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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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(Liesch = Carex, s. d.) sind mehr Büchernamen als wirkliche Volksnamen. Die Rhizome der Pflanze werdenin Bremen S mieter genannt (vergl. auch unter Iris pseudacoru91).

Der Wurzelstock der Pflanze wird besonders in Russland von vielen Völkerschaften gegessen, so von armenEinwohnern in Archangelsk, in der Moldau, von Tungusen und Kirgisen. Die Kalmücken backen die frische oderauch getrocknete Wurzel in der Asche und essen sie mit Speck. Bei den Jakuten bildet sie mit den Zirbelnüssen(siehe Seite 105) die wichtigste Nahrung. Bei diesem Volke herrscht auch der Glaube, dass die Pflanze nurdann blühe, wenn sie niemand sieht und dass sie sich vom Platze fortbewegen könne. Aus den Stengeln werdenhie und da Körbe und Matten geflochten. Rhizome und Samen waren früher unter dem Namen radix etsemina Junci flori di offizinell und werden noch heute stellenweise als auflösendes, kühlendes und erweichendesMittel (in Russland auch gegen die Wassersucht) verwendet.

Stattliche bis 150 cm hohe, ausdauernde Pflanze. Grundachse horizontal, ziemlich dick.Blätter aus grundständiger Rosette aufstrebend, lineal, unten dreikantig, am Grunde scheiden-artig erweitert, nach oben schwertförmig zugespitzt, selten flutend, 50 bis 110 cm lang und3 bis 10 mm breit. Blütenstengel stielrund, die Blätter überragend. Blütenstand seiten-ständig, doldenähnlich (drei in den Achseln von quirlständigen Hochblättern stehende dolden-förmige Schraubein bilden eine scheinbar einfache Dolde), mit einer Endblüte abschliessend.Hüllblätter der Dolde dreieckig-lanzettlich, zugespitzt. Blütenstiele zart, 5 bis 10 cm lang,viel länger als die Blüten. Blüten ansehnlich. Perigonblätter rötlich-weiss, dunkler geädert,kurz genagelt, die äussern an der Aussenseite oft violett überlaufen, die Kelchkronblättermehr oder weniger grünlich angelaufen. VI bis VIII.

Stellenweise in stehenden oder langsam fliessenden Gewässern, aber nicht überallund zuweilen auf grössere Strecken hin gänzlich fehlend. In Oest erreich in Salzburgfehlend. In der Schweiz einzig am Limmatufer bei Engstringen unterhalb Zürich.

Allgemeine Verbreitung: Weit verbreitet im gemässigten Europa und Asien(nicht im eigentlichen Mittelmeergebiet, dagegen noch in das nördliche Indien hinabsteigend).

Aendert selten etwas ab:

var. vallisneriif ölia Sagorski. Blätter lang (bis fast 2 m) flutend, schmal (meist nicht über 2 mmbreit). Pflanze meist steril, nicht blühend. Selten im tiefen oder schnell fliessenden Wasser.

Die Blüten sind proterandrisch, von einem angenehmen Honiggeschmack und sondern aus den Zwischen-räumen zwischen den Basen je zweier Fruchtblätter den Nektar in 6 Tröpfchen ab. Bei ausbleibendem Insekten-besuch (Sphegiden) findet spontane Selbstbestäubung statt.

21. Fam. Hydrocharitäceae 1 ). Frossbissgewächse.

Untergetauchte, ausdauernde, meist mit den Blüten aus dem Wasser hervorragende,seltener schwimmende Pflanzen des Süss- wie des Salzwassers. Blätter spiralig, zuweilenquirlig oder abwechselnd zweizeilig, sitzend oder gestielt, mit Achselschüppchen, meistohne verlängerte Scheiden, Oehrchen oder Blatthäutchen, von verschiedener Gestalt. Blüteneingeschlechtig, seltener zwitterig, entweder klein und unansehnlich (Bestäubung durchWasser oder Luftbewegung) oder gross und ansehnlich (Insektenbestäubung), regelmässigoder seltener etwas unregelmässig (Vallisneria), oft aus mehr als 5 normal dreizähligenQuirlen bestehend, einzeln oder in Trugdolden, vor der Entfaltung in eine aus 2, oft weithinauf miteinander verwachsenen (selten nur 1) Plochblättern gebildete Hülle (spatha) ein-geschlossen. Blütenhülle heterochlamydeisch,aus 2 Kreisen gebildet, seltener fehlend (z. B. beiHalophila). Staubblätter in 1 bis 5 Kreisen, z. T. nur staminodial ausgebildet, die äussernzuweilen dedoubliert (Stratiotes). Pollen kugelig, bei Halophila fadenförmig. Gynaeceumaus 2 bis 15 verwachsenen Fruchtblättern gebildet. Fruchtknoten unterständig, einfächerig.Placenten wandständig, mehr oder weniger weit ins Innere vorspringend. Narben so viele alsFruchtblätter, oft ziemlich tief zweiteilig (Taf. 19, Fig. 4a). Samen meist zahlreich, ohneNährgewebe.

] ) Von vdag = Wasser und ^d^i? = Anmut, Schönheit, also = Wasserzierde.