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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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gebogen (Melica uninora, Festuca silvatica, Bromus asper und racemosus, Agropyrum caninum, Brachypodium silva-ticum, Milium effusum, Calamagrostis epigeios, Elymus Europaeus). Gegenüber den physikalisch-chemischen Eigen-schaften des Bodens erweist sich eine grössere Zahl von Arten ziemlich indifferent, während andere Arten alssehr wählerisch zu bezeichnen sind. So sind einige Gräser ausgesprochen kalkfliehend (Sesleria disticha,Festuca Halleri und Lachenalii, Poa laxa, Aira caryophyllea, Mibora minima. Arena versicolor. Deschampsiaflexuosa, Weingaertneria canescens), andere dagegen stark kalkliebend (Phleum Michelii, Sesleria caerulea undsphaerocephala, Melica ciliata, Poa Cenisia, minor und pumila, Festuca rupicaprina und pulchella. Stipa pennata,Lasiogrostis calamagrostis). Wieder andere bevorzugen einen sandigen Boden (Phleum arenarium, Wein-gaertneria, Anthoxanthum aristatum, Tragus racemosus, Vulpia mvurus und dertonensis, Scleropa rigida.Koeleria glauca, Aira caryophyllea, Agrostis spica venu u. s. w.), während einige wenige Arten mit Vorliebeauf salzhaltigen Strandwiesen vorkommen (Festuca thalassica, Hordeum secalinum und maritimum. Atropisdistans; letztere Art gerne auch auf stark jauchegetränkten Böden). Eine grosse Zahl von Wiesengräserngehört zu den wichtigsten Futterpflanzen (genauere Angaben über den Futterwert siehe bei den einzelnen Arten).Die einen bevorzugen die Fettmatten, die anderen die nicht oder wenig gedüngten Magermatten. Die wich-tigsten Futtergräser des Tieflandes sind die folgenden: das gemeine Ruchgras (Anthoxanthum odoratum), dasTimotheusgras (Phleum pratense), der Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) gerne auf etwas feuchtenFettmatten", das weisse Straussgras oder Fioringras (Agrostis alba), das rote Straussgras (Agrostis vulgaris),das wollige Honiggras (Holcus lanatus), der Goldhafer (Trisetum flavescens), der hohe Glatthafer oder das fran-zösische Raygras (Arrhenatherum elatius) auf Fettwiesen, der Flaum-Hafer (Avena pubescens) auf trockenenFettmatten, der Wiesen-Hafer (Avena pratensis) auf trockenen, sonnigen Magermatten, der Dreizahn (Sieglingiadecumbens) ziemlich selten auf Magermatten, besonders in der Bergregion, das Besenried oder Pfeifengras (Moliniacaerulea) auf spät geschnittenen Wiesen, auch als Streuegras gebaut, die Kammschmiele (Koeleria cristata) auftrockenen Magermatten, das Zittergras (Briza media), das gemeine Knäuelgras (Dactylis glomerata), dasgemeine Kammgras (Cynosurus cristatus), das Wiesen-Rispengras (Poa pratensis), der Schaf-Schwingel (Festucaovina, in verschiedenen Formen) besonders auf trockenen Wiesen, der Rotschwingel (Festuca rubra), der Wiesen-schwingel (Festuca pratensis) auf Fettmatten, der Rohrschwingel (Festuca arundinacea) besonders auf nasse::Wiesen, die Berg-Trespe (Bromus erectus) auf trockenen Magermatten, die Fieder-Zwenke (Brachvpodiumpinnatum) auf trockenen sonnigen Magermatten und der ausdauernde Lolch oder das englische Ravgras (Loliumperenne). Für die Beurteilung eines Grases nach seinem Wert als Futterpflanze sind die Blätter sehr wichtig.Stark behaarte Blätter werden vom Vieh ungern genommen (wolliges Honiggras). Ebenso sind steife, zähe,derbe und stark ve:kieselte Blätter (die Gräser zeigen ganz allgemein eine Verkieselung der Oberhaut allerOrgane) schlechte oder doch minderwertige Futtergräser (Borstengras, Schafschwingel). Der Nährstoffgehaltder Blätter ist bedeutend grösser als der der Halme. Je stärker also die Blattentwicklung bei einem Graseist, desto besser ist die Qualität des Futters.

Zu den besten Futterpflanzen der alpinen Weiden und Matten gehören teils eigentlich alpine Arten,teils auch Gräser des Tieflandes, die im Gebirge hoch hinaufsteigen. So zeigte der Goldhafer auf einer Fett-matte der Riffelalp (Wallis) bei 2237 m noch Halme von 1 m Höhe. Zu der ersten Gruppe gehört das Alpen-Lieschgras (Phleum alpinum), Matten-Lieschgras (Phleum Michelii), das Alpen- und das Felsenstraussgras (Agrostisalpina und rupestris), der Zwerg-Schwingel (Festuca pumila), der Gemsen-Schwingel (Festuca rupicaprina).der schöne Schwingel (Festuca pulchella), das bunte Hafergras (Avena versicolor), das Alpen-Rispengras oderdie Romeye (Poa alpina), das zu den geschätztesten Futterpflanzen der gedüngten Alpenmatten und Weidengehört und von den Aelplern ohne Ausnahme neben die Muttern oder Madaun (Ligusticum oder Meum mutellinajund den Alpen-Wegerich (Plantago alpina) gestellt wird; zu der letzten Gruppe zählt der Goldhafer, der Wiesen-Fuchsschwanz, das Ruchgras, Zittergras, die Rasenschmiele, das gemeine Straussgras, der dichtrasige Rot-schwingel (Festuca rubra var. fallax). Von den wichtigsten Streuegräsern, die auch häufig angepflanzt werden,mögen das Glanzgras (Phalaris arundinacea), das Schilfrohr (Phragmites communis), der Wasserschwaden(Glyceria spectabilis), sowie das Pfeifengras (Molinia caerulea) genannt werden. Die übrigen Süssgrässer habenals Streuepflanzen weniger Bedeutung und stehen hinter den Scheingräsern bedeutend zurück. Poa trivialis is:ein gefürchtetes Unkraut fetter Streuewiesen. Eine grössere Anzahl von Gräsern ist stark feuchtigkeitsliebend;sie kommen an Ufern, in Sümpfen, in Lachen, in Bächen, Gräben, Torflöchern vor und erzeugen oft eigen-tümliche Wuchs- oder Blattformen. Zu dieser Gruppe gehören: Coleanthus subtilis (selten in Böhmen, Mährenetc., häufig und nur periodisch auftretend), Oryza clandestina (gerne an den Zugstrassen von Wasservögeln),Phalaris arundinacea, Deschampsia caespitosa, Phragmites communis, Catabrosa aquatica (gerne in Strassen-gräben), Graphephorum arundinaceum (zerstreut in Norddeutschland), Poa palustris, Glyceria-Arten, Festuca arun-dinacea, Alopecurus fulvus und geniculatus etc. Als Felsenpflanzen spielen verschiedene Gräser besonders inder alpinen Region eine hervorragende Rolle und sind in Felsspalten, auf Bergkämmen, Rutschstellen, auf Geröll-feldern, auf Moränen und in Gesteinsschutt häufig anzutreffen, so Agrostis alpina und rupestris, Trisetum disti-

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