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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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(Mecklenburg), Aak, Aaden (nördl. Hannover); Wassersichel (Ostpreussen), Sichelkohl, Sickel [schonlm Mitte 'niederdeutschen : Zeckelkrud = Sichelkraut] (Mark). Wie andere Wassergewächse (z. B. Nymphaea), sog'lt auch Stratiotes aloi'des dem Volke als eine geheimnisvolle Pflanze, daher: Hexenkraut, Häcktskraut{unter. Wesergebiet). Wo die Pflanze in grösseren Mengen wächst, ist sie ein bekanntes Schweinefutter, des-halb i n Westpreussen (Weichsel-Delta): S ägekraut [= Saukraut]. Ausserdem existieren noch Namen wie:A >en, Eimkruud (unteres Wesergebiet); Bockelhaart (Schleswig-Holstein), Bockelbaar (nördl. Hannover),B "ckelbas (Lüneburg). Die Wasserschere findet in den Gegenden, wo sie häufig vorkommt, als DüngerVerwendung.

15 bis 30 cm hoch. Pflanze Ausläufer treibend. Blätter an der dicken Achse zueiner dichten, trichterförmigen Rosette vereinigt, schwertförmig, bis 4 dm lang und bis4 cm breit, steif, sitzend, unten etwas rinnig, dreikantig, nach oben flach, stachelig gesägt,dunkelgrün, zur Blütezeit oberwärts meist aus dem Wasser hervorragend, sonst untergetaucht.Blütenstände in den Achseln von Laubblättern, lang (meist 1, seltener bis 3 dm) gestielt, mitdicken, derben, bleibenden Hüllen. Stiel zusammengedrückt. Blüten zweihäusig, mit einemdünnhäutigen Vorblatt. Kelchabschnitte oval. Blumenblätter 3, weiss, verkehrt-eiförmig,2 b; s 3 cm breit, geruchlos. Nektarium aus 15 bis 30 hellgelben, drüsigen Fäden bestehend.Männliche Blüte auf verlängertem Stiel aus der Spatha herausragend, ohne Fruchtknoten-rudiment. Staubblätter frei, ca. 12, in 3 Kreisen angeordnet. Staubbeutel linealisch, ein-fächerig. Weibliche Blüten den männlichen ähnlich, einzeln oder zu zwei in der Spathasitzend oder ganz kurz gestielt. Griffel kurz. Narben 6, zweispaltig. Frucht aus derSpatha seitlich hervorbrechend, eiförmig, sechskantig, derb lederig, grün, bis 3,4 cm langund bis 1,7 cm di c k ? f ast sitzend, an zwei Kanten mit einigen Stachelzähnen, durchdie sich berührenden Placenten (falsche Scheidewände) sechsfächerig erscheinend. Samenwenig zahlreich, in jedem Fache bis 4 (seltener 6), zusammengedrückt zylindrisch, bis 9 mm!ang, mit brauner, holziger Schale. V bis VII.

Stellenweise häufig in stehenden oder langsam fliessenden Gewässern, in Gräben,Altwässern usw. In Deutschland im nördlichen Flachlande sehr verbreitet; auf denNordseeinseln zwar fehlend. Im mittleren und im südlichen Teile selten oder wie in Kur-hessen, Thüringen, Baden und im Königreich Sachsen gänzlich fehlend. In Oberbayernselten im Pilsen- und Wesslingersee, in Württemberg selten im Unterland (im Schönbuchgegen Hildrizhausen und im Kirnbachtal bei Bebenhausen [hier angepflanzt]) und im Oberland{Altshausen, Waldsee, Karsee und Kisslegg), in der Rheinprovinz nur bei Geldern undKleve. An vielen Orten nicht ursprünglich, sondern angepflanzt (z. B. sicher bei Würzburgund Offenbach). In O est erreich stellenweise in Schlesien, Mähren, Nieder- und Ober-Österreich und Krain; in Tirol, Böhmen etc. gänzlich fehlend. In der Schweiz gleichfallsvollständig fehlend (wurde versuchsweise vor ca. 6 Jahren beim Katzensee bei Zürich eingesetzt).

Allgemeine Verbreitung: Ziemlich verbreitet in Mitteleuropa, selten in Nord- undT le " r ° pa ' Kaukasus, westliches Sibiren; an vielen Orten (Frankreich, Schottland undIrland) ursprünglich angepflanzt.

Vilstal in ' eUenweise tr 'tt die Pflanze so zahlreich auf, dass sie Gräben oft vollständig ausfüllt (z. B. imPflanz m f ayern) ' Selten wurde sie auch schon unter dem Wasser blühend beobachtet. Häufig kommt die. We Strecken hin nur in einem Geschlechte vor. Aus diesem Grunde sind vollkommene Früchted . F .. E ' Eten Sam en nicht sehr häufig anzutreffen. Allerdings wachsen auch bei ausbleibender Befruchtungvegetative V""" n ° rmalen Gr °sse heran; die Samen sind dann aber taub, d. h. besitzen keinen Keimling. Dierung dur ch Ausläufer ist eine sehr ausgiebige.

Süde

Neb

blutigen männlich

LIII. Hydröcharis L- Froschbiss.

en unserer Pflanze kommt noch eine zweite, etwas robustere Art mit 1- bis 2-

en Spathen im östlichen Asien und auf Java vor (Fl. Asiätica Miq.).

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