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Ist hinsichtlich der Granne und der Blätter etwas veränderlich. — Ziemlich häufig.
var. longisetum Doli. Dritte Hüllspelze lang begrannt.
var. brevisetum Doli. Dritte Hüllspelze stachelspitzig oder kurz begrannt. — Häufig.
var. angustif ölium Doli. Blätter schmal, ca. 4 mm breit, von mehreren deutlichen, weisslichenNerven durchzogen. — Selten.
var. H 6 s t i i Richter. Rispenäste nicht oder wenig verzweigt. Aehrchen grösser. — Selten an feuchten Orten.
Ausserdem werden gelegentlich verwildert angetroffen:
Panicum capillare L. Haarstielige Rispe. Rispe ausgebreitet, mit steifen, haarfeinen Aesten.Aehrchen alle gestielt. Scheinfrüchte ca. 1 '/2 mm lang. Steht P. miliaceum sehr nahe. — Hie und da aufKleeäckern, an Bahnhöfen vi. s. w. verwildert. Wird in verschiedenen Formen in der Gärtnerei, besonders zuDauerbuketts, verwendet.
Panicum colönum L. Wohl nur eine Unterart von P. crus galli mit wehrlosen Hüllspelzen undbraun gebänderten Blättern. Heimat: Wärmere Gebiete der ganzen Erde, auch in Spanien und im südlichenItalien. — Auf Kaffeeabfällen unweit Blankenese bei Hamburg beobachtet.
Ausserdem sind schon vereinzelt verschleppt beobachtet worden: P. vaginatum Gren. et Godr.,P. racemösum Spr. (aus Peru), P. dichötomum L. (Nordamerika), P. amplexif ölium Höchst. (Habesch),P. cruciförme Sibth. et Sm. verwandt mit P. crus galli (Mittelmeerländer), P. compressum Bivona(Sizilien), P. s cribnerianu m Lam. (Nordamerika), P. repens L. (Mittelmeergebiet) und P. proli-ferum Lam. (Nordamerika).
LLX. Hoplfsmenus 1 ) Pal. Grannenhirse.
Die Gattung mit 4 Arten ist in den Tropen und Subtropen (eine Art bis Südeuropa) verbreitet.
Fig. 87. Hoplismenus undulati-folius Pal. a Habitus, b Aehrchen-büschel. c Einzelnes Aehrchen. d Un-terste Hüllspelze, e Obere Hüllspelze.
149. Hoplismenus undulatifölius 2 ) (Ard.) Pal. (= Panicum
undulatifölium Ard., = Orthopögon undulatifölius Spr.,
= Oplismenus undulatifölius P. B.). Welligblättrige
Grannen hirse. Fig. 87.
Ausdauernde, zarte Pflanze. Stengel weithin kriechend,an den Knoten wurzelnd, bis über 1 m lang, mit kurzenStengelgliedern. Blätter hellgrün. Blattspreite eiförmig-elliptisch, 3 bis 5 cm lang, 1 bis 1,5 cm breit, /nervig,am Rande wellig und wie oberseits rauh. Blattscheiden eng,lang seidig bewimpert. Aehrchen in oft etwas rispigen,rechtwinklig abstehenden Büscheln, an der einfachen Spindelentfernt stehend (Fig. 87 b). Rispenachse dicht behaart.Aehrchen ca. 4 mm lang, hellgrün, eiförmig-lanzettlich, ein-blütig. Hüllspelzen weich behaart, alle mit langer, stumpfer,braunroter bis schwarzer, klebriger Granne; unterste amlängsten (bis über 1 cm) begrannt. Deck- und Vorspelzenweiss, kahl und unbegrannt. — VII bis X.
Vereinzelt an feuchten, humosen Stellen der Wälder,in Erlenauen und an Hecken; nur am Südfusse der Alpen.
In Oesterreich einzig in Istrien und vereinzelt inSüdtirol (südlich der Niederlaner Au bei Meran, 300 m,um Bozen an einigen Stellen, zwischen Grigno und Tezze).In der Schweiz einzig im südlichen Tessin.
*) Gr. ön/.lOßevog = Bewaffneter (gr. ÖSlMtßW = bewaffnen); nach der Begrannung der Hüllspelzen.2 ) Lat. undulätus (lat. ünda = Welle) = wellenförmig, lat. fölium = Blatt; nach dem am Randewellenförmig gebogenen Blättern.