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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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131. Echinodorus ranunculofdes x ) (L.) Engelm. (= Alisma ranunculoides, = Baldelliaranunculoides Pari.). Hahnenf ussähnlicher Igelschlauch. Fig. 74.5 bis 30 cm hoch. Grundachse kurz, dünn. Stengel aufrecht oder aufsteigend,

die Blätter überragend. Blätter alle grundständig, langgestielt, 5 bis 25 (selten bis 50) cm

lang und 3 bis 5 (selten bis 20) mm breit, lanzettlich etwas lederig, - -

3 bis 5 nervig. Blütenstand meist nur aus einer Dolde mit 3 bis

12 Blüten bestehend oder quirlig doppeldoldig. Blütenstiele zart,

3 bis 5 cm lang, abstehend, seltener etwas gekrümmt. Kronblätter

fast kreisrund, zart, 2 bis 3 mal so lang als der Kelch, weiss oder

schwach rosa. Staubblätter 6, zu zweien vor den Petalen inseriert.

Früchtchen 2 bis 2,5 mm lang, wenig zusammengedrückt, den

Griffelrest auf der Spitze tragend, scharf ellipsoidisch, 5kantig.

VII bis X.

Hie und da an Ufern, in Gräben, auf überschwemmt ge-wesenen Stellen, meist gesellig. In Deutschland nur im nord-westlichen Gebiet und in der atlantischen Zone (südlich bis Krefeld),ausserdem auf den Nordsee-Inseln, in Schleswig-Holstein, Mecklen-burg, Neuvorpommern, auf Rügen, Usedom und Wollin, in Branden-burg (selten im Havelland: Gülper-See bei Rhinow, Pritzerber-See, Marquard bei Potsdam), nicht aber in Ost- und West-preussen. I m Südwesten in der Nähe der Grenze im französischenLothringen. InOesterreich selten im Küstenland, Insel Vegliaund Dalmatien. In der Schweiz selten im Westen bei Genf (beiMeyrin), am Neuenburger- und Murtner-See und Aare bei Wangen.

Allgemeine Verbreitung: Westliches (nördlich bissüdliches Schweden) und südliches Europa, Canaren, Westrandvon Nordafrika.

Auch von dieser" Art sind mehrere Formen bekannt, so eine Schwimm-blattform (f. nätans Glück), dann das Stadium der Luftblätter (f. typicusGlück), eine Wasserblattform (f. z os t erif ölius Fries) mit langen, nutendenBlättern, eine Landform (f. terrestris Glück) mit kurz gestielten Luftblätternund kurzen (>/ 2 bis '/«mal so lang als bei den Seichtwasserformen) Bluten-ständen, die auch sehr viel Blüten erzeugen, sowie eine Tiefwasserform undeme Hungerform (f. pümilus Glück), letztere mit 3 bis 5 kleinen Blättchenund 1 bis 2 Blütenständen mit je 1 bis 2 grossen, senkrecht stehenden Blüten.Besonders charakteristisch ist die var. repens Aschers, et Graebner, bei der dieorizontal hegenden Blütenstände den Charakter von Ausläufern annehmen,

C en Sten S e lknoten Adventivwurzeln erzeugen und zwischen den Blütenstielen regelmässig Laubsprosse bilden. Hie und da auf dem Lande oder in nur wenige Zentimeter tiefem Wasser. Von dieser Varietät lassen sich alsweitere Standortsformen eine Land-, Schwimm- und eine submerse Bandblattform unterscheiden.

XLVII. Sagittäria 2 ) L. Pfeilkraut.

Bluten durch Fehlschlagen immer eingeschlechtig, monöecisch, seltener dioecisch oderzweigeschlechtig, in entfernten, meist dreizähligen Quirlen und in den Achseln von Hoch-blättern stehend, die untern meist weiblich, die obern männlich. Früchtchen auf der ge-

Fig, 74. IC c h i n o d o r u s ranun-culoides Engelm. 1 Habitus.2 Blüte (von oben). 3 Frucht-stand. 4 Fruchtknoten mit Samen-anlage (Längsschnitt). 5 und 6Früchtchen.

wölbten Blütenachse

angeordnet.

ein kugelförmiges Köpfchen bildend. Staubblätter zahlreich, spiralig

1 ) Eiöog = Aussehen ; die Pflanze gleicht manchen Hahnenfuss- (Ranunculus-) Arten.

2 ) lat. sagitta = Pfeil; nach den pfeilförmigen Blättern.