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Inntale von Landeck bis Pfunds und vereinzelt abwärts bis Telfs, an der Martinswand beiZirl usw. In der Schweiz im allgemeinen seltener als die vorige Art.
Kommt in den warmen Alpentälern an dürren Abhängen in Gesellschaft von anderen xerophil gebautenSteppenpflanzen vor. so zusammen mit Juniperus sabina, Lasiogrostis calamagrostis, Melica ciliata, Astragalusonobrvchis etc.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, stellenweise in Mitteleuropa, Süd-russland, Sibirien, Turkestan, Nordpersien, Kaukasusländer.
Ist hinsichtlich der Ausbildung der Grannen, der Grösse und der Breite der Blätter etwas veränderlich:var. orthopögon Aschers, et Graebner. Grannen kräftig; der obere Teil gerade oder doch sehr
wenig hin und her gebogen. — Hie und da.
var. ulopögon Aschers, et Graebner. Grannen dünn, der obere Teil lockenartig gekrümmt. —
Sehr verbreitet.
164. Stipa aristella 1 ) (= Aristella bromoides Bertol, = Agröstis bromoides L.). Kurz-granniges Pfriemengras. Ital.: Forasacco bastardo.
Hat mit der vorigen Art grosse habituelle Aehnlichkeit. Granne der Deckspelzenjedoch gerade, kaum doppelt so lang als die Deckspelze, 1,5 cm lang oder wenig länger.Deckspelzen mit einem sehr kurzen (undeutlichen) behaarten Callus. Blätter graugrün.Blattspreite bis 3 dm lang, am Rande und auf dem Kiele borstlich rauh. Scheiden glatt,nur am Rande bewimpert. Blatthäutchen sehr kurz, zuweilen fast fehlend. Aehrchen4 bis 5 mm lang und wenig über 1 mm breit. — V, VI.
An f elsigen,warmen Orten und auf festem, trockenem, lehmigem Boden. Fehlt in D e u t s c h -land und in der Schweiz gänzlich. In Oesterreich in Istrien, Kroatien (bei Fiume),Dalmatien und in Südtirol (bisher einzig an Kalkfelsen bei Kronmetz [Mezocorona] beobachtet).
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (von Süd-Spanien bis Syrien undTranskaukasien).
LXVI. Lasiogrostis 2 ) Link. Rauhgras.
Rispe mehr oder weniger stark ausgebreitet. Aehrchen seitlich zusammengedrückt.Deckspelzen oberwärts dicht mit langen (bis 4 mm) weissen Haaren besetzt.
Die Gattung steht dei vorigen sehr nahe und wird in neuerer Zeit auch mit ihr vereinigt.
165. Lasiogrostis calamagrostis 3 ) Link (= Stipa calamagrostis Wahlenb., = Calama-grostis argentea Lam. et DC, = Calamagrostis speciösa Host, = Aründo speciösa Schrad.).Silberhaariges Rauhgras. Taf. 25, Fig. 2.60 bis 120 cm hoch, dichte Horste bildend. Grundachse reich verzweigt. Laub-sprosse aufrecht oder knickig aufsteigend, mit spreitenlosen Niederblättern besetzt, 6 bis7 mm breit, trocken borstlich zusammengefaltet. Blatthäutchen fast gänzlich fehlend.Rispe ganz frei, reichährig, mehr oder weniger ausgebreitet, bis fast 3 dm lang, aufrechtoder überhängend. Rispenäste häufig geschlängelt, bis über 10 Aehrchen tragend. Aehrchenseitlich zusammengedrückt, meist 5 bis 15 mm lang gestielt. Hüllspelzen dünnhäutig,3 nervig, nicht in eine feine Spitze verlängert, die untere etwa 9, die obere ca. 7 mm lang(Taf. 25, Fig. 2a), oft violett überlaufen, meist kahl. Deckspelzen 4 bis 5 mm lang,
! ) Deminutiv von lat. arista = Granne, wegen der relativ kurzen Granne.
-) Griech. /.äowg = dicht behaart, rauh, zottig (wegen der langbehaarten Deckspelze) und äyQOOtog(vergl. pag. 222 Anm. 3!).
s ) naXa/ldygaazig bei Dioskorides Name eines der äyQaoTig (siehe pag. 222, Anm. 3!) ähnlichen•Grases, dessen Wurzel dem Rohre (= griechisch xä?.ap,og) gleicht.