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Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (in Frankreich aus dem unterenRhonegebiet durch die Schiffahrt bis nach Lyon und von hier durch den Kanal de Bourgognebis nach Paris verschleppt), Südrussland, Asien (nördlich bis China und Japan), tropischesAfrika, Nordamerika (bis Canada und Manitoba), tropisches Amerika.
Die Pflanze zeichnet sich durch einensehr eigentümlichen Bestäubungsvorgang aus.der schon seit Jahrhunderten bekannt ist. Diebeiden Hüllblätter, welche die blasenförmigeHülle (spatha) des männlichen Blütenknäuelsbilden, trennen sich voneinander. Die kurz-gestielten männlichen Blütenknospen lösen sichalsbald von der Spindel des Blütenstandes los,steigen im Wasser empor und flottieren aufdem Wasserspiegel. Anfänglich sind sie nochgeschlossen, bald aber öffnen sich die Kügel-chen, die Antheren springen auf und entlassendie Pollenkörner. Diese sind verhältnismässiggross, sehr klebrig, hängen unter sich zu-sammen und erscheinen als kleine, glänzendePunkte auf der Wasseroberfläche. Durch dasWasser bezw. durch die Luftströmungen wirddann die eigentliche Bestäubung vermittelt.Durch enges Zusammenziehen der anfangswenig zahlreichen und steilen Spiralwindungentaucht hierauf die befruchtete weibliche Blüteunter, so dass das Ausreifen der Früchte sichunter dem Wasserspiegel vollzieht. — DiePflanze bildet stellenweise grössere, seegras-ähnliche Bestände. Mehrfach (Italien, Ungarn)wurde sie auch schon im Thermalwasser (bis42° C) beobachtet. Seit 18/5 ist sie in Buda-pest in den Abflüssen des Kaiserbades (Lukäcs-fürdö) und des Römerbades (Römaifürdö inAlt-Ofen) angepflanzt und wuchert daselbst sehr.
LH.StratlÖtes 1 )L- Krebsschere.
Die Gattung enthält nur die folgende Art.Fossile Formen, die mit der heute lebendenSpezies sehr nahe verwandt, z. T. als identischerklärt worden sind, sind aus dem Tertiär undDiluvium aus Norddeutschland und Sieben-bürgen bekannt geworden.
137. Stratiotes alofdes 2 ) L. Alo e -
blätterige Kr ebss eher e, Wasser-säge, Wasseraloe ; franz.: Faux aloes;ital.: Erba coltella, scargia; engl.:Crab's - claw, fresh - water soldier,Knight's pond-weed, Knight's wound-wort, water sengreen. Taf. 20, Fig. 2.
Nach den scharf gesägten, sichelförmigen Blättern heisst die Pflanze: Seedistel (Westpreussen) ;Schaerke [-Schere] (Ostfriesland); Egelhüren, Aegel [von Igel, wegen der Stacheln der Blätter].
') OTOcnuözrig aordßiog (griech. nota/XÖg = Fluss), Name einer ägyptischen Wasserpflanze bei Dios-korides; öTgmw'jTiy; = Soldat, wahrscheinlich wegen der schwertförmigen Blätter auf unsere Art übertragen.2 ) iJdog = Aussehen; die Art gleicht einer Aloe.
Fig. 75. Vallisneriaspiralis L. 1 Männliche Pflanze. 2 WeiblichePflanze. 3, 4, 5 Männlicher Blütenstand von vorn, von der Seite undnach Entfernung der Scheide. 6 Einzelne Blüten (stärker vergrössert).7, 8 Männliche Blüte in der Aufsicht und im optischen Längsschnitt (dieZellen der Ablösungsschicht sind deutlich zu erkennen. Einzelne Bestand-teile der Blütenhülle sind in diesem Zustande noch nicht zu erkennen.)9 Weibliche Blütenknospe in der Spatha eingeschlossen. 10 WeiblicheBlüte (freipräpariert). 11 Weibliche Blüte (aufgeblüht). — Fig. 3 bis 10in sehr jugendlichem Zustande beobachtet.