde mit einem Laubblatt (lusus bracteatum A. Br.). Hüllspelzenlänglich, gestutzt, weisslich häutig, am Kiel lang bewimpert. Granne der Hüllspelze 7±bis V2 so lang als dieselbe (Taf. 26, Fig. 3a). Staubbeutel violett. Scheinfrüchte kugeligbis eiförmig, l J /a bis 2 mm lang. Spelzen der Frucht dicht anliegend. — V bis IX.
Verbreitet auf Wiesen (namentlich Tal- und Bergwiesen), Weiden, offenen Wald-plätzen, an Gräben, an Weg- und Ackerrändern, von der Ebene bis in die Hochalpen(am Stilfserjoch bis 2650 m); ausserdem häufig auf Kunstwiesen angebaut.
Allgemeine Verbreitung: Europa (mit Ausnahme des arktischen Russlandsund der Türkei), Algier, Nordasien, Nordamerika.
var. ty'picum Beck (= var. caespitösum Neilr.). Pflanze hoch, rasig. Stengel aufrecht, ohne Aus-läufer, am Grunde nicht oder wenig verdickt. Scheinähren 3 bis 24 cm lang, meist übergebogen. — Die
häufigste Form.
subvar. fallax C. J. v. Klinggr. Oberste Blattscheide aufgeblasen. Aehrenrispe violett. Granne halbso lang als die Hüllspelze. — Auf Torfwiesen des Flachlandes.
subvar. macrochsetum (Doell). Grannen länger als die Hüllspelzen. — Anscheinend selten.
var. nodösum (L.) Rieht. (= P. bulbösum Host nee Richter). Stengel knickig, am Grunde knolligverdickt. Aehrenrispe meist nicht über 6 mm dick. — Hie und da auf trockenem Boden, in Kieferwäldern,
auf Mauern.
subvar. serötinum St. Lager. Stengel aufrecht, oft nicht deutlich verdickt, 2 bis 3 dm hoch. Rispelang (bis 8 cm), zylindrisch, nicht über 5 mm dick, fast walzlich, die Aehrchen fest anliegend. Granne ziemlichkurz. — Am Südabhang der Alpen.
subvar. laxiüsculum Aschers, et Graebner. Stengel aufrecht, bis 4 dm hoch. Blätter breit, flachausgebreitet. Aehrenrispe locker, ziemlich kurz, kugelig, 2 bis 4 (selten über 5) cm lang und 6 mm breit.Aehrchen etwas abstehend. — Stellenweise auf trockenen Wiesen und in Kieferwäldern.
subvar. stoloniferum Aschers, et Graebner (= P. stoloniferum Host). Pflanze ca. 2,5 dm hoch,lockerrasig. Stengel geknickt aufsteigend (manchmal ausläuferartig), am Grunde wenig verdickt. Blatthäutchender obern, flachen, lang zugespitzten Blätter undeutlich. Aehrenrispe 2 bis 3 cm lang. — Stellenweise be-obachtet, z. B. in Niederösterreich.
subvar. abbreviätum Boiss. (= P. praecox Jordan, = P. microstächyum Ruiz). Stengel sehr dünn,fast fädlich, aufrecht, am Grunde verdickt. Blätter schmal, borstlich. Aehrenrispe rundlich bis eiförmig. —Zerstreut auf trockenen Triften.
subvar. Warn s t örf ii Aschers, et Graebner. Stengel sehr schlaff niederliegend, aufsteigend, oft nurdas letzte Glied spitzwinklig aufgerichtet. Gleicht dem Alopecürus geniculätus. — Bei Blankenburg am Harz,sowie bei Nürnberg und Obernesselbach in Bayern beobachtet.
var. medium Brügger. Schwächlichere subalpine Form. Deckspelze der Frucht lose anliegend.
An vielen Stellen von Deutschland, Norwegen, Schweden, Oesterreich, Russland, der Schweiz, Nord-amerika wird das Timotheusgras in grossen Mengen kultiviert. Besonders wertvoll ist es für schwere, nass-kalte Böden, für entwässerte Moorböden. Gegenüber der Winterkälte und der Schneebedeckung ist es sehrwiderstandsfähig. Seine Nachteile als Futtergras bestehen darin, das es etwas spät blüht und leicht hart wird.Es sollte deshalb vor der Blüte und vor dem Heraustreten der Scheinähren aus den Blattscheiden (Mitte Juni)geschnitten werden, weil es sonst stark verholzt und ein grobes hartes Heu liefert.
Wie kein anderes Gras liefert es ein sehr schweres, nährstoffreiches Heu. Auch zur Anlage vonWeiden taugt es gut, da es das Beweiden sehr gut erträgt. Zur Grünfütterung — allein oder als Kleigras —eignet es sich besser als zur Fütterung in dürrem Zustande. Dagegen wird das Heu als Pferdefutter sehrgelobt. Der Timothesamen des Handels stammt zum grossen Teil aus Amerika, z. T. aus dem östlichenDeutschland (namentlich Sachsen und Pommern) und Oesterreich. Die amerikanische Saat ist gewöhnlich
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