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Europaca, zuweilen auch subarktische Arten wie Saxifraga hirculus, Betula nana, Aisine stricta, Juncus stvgius usw.In den Seen des Böhmerwaldes kommt es gelegentlich vor, dass einzelne Moosstücke sich vom Ufer loslösenund im Wasser umhertreiben. Nicht sehr selten werden die bräunlichgelben Samen in den Torfmooren (auchin den Pfahlbauten von Robenhausen [Kanton Zürich]) subfossil angetroffen. Eine Vergleichung der jetzigenund der ehemaligen Standorte dieser Pflanze zeigt deutlich, dass die Pflanze früher in denselben Gebieten heimischwar wie jetzt und dass sie innerhalb dieser Gebiete an Standorten verloren hat. Schuld daran ist vor allem dasTrockenlegen vieler Hochmoore. Die Pflanze ist keine glaziale Reliktplianze, sondern gehört zum Hochmoor-element der Waldflora.
XLII. Triglöchin. 1 ) Dreizack.
Grundachse bei unseren Arten meist kurz. Blätter am Grunde des schaftartigenBlütenstengels rosettenartig gedrängt. Blüten ohne Deckblätter. Perigonblätter abfallend.Fruchtblätter mit einer einzigen Samenanlage, bei unseren Arten der ganzen Länge nachverbunden, zuletzt von unten her von der stehenbleibenden Mittelsäule sich loslösend.Blütenstand endständig, eine vielblütige Traube, viel länger als die Blätter, am Grundevon den eine Scheinzwiebel bildenden Blattscheiden ump'eben. Perig-on bei unseren Arten6 blätterig. Staubbeutel sitzend. Narben 6 oder 3, im letztern Falle nur 3 Fruchtblätterfertil, die drei äussern zu nervenartigen Streifen verkümmert.
Die Gattung zählt 12 Arten, von denen nur 2 in Mitteleuropa vorkommen. Der Mittelmeerflora gehörenT. bulbösa L. (auch in Dalmatien) und P. laxiflöra Guss. (vielleicht Herbstform von voriger) an. Besondersreich an endermischen Arten in Australien, wo auch kleine einjährige Formen vorkommen. Den atlantischenInseln, sowie Aegypten scheinen sie gänzlich zu fehlen (sogar das halophile T. maritima).
1. Narben 3. Frucht aus linealischen Teilfrüchtchen zusammengesetzt. Blütentraube locker. Süss-wasserpflanze...........................T. palustris nr. 126.
1*. Narben 6. Frucht aus 6 eiförmigen Teilfrüchtchen zusammengesetzt. Blütentraube dicht.Salzpflanze............................T. maritima nr. 127.
126. Triglöchin palustris L. Sumpf- Dreizack. Franz.: Troscart;ital.: Giuncastrello; engl.: Arrow-grass. Taf. 18, Fig. 4.
In Mecklenburg und Pommern heisst die Pflanze Fettgras.
15 bis 30 (seltener 10 bis 70) cm hoch. Grundachse dünn, kriechend, ca. 1 dm lang,im Herbst vorübergehend zwiebelartig. An den Spitzen der Ausläufer und am Grundeder Laubtriebe bilden sich Winterknospen. Stengel dünn. Blätter schmal lineal, nach demGrunde verschmälert, halbzylindrisch. Blütenstand traubig, locker, vielblütig (bis 50 Blütentragend), in der Regel mit einer Gipfelblüte abschliessend. Blütenstiele 1 bis 4 mm lang,kürzer als die Frucht, angedrückt. Blütenblätter unansehnlich, klein, ca. 3 mm lang, gelb-grün, oberwärts zuweilen violett. Fruchtblätter meist 3. Früchtchen nussig, 7 bis 8 mmlang, bis 1 mm dick, linealisch, keulenförmig, am Grunde verschmälert. — VI bis IX.
Verbreitet auf moorigen Sumpfwiesen, an Ufern, Teichen, Seen, in Gräben, von derEbene bis 2400 m in der alpinen Region (Lago nero beim Bernina-Hospiz, 2213 m undbei Chanrion in Wallis, 2400 m).
Allgemeine Verbreitung: Verbreitet in den gemässigten und kalten Ländern dernördlichen Halbkugel, auch in den Gebirgen (Alpen, Kaukasus, Himalaya); ChileArgentinien, Feuerland.
Wie die nächste Art ist der Sumpfdreizack durch einen faden, unangenehm salzigen Geschmack aus-gezeichnet. Er ist durch eine ungemeine Kurzlebigkeit aller Organe ausgezeichnet und kann im nicht blühendenZustande leicht mit einer Binse (speziell mit Juncus compressus) verwechselt werden.
') folg (rptff) = drei und '//M/Jg (Genit. y/xoyjvoc;) = Spitze; nach der Form der dreizackigenFrüchte von T. palustris. Der deutsche Gattungsname gilt eigentlich nur für T. palustris, welche Art durch3 Fruchtblätter ausgezeichnet ist.