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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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b) Gällica Aschers, et Graebner. Pflanzen niedriger und schwächer als bei der Rasse Mediterranea.Stengelblätter schmäler, meist nur bis 2 mm breit. Deckspelzen kürzer, am Rande mit einem zuweilen in deroberen Hälfte nur aus locker gestellten Haaren bestehenden, mitunter etwas unterbrochenen Haarstreifen.Sehr verbreitet in Südeuropa, doch auch in Niederösterreich und in Brandenburg beobachtet.

var. Austriaca Beck. Gleicht S. Joannis, jedoch die Haarstreifen der Deckspelzen wenigstens amRande bis an die Spitze reichend. Grannen der Hüllspelzen 2 bis 4 mal länger als ihre Spreiten.

163. Stipa capilläta 1 ) L. (= S. iuncea Jacq.). Haar-Pfriemengras. Fig. 91a.

40 bis 80 (100) cm hoch, horstbildend. Grundachse holzig. Blätter meist graugrün,borstlich, bis 1 mm breit, die untern mit braunen, oft glänzenden Scheiden. Blatthäutchenverlängert, bis 1 cm lang, meist ziemlich plötzlich in eine pfriemliche Spitze ausgezogen.Blütenrispe zuweilen von der obersten, etwasaufgeblasenen Blattscheide umhüllt. Rispenästefadenförmig, mit wenigen (1 bis 4) Aehrchen.Hüllspelzen ziemlich gleich lang, deutlich drei-nervig, grün, am Rande weiss, nicht seltenschwarz überlaufen, in eine ziemlich weiche, bisüber 1 cm lange Granne übergehend (Fig. 91 b).Deckspelzen 11 bis 12 mm lang, am Grunde dichtmit weissen Haaren besetzt (die später abstehen),oben ganz kahl oder mit wenigen dünnen Längs-streifen von Haaren. Grannen 8 bis 20 cm lang,zusammengedreht verschlungen, unbehaart, vonvorwärts gerichteten Zähnen rauh. VII, VIII.

An trockenen sonnigen Hügeln, an Ab-hängen, zuweilen in Gesellschaft von nr. 162,an warmen Stellen bis ca. 1300 m. Fehlt inDeutschland gänzlich in Nordwesten, inElsass-Lothringen, in der Niederlausitz, in derAltmark und in Mecklenburg und fast voll-ständig in der Nähe der Ostsee, für Schlesiensehr unsicher, selten in Pommern (nur zwischenGartz und Stettin, am Passkruge bei Pyritz undauf der Insel Wollin), in der Provinz Posen(nur in den Kreisen Schrimm: Skrobacz-Mühle,Schubin und an der Weichsel im Kr. Inowraz-law), in Westpreussen (bei Schwetz und Kulm),in Sachsen (nur bei Meissen), in Baden (imRheingebiet, auch bei Mannheim, St. Wilhelmund Langenstein im Bodenseegebiet), in Württem-berg (einzig bei Heidenheim an der Brenz)und in Bayern (Franken und Pfalz), sonst ziem-lich verbreitet. In Oesterreich in Böhmen,Mähren, Nieder- (besonders im Gebiet der Fig 91 stipa capiiiata i.. a Habitus, b Einblütigespannonischen Flora) und Oberösterreich und '^Z.'f^S^^^S^^T^S^

Tirol (in Südtirol, in der Eisakschlucht, häufig den Deckspelzen eingeschlossen. g Frucht. Phleum, v ' . , Michtlii All. h Habitus. / Aehtchen. k Frucht von den

im VintSChgaU, bei Hopfgarteil in Defereggen, im Deckspelzen umschlossen. Aehrchenachse sichtbar.

') Behaart; lat. capillus = Haar.