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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Die Gattung umfasst 31, meist sehr auffallende Arten, die besonders in Amerika zu Hause sird. InAfrika und Australien fehlen sie gänzlich. Aehnlich wie Arten der Gattung Echinodorus sind auch verschiedenez. T. sehr stattliche Pfeilkräuter (S. Montevidensis Cham, et Schlecht., Chilensis Cham, et Schlecht., ariföliaSm., longiröstra Sm., papulosa Buchenau, lancifölia L., isoetifdrmis Sm., nätans Pallas, pugioniförmis L.) beliebteZierpflanzen der Aquarien und Sumpfanlagen in Treibhäusern. Von S. sagittifolia wird in Gärten ab und zuunter dem Namen S. Japönica flore pleno auch eine Form mit gefüllten Blüten gezogen. Bei uns kommt einzigS. sagittifolia vor, die in Nordamerika fehlt und durch die sehr ähnliche S. arifölia Sm. (= S. variabilisEngelm.) ersetzt wird.

132. Sagittaria sagittifolia 1 ) L. Pfeilkraut. Franz.: Fleche d'eau; ital.: Erba saetta,

occhio d'asino. Taf. 20, Fig. 1.

Der Name Pfeilkraut rührt von der pfeilförmigen Form der Blätter her. An der unteren Havel(Mark Brandenburg) wird die Pflanze Hasenohr genannt. Die eicheiförmigen, sehr nahrhaften Knollen unsererund verwandter Arten werden (besonders an der Wolga und in Ostasien, sowie in Nordamerika), gegessen; imOderbruch (Mark Brandenburg) heissen sieB ruch-Ei cheln." Sie dienen verschiedenen Wasservögeln(z. B. den Enten) zur Nahrung. Im nordwestlichen Amerika bilden die Knollen von S. latifolia unter dem NamenWappatoo" einen regelmässigen Genussartikel verschiedener Indianerstämme sowie der eingewanderten Chinesen.In China werden sie angebaut und regelmässig auf den Markt gebracht (S. sagittifolia var. Chinensis).

20 bis 100 cm hoch, sehr veränderlich. Blätter grundständig, die untern flutend,riemenförmig, 3 bis 16 mm breit, parallelnervig, linealisch, sitzend, die folgenden schwimmend,mit ovaler oder etwas pfeilförmiger Blattfläche, die altern in der Regel aufgerichtet, lang-gestielt, verschieden breit, mit länglichen oder lanzettlichen dreieckigen, selten linealischenspitzen, bis 10 cm langen Pfeillappen. Tragblätter der Blüten meist kurz dreieckig, haut-randig. Blüten ansehnlich, bis 2 cm im Durchmesser. Blütenstiele der männlichen Blütenmeist mehr als doppelt so lang als die der weiblichen. Kelchblätter breit-eiförmig bis rund-lich, vielnervig. Blumenblätter viel grösser, halbkreisrund, genagelt, zart, vergänglich, amGrunde mit purpurrotem Fleck. Früchtchen zahlreich, schief verkehrt-eiförmig, an der Spitzekurz geschnäbelt, auf dem Rücken und auf der Bauchseite geflügelt, von der Seite herstark zusammengedrückt. VI bis VIII.

Hie und da in stehenden und langsam (seltener in rasch fliessenden) Gewässern,an Ufern, in der Ebene hie und da häufig, im Berglande selten, nicht über 500 m steigend.Fehlt auf den Nordseeinseln, in Tirol (dagegen in Vorarlberg im Bodenseegebiet beiBregenz und Fussach), Salzburg, Istrien, Kärnten und Dalmatien.

Allgemeine Verbreitung: Weit verbreitet durch Europa und Asien, östlichbis nach Hainan und Formosa, den Kiusiu-Inseln und Japan, jedoch nicht im Gebirge undin der Arktis. _Die var. leucopetala Miq. (= S. hirundinäcea Blume) mit rein weissenPerigonblättern ist auf das südliche Asien (Java bis Japan) beschränkt.

Die Pflanze überwintert durch etwa vvalnussgrosse Knollen, die sich im Herbst an der Spitze von oftverlängerten Ausläufern bilden. Im Frühjahr treibt die Knolle entweder wiederum einen Ausläufer oder gehtsofort dicht über ihrer Spitze zur Blattbildung über.

Diese Art ist in ihrer Blattform sehr veränderlich. Im Grunde genommen besitzt sie auch nur zweiBlattformen: lineale Primärblätter und gestielte Spreitenblätter, die auf die verschiedenartigsten Standortsbedingungenreagieren und darnach entweder als Wasser-, Schwimm- oder Luftblätter ausgebildet sein können.

var. typica Klinge. Seichtwasserform, die als definitive Blätter Schwimmblätter bezw. Luftblätterbildet. Die ersten Blätter sind untergetauchte, lineale, 7 bis 79 cm lange und 4 bis 20 mm breite flutendeBlätter, die späteren (1 bis 4) Schwimmblätter. Spreite der Schwimmblätter 3,5 bis 10,7 (14) cm lang und2,5 bis 4 (7,5 cm breit), elliptisch oder oval, an der Basis mehr oder weniger stark eingeschnitten, mitgenäherten Lappen. Die letzten (1 bis 7) Blätter sind aufgerichtet, 30 bis 99 cm lang, mit dreieckiger, 6,5bis 15 (27) cm langer und 4 bis 22,5 cm breiter Spreite und abstehenden Lappen. Die häufigste Form.

var. Bdilei Aschers, et Graebner. Aehnlich, aber die Luftblätter mit stark verschmälerten, linealischen,am Blattgrunde meist nicht über 5 mm breiten Pfeillappen. Spreite 5 bis 22,5 cm lang, Breite der Blattfläche

*) Vgl. Anmerkung 2, Seite 155.