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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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hinauf (Ofengebiet im östlichen Bünden bis 1840 m, Wallis bis 1950 m, in Piemont bis2200 m). In Deutschland im nordwestlichen Gebiete inkl. Westfalen und in Sachsengänzlich fehlend, selten in Pommern (noch bei Gartz und Pyritz), im Elsass (Ingersheimer-berg, Florimont), in Schlesien (Nd. - Leschen bei Sprottau, Nieda bei Görlitz undBleiberg), in Baden (Donautal, Istein, Rheinebene bei Breisach, Oberrothweil, Limburg,Barberg bei Vogtsburg und zwischen Friedrichsfeld und Rheinau), Württemberg (amRauenstein bei Irrendorf im Oberamt Tuttlingen), Hohenzollern (Beuron) und Bayern(selten im Jura und in Franken, sowie in der Vorderpfalz von Dürkheim bis Herxheim),sonst in Mitteldeutschland nicht sehr selten. Erreicht in Norddeutschland bei Marien-werder, Graudenz, Kulm, Thorn die Nordostgrenze der Verbreitung.

Diese auffällige Pflanze gehört in Ungarn und in Niederösterreich (z. B. im Marchfelde, im südlichenWienerbecken, um das Leithagebirge, am Abfall des Wienerwaldes von der Donau bis ins Steinsfeld) zu dendominierenden Bestandteilen der sogen, niederösterreichischen Federgrasflur. Neben dieser Art spielen in diesensteppenartigen Pflanzenvereinen vor allem verschiedene Gramineen wie Andropogon gryllus und ischaemum,Stipa capillata, Melica ciliata, Koeleria gracilis und Poa Badensis eine hervorragende Rolle. Von den anderncharakteristischen Gewächsen der Federgrasflur mögen genannt sein: Carex supina, Aliium flavum, Ophrysapifera, Alyssum montanum, Draba nemorosa, Sisymbrium sinapistrum, Berteroa incana, Isatis tinctoria, Violaarenarea, Dictamnus alba, Thesium humile, Seseli annuum, Caucalis daucoides, Turgenia latifolia, Tordyliummaxirnum, Sedum album, Potentilla cinerea, Fragaria collina, Trigonella Monspeliaca, Medicago minima.Armeria vulgaris, Heüotropium Europaeum, Hyssopus officinalis, Stachys rectus, Marrubium vulgare, Teucriumchamaedrys, Verbascum lychnitis, Asperula glauca, Galium Pedemontanum, Achillea nobilis und collina, Artemisiacampestris, Centaurea Rhenana und scabiosa, Crupina vulgaris, Crepis setosa, Scorzonera purpurea. Chondrillajuncea, Lactuca viminea u. s. w. Die Formation ist also äusserst reich an Gräsern, Kräutern und Stauden;eigentliche Sträucher und Bäume fehlen dagegen vollständig.

Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa (nördlich vereinzelt bis Süd-schweden), Algier, Westasien, westliches Sibirien, Afghanistan.

Diese Pflanze ist ziemlich veränderlich und ziemlich formenreich.

subsp. eu-pennäta Aschers, et Graebner. Pflanzen am Grunde der Stengel mit braungrauen, mattenund wenig glänzenden, abgestorbenen Blattscheiden. Stengelblätter fadenförmig, meist nur bis 1, 5 (2) mm breit,mit dicht stehenden Hauptnerven (in der Regel sieben). Deckspelzen meist 15 bis 16 (20) mm lang, schlank,der obere Teil auch am Rande gänzlich kahl; am Grunde der Granne keine Haare. Ziemlich häufig.

Zerfällt in die beiden folgenden Rassen:

a) Joännis Celak. Blätter zusammengerollt, etwas breit, deutlich gefaltet, die stengelständigen mitziemlich leicht ausbreitbarer Spreite, glatt. Blatthäutchen meist schmal, verlängert. Häufig, besonders nörd-lich der Alpen.

Diese Rasse variiert ausserdem in der Grösse und in der Breite der Blätter.

b) ti'rsa Richter (= S. Tirsa Stev. als Art). Blätter fadenförmig borstlich, sehr schmal, oberseitsrinnig, mit haarförmiger Spitze, auf den Nerven höckerig rauh, stengelständige Blätter nicht ausbreitbar. Blatt-häutchen auch an den obersten Blättern sehr kurz, gestutzt, bis ganz verkümmert. In Mitteleuropa selten,bisher nur aus Böhmen (bei Laun, Brüx, Stein-Teinitz, Libsicer Felswand) bekannt. Blüht fast 3 Wochen späterals die übrigen Formen.

subsp. Mediterränea Aschers, et Graebner (= S. pennata var. mediterranea Trin. et Rupr.).Pflanzen am Grunde des Stengels mit grossen, hellgelben, stark glänzenden, oft wie lackiert aussehenden ab-gestorbenen Blattscheiden. Stengelblätter etwa 2,5 mm breit, mit etwas entfernten Hauptnerven (in der Regel 9).Deckspelzen meist 2 bis 2,5 cm lang, ziemlich dick, der übergreifende Rand der Deckspelze bis zur Spitzedicht behaart. Besonders im südlichen Europa; nördlich der Alpen nur vereinzelt beobachtet.

Zerfällt ebenfalls in 2 Rassen:

a) pulcherrima C. Koch (= S. Grafiäna Steven als Art). Pflanze kräftig. Blätter (besonders dieStengelblätter) sehr breit, 1 bis 2,5 mm breit, nur an der Spitze eingerollt. Hüllspelzen sehr lang. Deckspelzen21 bis 24 mm lang, mit bis zum Knie über 9 cm langen Grannen. Haarstreifen der Deckspelzen wenigstensam Rande bis zur Spitze reichend. Besonders im südöstlichen Teile, z. B. vereinzelt in Niederösterreich,Böhmen und Mähren; doch auch im Rheingebiet (vereinzelt bis Kreuznach hinab), in Bayern (bei Regensburg),in Thüringen, bei Halle a. S. usw.

var. hirsüta Aschers, et Graebner (S. Grafiäna var. hirsuta Velen.). Blätter ganz oder doch anden Scheiden mehr oder weniger dicht behaart. Selten in Böhmen beobachtet.

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