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2 bis 3 cm lang. Blütenstand aufrecht oder aufsteigend, länger als die Blätter. Kelch-blätter rundlich, etwa 3 mm lang. Perigonblätter breit-eiförmig, ganzrandig oder etwasgezähnelt, ca. 5 mm lang, weiss. Früchtchen 8 bis 15, verkehrt-eiförmig, auf dem Rückenmit 3 scharf vorspringenden Nerven, selten ausreifend. — VII bis IX.
Hie und da in kleineren Seen und Sümpfen, oft jahre-lang ausbleibend. In Deutschland vereinzelt in Mecklen-burg (Malchin: Basedower Theerofen, Langwitzer See, noch1874), Pommern (Greifenhagen; Bahn [verschwunden]),Brandenburg (Kunersdorf unweit Frankfurt a. O., früherauch beim Tempelhof bei Berlin), Posen (selten), West-preussen (Lissewo Kr. Kulm und Laskowitz Kr. Schwetz),Rüdigheim bei Hanau, Weinheim (Virnheimer Lache),früher auch bei Offenbach (Entensee bei Bürgel), Giessen(beim Heegestrauch, ob noch?); in Süddeutschland und inder Schweiz gänzlich fehlend. In O est erreich selten,in Südtirol (im Porzengraben bei Salurn, 1852 entdeckt),in Oberösterreich (am Häretinger See im Ibmer Moore höchstwahrscheinlich verschwunden), in Steiermark (Lannen beiSicheldorf), Kärnten (Meisselberg bei Klagenfurt, Sablatnig-See bei Eberndorf und Sittersdorfer See), Kroatien (LonjskoPolje) und Slavonien.
Allgemeine Verbreitung: Mitteleuropa (vonFrankreich und dem mittleren Russland bis nach dem Süd-osten), Aegypten. In den Sümpfen von Madagaskar, inOstindien, China und Nordaustralien die viel stärkere var.maior Micheli (= Alisma reniforme Don).
Stellenweise bringt die Pflanze im nördlichen Teile ihres Ver-breitungsareales ihre Früchte nicht zur Reife. Sie erhält sich danndurch die Winterknospen, die sich zu je drei in den Herzblattquirlen derStengel bilden und sich im Herbst von der Pflanze loslösen. — Es kommtauch eine Landform (f. terrestris Aschers, et Graebner) vor mitkleineren, kürzer gestielten und am Grunde nur schwach ausgerandetenBlättern, sowie eine Schwimmform (f. nätans Glück = Alisma dübiumWilld.) mit lang gestielten, auf dem Wasser schwimmenden, 10 bis 91 cmlangen, breiten und stumpfen Blättern.
Fig. 73. Caldesia parnassifolia Pari.
1 Habitus. 2 Blüte (von oben). 3 Frucht
mit Samenanlage (Längsschnitt).
XLVI. Echinödorus 1 ) Rieh. Igel schlauch.
Blütenachse gewölbt. Blütenstand meist mit hochblattartigen, häutigen oder kleinen,laubartigen Tragblättern besetzt. Rispe wenig oder nicht verzweigt. Früchtchen klein,vielrippig, zahlreich, spiralig zu einem Köpfchen, das Aehnlichkeit mit dem Gynaeceumvieler Ranunculusarten hat, angeordnet. (Fig. 74, 3).
Die Gattung umfasst 18 Arten, die besonders in Amerika zu Hause sind. Am Mississippi sammelndie Mohaveindianer die Früchte von E. rosträtus Engelm. und verwenden sie als Speise. Einige Arten werdenbei uns zuweilen in Treibhäusern als Wasserpflanzen gezogen, z. B. E. subalatus Griseb. und der nahe ver-wandte Lophotocärpus Guyanensis Sm.
') ix^ v0 S == Igel, öogög = Schlauch, Sack ; der Name bezieht sich auf die Form der langgeschnäbelten,sparrig abstehenden Früchtchen mehrerer amerikanischer Arten.