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an der Ansatzstelle des Stieles 3 bis 20 mm, Breite der Lappen 2 bis 8,5 mm. — Kann leicht in die gewöhn-liche Form übergehen.
subvar. butomoides Aschers, et Graebner. Blätter sämtlich linealisch, stets aufrecht, ohne Pfeillappen,fast auf den dreikantigen Stiel (resp. Mittelnerren) reduziert. — Selten.
var. nätans Klinge = var. obtüsa Bolle. Form, die auf dem Schwimmblattstadium stehen bleibt,ohne zur Blüte zu gelangen, niemals pfeilförmige Luftblätter erzeugend.
var. terrestris Klinge (= f. pümila Aschers, et Graebner?) Landform, mit starker Reduktion in allenTeilen. Lineale Bandblätter (nur schwach) entwickelt. Uebergangsblätter mit elliptischer oder etwas pfcil-förmiger Spreite. Luftblätter, weil kürzer Q/s bis 7s) als die Luftblätter der Seichtwasserform, 3,5 bis 8,3 cmlang und 1,8 bis 3,8 cm breit Pflanze steril oder eine einzige Infloreszenz tragend. Ebenso sind bei der Land-form die Ausläufer mit Knollenbildung stark reduziert. Ausläufer 4,5 bis 14 cm lang.
var. vallisneriifölia Cosson et Germain. Wasserblattform, die auf dem Bandblattstadium stehenbleibt. Vollständig untergetaucht. Blätter bis 16, flutend, dünn, linealisch, sitzend, 40 bis 250 cm lang, 4bis 32 mm breit. Pflanze meist unfruchtbar. — Heimisch im fliessenden oder im (150 bis 200 cm) tiefenstehenden Wasser.
subvar. stratiotioides Bolle. Zart. Blätter nur 3,5 bis 9 cm lang und 2,5 bis 6,5 mm breit, mitmeist nur 5 Blattnerven.
20. Fam. Butomäceae 1 ). Schwanenblumengewächse.
Meist ansehnliche, ausdauernde Sumpf- und Wasserpflanzen, zuweilen von Milch-saftgängen (fehlen bei Butomus) durchzogen. In den Blattachseln schuppenförmige squamulaeintravaginales. Blätter meistens grundständig. Blütenstengel oft schaftartig. Blattspreiteschwertförmig oder flach. Blüten zwitterig, zu Schraubeligen, oft doldenähnlichen Blüten-ständen vereinigt. Blütenhülle sechsblätterig, blumenblattartig gefärbt. Staubblätter 9(6 vor den Kelchblättern, 3 vor den Kronblättern stehend) oder zahlreich in mehrerenQuirlen angeordnet. Fruchtblätter oberständig, meistens 6, seltener mehr, meist mit ver-längertem Griffel, auf der Bauchseite zahlreiche, anatrope Samenanlagen tragend. Früchtchenbauchseits aufspringende Balgfrüchte. Samen ohne Nährgewebe. Embryo hufeisenförmiggekrümmt oder seltener gerade (Butomus).
Die Familie umfasst die 4 folgenden Gattungen: Butomus (1 Art), Tenagöcharis (T. latifoliaBuchenau in den Sümpfen des tropischen Afrika, von Indien bis zum Gilbert-Fluss in Nordaustralien), Limnö-charis (L. flava Buchenau im tropischen Amerika und in Indien und L. Mattogrossensis O. Kuntze in Brasilien)und Hydrocleis (3 Arten im tropischen Südamerika). Hydrocleis nymphoides (Willd.) Buchenau (= H. Com-mersöni L. C. Rieh.) mit grossen, gelben Blüten wird bei uns zuweilen in Aquarien gezogen und hält im Freienaus. Ist seit ca. 1830 bei uns eingeführt.
XLVIII. Butomus. Schwanenblume.
Liese Gattung weist einzig die folgende Art auf.
133. Butomus umbellätus L. (= B. floridus Gaertn., = B. Caesalpini Necker). DoldigeSchwanenblume. Franz.: Butome, Jone fleuri; ital.: biodo, giunco fiorito; engl.:
Flowering rush. Tai". 19, Fig. 3.
Wohl nach den langen, dünnen Doldenstielen und der rötlichen, weissen Blütenfarbe ist die Pflanzeteilweise nach dem Storche (= norddeutsch Adebar, von althochdeutsch adal = Besitz, Gut und gotisch bar =bringen, tragen [griech. <pe Q a, lat. fero]. also Adebar = Glücksbringer) benannt: Storchblume (Westpreussen),Aarbaersblome, Aebäersblome (Unteres Wesergebiet), Kneppersbiome [== Storchenblume] (MarkBrandenburg an der unteren Havel). An der unteren Weser heisst die Pflanze auch: Kükenblome, Henn undKüken (niederdeutsch kucken [neuhochdeutsch Küchlein] = Hühnchen), in Anhalt: Seepferd, Wasserpferd,in Ustpreussen nach ihrem Standorte: Wasserblume. Nach der Aehnlichkeit der Blätter mit denen derBinsen (auch wächst unsere Art gern zwischen hohen Gräsern): Aurusk [auch Benennung für Scirpus-Arten, s. d.]
(Oldenburg), Wakenblum
c [Wacke = Binse] (Nassau); bei den Alten daher auch Jüncus floridus (= Blumen-
binse) genan nt. Die letztgenannte Bezeichnung, sowie'schwanen blume, Wasserviole, Wasserliesch
*) ßomopog, Name einer Sumpfpflanze (einer Cyperacee?) bei Theophrast; von ;3crtJg = Rind undViiweiv = schneiden, weil sich die Rinder an den scharfen Blättern verletzen.