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blatte beginnend. Laubblatt aus Blattscheide, Blatthäutchen und Blattßäche oder Spreitebestehend; seltener bei einigen breitblätterigen, tropischen Gräsern (Pharus, viele Bambuseen)mi t echten Blattstielen. Nieder- und Vorblätter stets ohne Spreite; auch bei den Hoch-blättern (hier Spelzen geheissen) häufig fehlend oder zu einem schmalen, borstenförmigen, zu-weilen geknickten und gedrehten Anhängsel (Granne) umgewandelt. Blattscheide bei derMehrzahl der Gräser bis zum Grnnd gespalten, mit übergreifenden Rändern; bei der Minder-zahl sind die Blattscheiden mehr oder weniger vollkommen geschlossen und die Ränderverwachsen (Briza, Melica, Dactylis, Poa pratensis, alpina, Glyceria fluitans etc.). Nach-träglichkönnen sie allerdings durch Hinausdrängen der Blütenstände zuweilen gesprengt werden.Da das Wachstum der Blattscheide jenem des darüber liegenden Internodiums bedeutendvorauseilt, wird die Scheide zu einem wichtigen Schutzorgan und zugleich zur Führungsrichtungfür die jungen Internodien. An der Trennungsstelle zwischen Spreite und Scheide istmeistens als deutlicher häutiger Vorsprung das Blatthäutchen (ligula) ausgebildet, welchesdurch nachträgliches Wachstum der Scheide (über die Insertion der Spreite hinaus) entsteht.Bei vielen Deckspelzen mit rückenständiger Granne ist der Ligularteil stark entwickelt.Deckspelzen mit endständiger Granne besitzen dagegen keinen Ligularteil. Seltener fehltdas Blatthäutchen gänzlich (Cynodon dactylon, Phragmites, Molinia) oder ist in Fransenaufgelöst, sodass dann der Scheidenmund bebärtet erscheint (Eragrostis minor und pilosa,Molinia caerulea). Das Blatthäutchen liegt dem Halme immer an; vielleicht verhindert es,dass das an den Blättern herabrinnende Regenwasser in die Spalte zwischen Scheide undHalm eindringt. Blattscheide meist kahl, seltener wimperig oder zottig behaart (Avenapubescens, Eragrostis minor, Sieglingia decumbens, Holcus lanatus, Hoplismenus undulati-folius) oder die grundständigen Scheiden zuletzt in schlängelig verflochtene Fasern aufge-löst (z. B. Koeleria Vallesiana). Oberste Blattscheide vereinzelt stark aufgeblasen (Phleumalpinum, Hordeum secalinum, Phalaris Canariensis, Tragus racemosus u. s. w.).
Blattspreite in der Knospenlage gerollt, d. h. im Querschnitt mehr oder wenigerstark schneckenförmig eingerollt oder gefalzt, d. h. einfach zusammengeklappt. Spreitemeist langgestreckt, schmal-lineal oder lineal-lanzettlich, seltener ei-lanzettlich (bei Hoplis-menus undulatifolius und bei vielen tropischen Arten), elliptisch, herz- oder pfeilförmig. Dieerwachsene Blattspreite zeigt häufig Torsionen; viele Blätter (Festuca-, Holcus-, Calama-grostis-Arten) zeigen eine Linksdrehung, andere (Seeale, Triticum) eine Rechtsdrehung, mancheAvenen beiderlei (die eine Drehung unten, die andere oben). Die Blätter einzelner Wald-gräser (Milium, Festuca silvatica etc.) sind am Grunde um 180° gedreht, sodass dann die morpho-logische Unterseite zur Oberseite wird. Bei vielen Steppengräsern rollen sich die Blätter ein(Melica ciliata, Danthonia calycina, Festuca Lachenalii) oder sind borstenförmig zusammenge-faltet (Nardus strieta, Festuca ovina, pumila etc.). Blattspreite meistens kahl, selten wimperigbehaart oder langhaarig bewimpert (Koeleria cristata, Sieglingia decumbens, Avena pubescens).Blätter oft blau- oder graugrün erscheinend, d. h. von einem bläulichen, oft abwischbaremReif (Wachsüberzug) bedeckt (Melica ciliata, Poa caesia, Festuca rupicaprina, Vallesiacaund ovina var. glauca, Seeale cereale). Eine oder mehrere Blüten bilden ein Aehrchen(spicula). Diese sind auf höchst mannigfaltige Weise zu ährenförmigen, traubigen oderrispigen Gesamtblütenständen vereinigt. Aehrchenspindel meist kahl, hie und da auch weich-haarig (Bromus tectorum und sterilis), weiss bebärtet (Andropogon ischaemum) oder kurzhaarigrauh (z. B. Agrostis alpina). Seltener ist die Aehrchenachse unter den Blüten mit langen,seidigen Haaren, die zur Blütezeit der Rispe einen silberigen Schimmer verleihen (Lasiogrostiscalamagrostis), besetzt. Die Aehrchen stehen in Aehren, wenn die Aehrchen dem Stengel direktaufsitzen oder in die Hauptspindel eingesenkt sind (Aehrengräser), in Scheinähren, wennsie z. T. kurz gestielt sind, aber doch direkt mit der Spindel in Verbindung stehen, in