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Stellenweise auf schlammigem Grunde von stehenden Gewässern bis zu einer Tiefevon 3 m. In Deutschland selten im nordöstlichen Teile, in Pommern (im DammschenSee bei Stettin, in der Nähe des Bodenberges, in einigen Oderarmen, im Papenwasser beiGr. Stepenitz), im südlichen Ostpreussen (in vielen Seen der Kreise Lyck, Allenstein,Neidenburg, sowie im Sawitz See bei Orteisburg und Widminner See bei Lötzen). Fehltin Oesterreich und in der Schweiz gänzlich.
Allgemeine Verbreitung: Mitteleuropa (nordöstliches Deutschland, selten inRussland), Süd- und Ost-Asien nebst den Inseln, nördlich bis zum Amur), Neuholland,Mauritius, Madagaskar, Nilgebiet.
Die Pflanze hat mit der folgenden Art grosse habituelle Aehnlichkeit, unterscheidet sich aber vonihr durch die gezähnten (nicht gesägten) Blätter, die gefransten (nicht ganzrandigen Achselschüppchen), wieauch durch die Ausbildung von Winterknospen, die Helodea meistens fehlen. In Norddeutschland erreichendie weiblichen Blüten in der Regel die Oberfläche des Wassers nicht. In der Beschaffenheit der Blätter, sowiein der Länge der Stengelglieder variiert die Pflanze etwas. In Ostindien wurde sie schon zur Rohrzuckerfabrikationverwendet.
L. Helodea 1 ) C Rieh. Wasserpest.
Blätter fast durchwegs fein gesägt, zu 2 bis 8 in Quirlen stehend. Stengel oftreichlich verzweigt. Achselschüppchen ganzrandig. Blüten zweigeschlechtig oder zwei-häusig. Spatha aus zwei Blättern gebildet, an der Spitze zweilappig.
Die Gattung umfasst ca. 5 Arten, die im gemässigten und tropischen Amerika zu Hause sind.
135. Helodea (Elodea) Canadensis 2 ) Rieh. (= Serpicula oeeidentälis Pursh, = UdoraCanadensis Nutt., = Anacharis alsinastrum Bab. Amerikanische Wasserpest.
Taf. 19, Fig. 5.
Wegen der geradezu erstaunlichen Schnelligkeit, mit der sich die Pflanze in den Gewässern ausbreitet,wird sie als Wass erp est bezeichnet. Bei Dachau (Oberbayern) wird sie Krebskraut genannt. Nach demVolksglauben soll sie alle sieben Jahre weiterziehen. An Stellen, wo sie in grossen Mengen vorkommt, dientsie als Düngmittel und seltener auch als Viehfutter. Auch gewährt sie der jungen Fischbrut wegen des dichtenZusam'ticnstehens einen vortrefflichen Schutz und ist wegen der Fischnahrung (Läuse) stellenweise in Gewässerngerne gesehen. Man ist der Meinung, dass diese Pflanze einen Einfluss auf die Verbesserung der Gewässer, indenen sie vorkommt, habe. So glaubt man z. B. in Hitzacker (Lüneburg) die Beobachtung gemacht zu haben,dass epidemische Krankheiten wie Ruhr und Wechselfieber, die in früheren Jahren in der dortigen Gegendhäufig auftraten, seit der Ansiedelung der Helodea Canadensis verschwunden sind. Im Tiergarten bei Donaustaufwurde die Pflanze als Hirschfutter eingesetzt. Häufig wird sie in Zimmeraquarien kultiviert.
Stengel lang flutend (bis 3 m), oft stark verzweigt, mit kurzen, 3 bis 7 mm langenStengelgliedern. Blätter fast stets zu 3 (selten zu 2 bis 5) in einem Quirl, länglich-eiförmigbis lineal-lanzettlich, spitz, am Rande klein gesägt (Zähne nur mit einer Zelle über denBlattrand vorspringend). Blüten zweihäusig oder zweigeschlechtig, aus einer zweilappigenHülle hervorbrechend. Männliche Blüte (in Europa nicht beobachtet) einzeln, selten bis 3,fast sitzend, ohne verlängerte Röhre, mit 9 sitzenden Staubbeuteln, zur Zeit der Befruchtungsich loslösend oder auf fadenförmigen Stiel die Oberfläche des Wassers erreichend, zuweilenmit Narbenrudimenten. Weibliche Blüten einzeln (Taf. 19, Fig. 5 a und 5 b), mit langem,fadenförmigem Halsteil die Oberfläche des Wassers erreichend. Kelchblätter 3, oval,grünlich oder etwas rötlich. Blumenblätter 3, weisslich, fast kreisrund. Staminodien oft 3.Fruchtknoten länglich-lineal, mit 3 bis 20 aufrechten Samenanlagen. Narben 3, linealisch,ungeteilt oder alle zweispaltig. Zweigeschlechtige Blüten wie die weiblichen, aber mit 3bis 6 Staubblättern. — V bis VIII.
') eXog = Sumpf; nach dem Standort der Pflanze. Die weit verbreitete Bezeichnung Elodea entstammtder französischen Unsitte, den griechischen Spiritus asper unbeachtet zu lassen.2 ) Die Pflanze wurde zuerst aus Kanada bekannt.