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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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glänzend, aussen meist dunkelgelb, seltener rot, braun oder grün, rundlich nierenförmig rhinterseits etwas abgeflacht, an der markigen Spindel in 8 bis 16, paarweise genäherten, senk-recht verlaufenden Längsreihen angeordnet, meistens mit verkümmerten Spelzen (vgl. f.tunicata). VII bis Herbst.

Die Heimat der Maispflanze ist wahrscheinlich in Mexiko oder Guatemala, wo sichauch die nahe verwandte Gattung Euchlaena vorfindet (weibliche Aehren aber frei, nicht

zu einem Kolben vereinigt), zu suchen. In Amerika war siebereits in vorkolumbianischer Zeit von Peru bis zu den heutigenVereinigten Staaten eine verbreitete Getreidepflanze.

Seit der Entdeckung von Amerika hat sich der Anbau der Maispflanzeüber die wärmere Zone der östlichen Erdhälfte verbreitet; sie wurde 1520von Westindien nach Spanien gebracht. Im südlichen und z. T. östlichenEuropa wird der Mais bis in die wärmeren Alpentäler (Föhngebiete und bisan den Fuss der Karpaten) als Körnerfrucht, im mittleren Europa (auch inder Nordschweiz) als Futterpflanze gezogen. In den Alpentälern trifft manstellenweise bis ca. 1000 m (im Inntal oberhalb Pfunds, 1030 m, im Vintsch-gau bis Mals, 1050 m, oberhalb Siffian in Südtirol bis 1050 m, in Bündenbis Thusis, 700 m und bis oberhalb Bonaduz) ausgedehnte Maisfelder an; inhöheren Lagen wird der Mais allerdings nur noch als Grünfutter gebaut.Aus Tirol wird Zea mays bereits bei Matthioli in den Jahren 1565 und1585 erwähnt, jedoch noch nicht als einheimische Nutzpflanze. Um Bozenwurde die Maiskultur erst gegen 1800 allgemeiner nach Rodung der Auenund Trockenlegung der Sümpfe längs der Etsch; überhaupt nahm der Anbau,der Maispflanze im Tirol ziemlich spät, in den Jahren 1809 bis 1839 stärkerzu. Das sehr nahrhafte Mehl dieser Körnerfrucht wird besonders imSüden massenhaft zu Brei (Polenta) gekocht (dessen ausschliesslicherGenuss jedoch Hautkrankheiten [Pellagra] erzeugen soll), zu Kuchen (Tor-tillas) oder seltener mit Weizenmehl gemengt zu Brot gebacken. Aus denFrüchten bereiten die Eingeborenen von Südamerika ein geistiges Getränk(Chicha); ein anderes wird in Mexiko durch Vergährung des ausgepressten.sehr zuckerhaltigen Saftes gewonnen. Die gekochten Früchte geben einevortreffliche Mast für Schweine und Geflügel. Die ganze Pflanze (selbstdas Stroh) liefert ein vorzügliches Viehfutter. Die Kolbenscheiden dienenzur Papierfabrikation, sowie zu Hüten, Matten und als Füllmaterial. InAmerika wurde schon versucht, aus der Pflanze Zucker zu gewinnen. DieMaisstärke ersetzt in Nordamerika die Weizenstärke, wird aber auch ineinigen europäischen Ländern (z. B. in Ungarn) fabrikmässig hergestellt.Das sog. Maisöl (ein fettes Oel) wird in der Seifenfabrikation und zutechnischen Zwecken als Maschinen- und Brennöl verwendet.Nach der Form, der Grösse und der Farbe der Früchte wird eine grosse Zahl (ca. 70) von Formenunterschieden (Taf. 22, Fig. la), von denen auch einige beliebte Zierpflanzen geworden sind.

f. tunicata Larranhaga. Balgmais. Spelzen der weiblichen Aehrchen krautig; die Früchte bei derReife völlig einschliessend. Selten bei uns.

Bei den übrigen Formen sind die Früchte bei der Reife vollkommen frei und die Hüllspelzen kurz,,fleischig häutig.

f. saccharäta Körnicke et Werner. Früchte stark geschrumpft, durchscheinend, unregelmässig,leicht ausfallend (keine reine Stärke enthaltend). Bei uns selten kultiviert.

f. excellens Alef. Cuzco-Mais. Kolben und Früchte sehr gross. Früchte glatt, bis 2.5 cm lang,stark zusammengedrückt, bis 1,8 cm breit und 6 bis 7 mm dick, an der Spitze meist gerundet. Stammt vonCuzco in Peru.

f. acuminäta Körnicke. Spitzkörniger Mais oder Schnabelmais. Früchte ca. 1,5 cm lang, glatt,zugespitzt, oft stechend, gelb oder rot. Selten.

f. vulgaris Körnicke. Kolben meist mit 8 Reihen von Früchten; diese glatt, schwach zusammen-gedrückt, an der Spitze gerundet, verschiedenfarbig, meist gelb (subf. vulgä ta Körnicke) in BündenRhein-talermais" gehelssen weiss (subf. alba Alef.) oder rotviolett (subf. rubra Bonaf.). Die bei uns am meisten

Fig. 81. Oberer Teil einer Maispilanze.a Partie der männlichen Blütenrispe.