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chophyllum, Sesleria caerulea (auch in der Ebene), Sesleria ovata und sphaerocephala, Poa Cenisia, caesia undlaxa, Festuca alpina, Halleri, pumila und varia), Avena Parlatorei. Im Alpenerlen- und Alpenrosengebüschbegegnet man häufig den folgenden Gräsern: Calamagrostis tenella, villosa und varia, Deschampsia flexuosa,Festuca rubra und Poa Chaixii. Gross ist endlich die Zahl der Gräser (darunter viele Einjährige), die aufRuderalstellen, auf Acker-, Garten- und Brachland, auf Gemüsefeldern, an Mauern, Wegränden, auf Strassen-Pflaster, Oedland, auf dem Bahnkörper, auf Exerzier- und Dorfplätzen, an Zäunen u. s. w. auftreten. Zu dengewöhnlicheren und häufigeren Arten zählen veschiedene Panicum- und Setaria-Arten, Cynodon dactylon, einigeEragrostis-Arten, Poa annua, bulbosa und compressa, einige Bromus-Arten, Agropyrum repens, Hordeum murinum,Sclerochloa dura (im Süden besonders [auf festgetretenen, tonigen Wegen), Vulpia-Arten (seltener), Scleropoarigida (selten im Süden) u. s. w. Wieder andere Gräser erscheinen als Unkräuter in Getreidefeldern und inKulturwiesen, so Agrostis spica venti, verschiedene Bromus-Arten (B. secalinus, multiflorus, commutatus rsquarrosus), Cynosurus echinatus (im Süden), Lolium temulentum, Avena fatua, strigosa u. s. w. Ausserdemwerden zahlreiche Gramineen als Zierpflanzen (siehe unten), als Futterpflanzen (Getreidearten, Lolium multiflorum)oder als Vogelfutter (Phalaris Canariensis, Setaria Italica) bei uns gehalten, welche alle leicht verwildernkönnen. Auch mit ausländischen Sämereien werden häufig einzelne Gramineen eingeschleppt und haben sichstellenweise bei uns ziemlich eingebürgert, so z. B. Anthoxanthum aristatum aus dem Mittelmeergebiet (inXordwestdeutschland, besonders auf der Lüneburgerheide, seit ca. 1805—13 eingebürgert), Panicum miliaceum»C'rypsis alopecuroides, Eleusine Indica und Coracana, Cenchrus tribuloides, Sporolobus Indiens, Melica altissima,.Hordeum jubatum (Ziergras), Elymus caput medusae, Briza maxima u. s. w.
Verschiedene, meist ausländische Süssgräser werden bei uns häufig als Zierpflanzen, z. T. auch alsSchnittgräser für Trockenbouquets kultiviert, so einige Bambuseen (Phyllostac.hys, Arundinaria, Bambusa), dasHiobs-Tränengras (Coix lacryma Jobi L. Fig. 82), Zuckerrohr (Warmhauspflanze), Sorghum Halepense Pers. undS. vulgare Pers., Panicum capillare L. und plicatum Lam. (letzteres wenig empfindliche Stubenpflanze), Pennisetumv illosum R. Br., giganteum Regel, latifolium Spr. und Japonicum Trin., alles prächtige und majestätische Pflanzen,Stipa-Arten, das Hasenschwanzgras (Lagurus ovatus L.), das prächtige Pampasgras aus Südbrasilien und Argen-tinien (Gynerium argenteum Xees) mit sehr grosser, dichter und silberweisser Blütenrispe (mehr im Süden), dasitalienische Rohr (Arundo donaxL. aus Südeuropa; gelangt aber bei uns nicht zur Blüte), Lamarckia aurea MoenchrZea mays, Briza maxima L., Uniola latifolia L. aus Nordamerika mit eigentümlich zusammengedrücktenAehrchen, verschiedene Gerstenarten, besonders die Mähnen-Gerste (Hordeum jubatum L. aus Nordamerika),beliebt für Einfassungen u. s. w.
1. Blüten einhäusig. Männliche Blüten in einer endständigen Rispe, weibliche Blüten in dicken, vonScheiden umschlossenen, achselständigen Kolben ..................Zea LIV.
1*. Blüten zwitterig oder eingeschlechtig, niemals die männlichen zu einem besonderen Blütenstandvereinigt.................................... 2.
2. Aehrchen ungestielt oder auf ganz kurzen, unverzweigten Stielen direkt der Aehrenspindel aufsitzend,in einfachen oder zusammengesetzten Aehren, Scheinähren oder Scheinrispen........... 3.
2*. Aehren in Rispen auf längeren oder kürzeren verzweigten Stielen, seltener auf unverzweigtenstielen (im letzteren Falle sind diese verlängert)......................24.
3. Aehren oder Scheinähren einfach, normal einzeln an der Spitze des Stengels. Spindel unverzweigt.Farben ungefärbt................................. 4.
3*. Aehren zusammengesetzt, zu mehreren an der Spitze des Stengels mehr oder weniger starkfingerförmig angeordnet...............................20.
4. Aehren einseitswendig.......................... 5.
4*. Aehren stets zweiseits- oder allseitswendig................... 8.
5. Aehrchen in entfernt stehenden, einseitswendigen Büscheln. Blätter eilanzettlich. Blattscheidenlang wimperhaarig .........................Hoplismenus LIX.
5*. Blattscheiden kahl, nicht wimperig behaart. Blätter schmal-lanzettlich oder lineal, niemalsei-lanzettlich................................... 6.
6. Hüllspelzen fehlend. Fruchtknoten mit einer Narbe; diese aus der Spitze der Blüte hervortretend.Blätter steif borstig...........................Nardus CX1V.
6*. Hüllspelzen und Deckspelzen ausgebildet.................... 7.
7. Aehrchen linealisch-pfriemlich, einblütig, bläulich, unbegrannt. Einjähriges, kleines Gras.
Mibora LXXII.7*. Aehrchen elliptisch, mehrblütig, rötlich. Deckspelzen begrannt oder unbegrannt. Festuca (z.T.) CX.
8. Untere Aehrchen männlich, dachziegelartig sich deckend, unbegrannt, obere männlich und zwitterig,die zwitterigen mit langer (6 bis 12 cm), kräftiger, braun behaarter Granne Andropogon contortus nr. 142.
8*. Alle Aehrchen zwitterig, unbegrannt oder dann mit kahler Granne..........9.