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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Ausserdem wird das Mehl als Zusatz zu präparierten Mehlen, zu Chokolade, zur Appretur und Futter, alsEmballage und als Poliermittel (wegen des Kieselsäuregehaltes) verwendet.

Die Gattung Oryza gehört zur Tribus Orjzeae. Aehrchen in Rispen mit spiralig gestelltenAesten, gewöhnlich mit den beiden obern Hüllspelzen abfallend, einblütig. Staubblätter 1 bis 6. Vorspelzemit 1 bis 3 Mittelnerven. Narbe federförmig, an der Seite der Deckspelze hervortretend. Frucht von derSeite her zusammengedrückt. Die Tribus umfasst ca. 37 Arten der Tropen und der gemässigten Zonen, darunterdie Gattungen Phärus (5 Arten im tropischen Amerika, mit breiten, deutlich gestielten Blättern), Zizänia(Z. aquätica L. = Hydropyrum esculentum Link, Wasserhafer, Wasser- oder Tuskarora-Reis aus Nordamerikaund Nordost-Asien, mit lockerer, pyramidenförmiger Rispe, die im obern Teil weiblich, im untern männlich ist,mit 6 Staubblättern. Die Früchte werden als Futter für karpfenartige Fische empfohlen ; sehr selten ist die Pflanzebei uns eingebürgert anzutreffen), Lygeum (L. spärtum L., Steppengras der Mittelmeerländer, mit starrenBlättern, liefert einen Teil des spanischen oder algierischen Esparto, nämlich den E. basto) usw.

LXII. Phälaris 1 ) L. Glanzgras.

Aehrchen meist in dichten, ährenförmigen, seltener in lappigen Rispen, seitlich iiachgedrückt. Erste und zweite Hüllspelze gleichlang, kahnförmig, auf dem Kiel zuweilen häutiggeflügelt. Deckspelze viel breiter als die Vorspelze, beide hart. Schüppchen deutlich.Staubblätter 3. Frucht von der Deck- und Vorspelze eng umschlossen.

Die Gattung umfasst ca. 10 Arten, die besonders im Mittelmeergebiet (P. tuberösa L., aquätica L,,truncäta Guss., minor Retz. etc.) verbreitet sind.

1. Aehrchen in echter, etwas lappiger Rispe, an den Enden der Rispenäste gehäuft; äussere Hüll-spelzen ungeflügelt........................P. arundinacea nr. 156.

1*. Aehrchen in ährenförmig zusammengezogener, kurzköpfiger Rispe; äussere Hüllspelzen deutlichgeflügelt...........................P. Canarie nsis nr. 15/.

156. Phalaris arundinacea 2 ) L. (= Aründo coloräta Ait., = Baldingera coloräta Fl. Wett.,

= B. arundinacea Dum., = Digraphis arundinacea Trin., = Typhoides arundinacea Moench.)

Rohr-Glanzgras. Franz.: Fromenteau, chiendent ruban, herbier. Taf. 24, Fig. 2.

Der Name Glanzgras bezieht sich auf die glänzenden, rötlich schimmernden Deckspelzen unsererArt. Wohl wegen der scharfen, schneidenden Blätter heisst die Pflanze in St. Gallen (Schweiz) auch Schnied-gras. Die Benennung Piepenschulp [= PfeifenschilfJ (Mecklenburg) dürfte davon herrühren, dass sich dieHalme dieses Grases zur Anfertigung von Hirtenpfeifen vorzüglich eignen. Vielfach führt das Glanzgras die-selben Bezeichnungen wie andere im Habitus einigermassen ähnliche, wasserliebende Gräser, z. B. Leist(Hannover: Steinhuder Meer) [vergl. Glyceria aquätica!]. Die Namen Militz, Milentz, die das Gras besondersim Handel führt, leiten sich vielleicht aus der polnischen Benennung Mielec ab.Da es an den Wiesen an derHavel häufig ist, trägt es dort auch den Namen H a vel-Mili tz. In Gottschee(Krain) heisst unser Gras Wukshbanz.

Ausdauerndes, 0,5 bis 3 m hohes Gras, mit unterirdisch kriechenden Ausläufern, die ineinzelnstehende, oberirdische Halme endigen. Stengel rohrartig, derb, steif aufrecht, glänzend,ganz glatt (nur in der Rispe wenigstens oberwärts rauh), am Grunde mit bräunlichen,spreitenlosen Niederblättern besetzt. Blätter ziemlich breit (8 bis 15 [20] mm), zugespitzt,oberwärts und am Rande meist schwach vorwärts rauh, oberwärts die Knoten unbedecktlassend. Scheiden in der Knospe gerollt, mit weisshäutigen Rändern, glatt oder die unternetwas rauh. Blatthäutchen länglich, bis 6 mm lang, abgestutzt bis zugespitzt, haut-artig, meist stark zerschlitzt. Rispe gross, straussförmig, 1 bis 2 dm lang, zur Blütezeitweit ausgebreitet, vor- und nachher zusammengezogen, von bleichgrüner bis rötlicher Färbung,mit bis 5 cm langen Aesten und vielen Aehrchen. Aehrchen 1 blutig, sehr kurz gestielt. UntereHüllspelze länglich-lanzettlich zugespitzt, obere mit weissen Haaren besetzt, viel kürzer (kaum1 mm lang) als die eiförmige, glänzende, oberwärts und besonders am Kiele behaarte Deck-spelze. Frucht klein (ca. 2 mm lang), von der Deck- und Vorspelze fest eingeschlossen. VI, VII.

! ) q>a/.a.gig Name eines Grases (Phalaris bulbosa L. ?) bei Dioskorides. Wohl von <pa?.agög (zu cpäa =leuchte) = glänzend, wegen der glänzenden Spelzen.

-) Lat. aründo = Schilfrohr, wegen der Aehnlichkeit unserer Art mit dem Schilfrohr (siehe dort).