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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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und klebrig (Hoplismenus undulatifolius), stark zusammengedrückt, bandartig, gedreht (Avenapratensis), zuweilen bunt, braungelb und violett gescheckt (Avena versicolor), häufig nichtlanger als die Deckspelze, seltener länger als dieselbe (bei Stipa capillata 10 bis 15 cm,Dei Stipa pennata 20 bis 30 cm lang). Deckspelzen zuweilen bis auf die Granne reduziert(Andropogon ischaemum, Taf. 21, Fig. 17). Deckspelzen in ihren Achseln sehr kurze, faststets mit einem zweikieligen VorblatteVorspelze" (früher auchobere Kronspelze'-IJeheissen, palea oder valvula superior) beginnende und mit einer Blüte abschliessendeZweiglein tragend. Das Ende der Aehrenspindel ist nicht selten jenseits der obersten Blütenoch sichtbar (Phleum Michelii und Böhmeri, Calamagrostis etc.) oder es verkümmert früh-zeitig. Vorspelze der Achse des Aehrchens zugewandt (adossiert), ein Doppelblatt dar-stellend (Streptochaeta besitzt 2 getrennte Vorblätter). Vorspelze zuweilen fehlend oder ver-kümmert (Agrostis-Arten), oft verhärtend. Zahl der Blüten in einem Aehrchen sehr verschieden.Aehrchen 1 bis vielblütig (1 blutig bei Stipa, Milium, Lasiogrostis, Phleum, 2 blutig bei Aira,Holcus, Seeale, Catabrosa, 2 bis 6 blutig Avena, 10 bis 20 blutig Eragrostis). Blüten zwitterig,einzelne eingeschlechtig (bei Andropogon ist in dem 2 blutigen Aehrchen die eine Blütezwitterig, die andere männlich. Taf. 21, Fig. 17). oder verkümmert (Melica). Perigon starkreduziert. Fast stets ist nur der innere Kreis und auch von diesem meist nur die beidenseitlichen Blättchen als kleine, zuweilen bis auf den Grund gespaltene (Taf. 21, Fig. 21) Schüpp-chen (lodiculae) ausgebildet. Zur Zeit der Anthese schwellen dieselben stark an und treiben'^eck- und Vorspelze voneinander. Bei einigen Gattungen, wo die Spelzen bei der Anthesesich nicht voneinander entfernen, fehlen diese fast gänzlich. Selten ist noch ein drittes, hinteresSchüppchen entwickelt (Stipa, Taf. 21, Fig. 22, verschiedene Bambuseen); ausserdem kommenö und noch mehr (Ochlandra) oder aber auch nur 1 Schüppchen (Melica) vor. Staubblättermeist 3, dem äusseren mit dem Perigon abwechselnden Kreis angehörend. Vereinzelt istein typisch 2 gliedriger Wirtel mit 2 Staubblättern (Anthoxanthum, Hierochloe, Crvpsis-Taf. 28, Fig. 15) oder nur 1 Staubblatt (Vulpia, Taf. 29, Fig. 16, Uniola, Cinna) ausgebildet.Wie und da (bei ausländischen Arten) ist auch der innere Staubblattkreis entwickelt; Zahlder Staubblätter dann 6 und mehr (Orvza sativa [Taf. 21, Fig. 14], Zizania, Bambusa).Staubblätter in der geschlossenen Blüte kurz, später beim Aufblühen sich stark streckendund sich verlängernd. Staubbeutel länglich, meist schmal-lineal, mit sehr dünnem Connectivund in der Regel versatil, d. h. der Staubfaden ist unterhalb der Mitte (in 1 / i oder 1 /a Länge desStaubbeutels) mit verdünntem Ende befestigt. Dadurch wird das Ausstreuen des Pollensdurch den Wind wesentlich begünstigt. Selten sind die Staubbeutel basifix, d. h. amGrunde mit dem Staubfaden verbunden (Coleanthus). Oeffnen der Pollen-Säcke meist durchLängsspalten, seltener (Andropogon, Taf. 21, Fig. 17) durch ein Loch unter der Spitze,das sich später oft in eine Spalte fortsetzt. Pollen sehr feinkörnig, kugelig und voll-kommen glatt; wird stets (mit Ausnahme der kleistogamen Formen) in reichlicher MengeProduziert (Windbestäubung). Fruchtblatt bei unseren Arten immer nur eins, vor derLeckspelze stets median nach vorn stehend. Narben häufig direkt auf dem Fruchtknotensitzend, meistens 2, seitlich stehend; seltener ist nur eine einzige mediane (Taf. 21, Fig. 18),oder aber 3 (Bambuseen, zuweilen Briza media) entwickelt. Hie und da stehen die Narbenauf gemeinsamem Griffel (z. B. Coix, Taf. 21, Fig. 30). Narben mit eigentümlichen, oftbunt gefärbten (z. B. dunkelrot bei Molinia caerulea, hellrot bei Panicum crus galli), meistverlängerten und verzweigten Papillen versehen. Sind diese an der Narbe in zwei Längs-reihen angeordnet, so nennt man die Narbe federförmig (stigma plumosum) [Taf. 21, Fig. 6|.Sie treten dann gewöhnlich seitlich zwischen der Deck- und Vorspelze aus der Blüte her-vor. Stehen die Papillen nach allen Seiten nach Art eines Flaschenputzers ab, so nenntman die Narbe sprengwedelförmig (stigma aspergilliforme, Taf. 21, Fig. 19). Eine sehr