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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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124. Najas minor All. (= N. subulata Thuill., = Caulinia frägilis Willd., = Fluviälisminor Pers., = lttnera minor Gmel.). Kleines Nixkraut. Fig. 71.

Pflanze zart, dunkelgrün, sehr zerbrechlich (besonders in getrocknetem Zustande),bis 25 cm lang. Stengel dünn, fast fadenförmig, meist stark dichotom verzweigt. Blatt-scheiden scharf gegen den Grund der Spreite abgesetzt (Fig. 71, 2), begrannt - gezähnt.

Blätter schmal-linealisch, ausgeschweift begrannt-gezähnt, am Rande mit 6 bis 10 abstehendenZähnen besetzt, 1 bis 2 cm lang, zurückge-krümmt. Anthere einfächerig. Früchte schlank,zylindrisch, zugespitzt, 2 bis 3 mm lang. Samen-schalen mit Skulpturen versehen. VI bis IX.Hie und da in Seen, Altwässern oderGräben, stellenweise auf weite Strecken hinfehlend. Fehlt im nördlichen Deutschlandöstlich der Oder; im westlichen Mitteldeutsch-land nur bei Arolsen, Giessen und Kempen(Schaephuysen) in der Rheinprovinz. Fehlt inWürttemberg gänzlich, ebenso im südlichenBayern ; in Baden vereinzelt in der Rheinebene.In Oesterreich diesseits der Leitha nur inIn der Schweiz sehr selten (Lugano, Nyon,Murten, Vully, Bionaz, sous Attalens, Roggwyl, Wangen).

Allgemeine Verbreitung: Central- und Südeuropa (in England nur fossil),Nordafrika, trop. Afrika, Asien (von Syrien durch Indien bis Japan). In Ostindien ausser-dem die var. spincSsa Rendle.

Fig. 71. Najas minor L. / Habitus. 2 Eiuzelnes

Blatt. Najas marina L. 3 Frucht. 4 Männliche Blüte

(Längsschnitt). 5 Männliche Blüte zur Zeit der Anthese.

(Fig. 3, 4 und 5 nach Kirchner, Loew und Schröter).

Salzburg und Mähren gänzlich fehlend.

18. Fam. Juncaginäceae. 1 )

Blumenbinsengewächse.

Meist ausdauernde, seltener (ausländische Arten) einjährige, feuchtigkeitsliebendePflanzen. Stengel beblättert oder schaftartig. Blattstellung zweilig. Blätter schmal, entwedergrasartig flach oder halbzylindrisch, am Grunde mit Scheide. Diese mit Ligula. Inden Achseln der Laubblätter von einigen Arten mehrzellige, haarförmige (Scheuchzeria)oder schuppenartige (Triglochin) squamulae intravaginales. Blütenstand endständig, traubig,ährig, meist mit einer Gipfelblüte abschliessend, ohne Vorblätter, oft auch ohne Deckblätter.Blüten proterogyn, meist (bei unsern 3 Arten) zwitterig-strahlig, mit 6 kelchartigen, meistgrünen, oft muschelartigen Perigonblättern und 6 (oder mehr), meist sitzenden, mit Längs-spalten nach aussen aufspringenden Staubbeuteln. Durch nachträgliche Verschiebungenrücken zuweilen (Triglochin, Taf. 18, Fig. 4 a) die innern 3 Perigonblätter mit den dichtvor ihnen stehenden Staubblättern in die Höhe, so dass dann die innern Blütenhüllblätterhöher zu stehen kommen als die drei äussern Staubblätter. Fruchtknoten oberständig.Fruchtblätter 3 bis 6, alle oder nur 3 fruchtbar, frei (Scheuchzeria) oder am Grunde mehroder weniger verwachsen. Griffel meist schwach entwickelt (sehr stark, bis 14 cm! langbei den grundständigen weiblichen Blüten der amerikanisch-andinen Liläba subulata). Fächer1 oder 2 sämig. Narbe mit langen abstehenden Papillen (Fig. 72,4). Samen mit dünner Samen-haut, ohne Nährgewebe. Keimling gerade, mit grossem Keimblatt und kleinem Würzelchen.

! ) lat. jüncus = Binse (s. d.), wegen der Aehnlichkeit der hieher gehörigen Pflanzen.