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kultivierte Form. Die Vegetationszeit ist kurz, 135 bis 140 Tage. Eine in Gärten oft gezogene Spielart mitlängsgestreiften Blättern ist die subf. vittäta hört. (= f. Japönica Körnicke).
f. dentiförmis Körnicke. Pferdezahnmais. Kolben vielreihig. Früchte glatt, an der mehr oderweniger abgestutzten Spitze etwas eingedrückt. Bei der subf. leucödon Alef. sind die Körner weiss. — Hieund da als Grünfutter oder Körnerfrucht gebaut.
f. microsperma Körnicke. Hühner-, Perl-oder Büschelmais; franz.: mais ü bouquet. Kolben klein,meist ziemlieh zahlreich (6 bis 8), zierlich, schlank, dicht. Früchte klein, glatt, bis 6 mm lang, an der Spitze'und, glasig, sehr stark glänzend, an Glasperlen erinnernd. — Stammt aus Philadelphia; wird in Südeuropagerne zur Geflügelfütterung kultiviert.
Ausserdem werden in Europa noch die folgenden Maisrassen kultiviert: f. caesia, gracillima, multicolor,oryzoides und Philippi, versicolor, Americana, Cinquantino, Tiroler Cinquantino, cryptosperma, Alcsuther früher,Badener, Canstatter. pignoletto, foveolata, variegata, yellow, nanerottolo, novobaracensis, (fructu flavo et fructuü'acino), Szekler, translucens, tuscana, xanthornis etc. In den Etschniederungen in Südtirol existiert eine früh-reifende Spielart, Nacheiler oder „Quarantino", die nach der Ernte des Wintergetreides als zweite Fruchtgepflanzt wird.
Vielfach werden einzelne Formen in der Landschaftsgärtnerei als Einfassung von grossen Gruppen■verwendet und bei Blattpflanzen-Gruppen benützt. Ebenso sind kräftige Einzelpflanzen oder in kleinen Gruppenv o n japanischem oder Bandmais (f. vittäta) für Rasenplätze sehr geeignet, besonders wenn sie noch mit rot-oder purpurblätterigen Pflanzen (Amaräntus, Perilla Nankinensis) oder mit rot- oder violettblühenden Blumen-P'lanzen (Petunien) umgeben werden.
Der männliche Blütenstand beginnt bereits zu stäuben, bevor die Narben (an derselben Pflanze) entwickelts ind. Doch dauert das Stäuben so lang fort, bis sich die Narben entwickelthaben. Den Früchten kommen keine Verbreitungsmittel zu: vermutlich sind'linen dieselben im Laufe der Zeit durch die Kultur verloren gegangen.
Kolben und Stengel werden gerne von einem Brandpilz (Ustilägo MaysZeae P. Magnus) eigentümlich verändert; sie werden schwarz und platzen auf.
Nicht selten können beim Mais monströse Formen beobachtetVerden. Häufig ist eine Verästelung der Kolben, handförmig zusammen-gesetzte Kolben („Tatzentürken'' bei Meran geheissen). Seltener treten amKolben dünne Aeste auf oder der Kolben ist vollständig in Rispen aufgelöst(Rückschlag zu der Stammform mit verzweigtem weiblichem Blütenstand).Zuweilen können auch weibliche Aehrchen in der männlichen Rispe beob-achtet werden; seltener sind dagegen männliche oder zweigeschlechtliche"lüten in den weiblichen Kolben anzutreffen. Ausserdem können gelegent-lich Verbänderungen der Kolben oder der ganzen Pflanze auftreten. Aucheine Vergrünung der weiblichen Blüte ist schon konstatiert worden.
Eine auffällige Pflanze, die ebenfalls zu den Maydeen gehört, istdas Hiobs-Tränengras (Co ix lacryma Jöbi L.), auch Moses-, Christus-°der Marien-Tränengras, in Tirol „Josephszacher" (mittelhochdeutsch Zäher =Zähre, Träne) geheissen. Franz.: Larmilles, herbe ä chapelets; ital.: Lacrima di('lob; engl.: Job's tears. Die Pflanze (Fig. 82) ist einjährig, bis über 1 m hoch,mit aufrechtem, verzweigtem, glattem Stengel. Blütenstände achselständig mitl e 1 bis 2 kurzen, in elfenbein- oder porzellanartige, an der Spitze durchlöcherte,krugförmige bis fast kugelige, harte Gehäuse eingeschlossenen, weiblichenAehrchen und mit je einer aus der oberen Oeffnung des Gehäuses heraus-wachsenden Scheinähre mit wenigen männlichen Aehrchenpaaren. Das Gehäusew ird aus dem Scheidenteil des Tragblattes des weiblichen Blütenstandes gebildet,ls t nach Glanz und Härte den Perlen ähnlich und von verschiedener Farbe,nr n häufigsten flachsgrau bis graulichweiss. Das Gras ist in der ganzen1 i'openzone verbreitet, wird aber wegen seiner eigentümlichen ScheinfrüchteZeilenweise (besonders in wärmeren Gegenden) als Zierpflanze kultiviert.Aus den Früchten werden zierliche Halsbänder, in katholischen Ländern- ähnlich wie bei Cänna Indica — auch Rosenkränze hergestellt. Früherwurden der Pflanze auch allerlei Heilkräfte zugeschrieben. Noch heutzutage3 udet sie in den Tropen einen beliebten Schmuck der Eingeborenen. In
China wird sie kultiviert, weil die Früchte als diuretisches und antiphthisi- Fig-«. Co ix lacryma JobiL./ObererSi-liBc ,,... , , Teil der Pflanze. 2 Blutenstand. 3 Zwei
lc!l -Mittel gelten. Im östlichen Asien dienen diese auch als Nahrung. männliche Aehrchen.