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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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119. Zannichellia palustris L. Sumpf-Teichfaden. Taf. 17, Fig. 6.

Die var. maior unserer Pflanze wird in I'adernborn nach dem Vorkommen in dem gleichnamigenMüssePadergras" genannt.

Grundachse zart, kriechend. Laubspross kriechend, an den Knoten wurzelnd(windende Wurzeln!), zart, bis 50 cm lang, im oberen Teile zuweilen flutend. Blätter

1 bis 10 cm lang, schmal-lineal, meist in eine Spitze verschmälert, mit grossem, häutigem,den Stengel umfassenden Nebenblatt« (Blatthäutchen), in welchem 2 Achselschüppchen ent-wickelt sind. Blüten einhäusig (scheinbar zwitterig, weil die männlichen und weiblichenBlüten am Spross direkt nebeneinander auf derselben Höhe stehen (Taf. 17, Fig. 6 a).Männliche Blüten in der Achsel von Laubblättern (genauer von häutigen Nebenblättern),nackt, aus einer einzigen, seltener (bei kräftigen Exemplaren) aus zwei sitzenden Antheren(die sich dann den Rücken zuwenden) bestehend. Antheren mit 2 länglichen Hälften undmit kurzer Connectivspitze. Pollenkörner anfänglich (so lange sie in den Antheren ein-geschlossen sind) kugelig, später zu Schläuchen auswachsend. Weibliche Blüten meist kurz-gestielt, mit häutiger, ungezähnter, am Rande glatter Hülle und mit meist 4 (seltener 2 bis 6)gestielten Fruchtknoten mit je einer hängenden, geradläufigen Samenanlage. Griffelziemlich kurz, oben zu einer grossen, schildförmigen, trichterförmig vertieften Narbe er-weitert (Taf. 17, Fig. 6a). Früchtchen sitzend oder sehr kurz gestielt, länglich, schiefgebogen, beiderseits verschmälert, zugespitzt (eine Gestalt, die für die Verankerung imSchlammboden recht zweckmässig ist, vergl. Taf. 17, Fig. 6 b), oft rückenseits (seltenerbeiderseits) mit einem (nicht selten gezähnten) Flügel, lederartig, bei der Keimung in

2 gleiche Klappen aufreissend. V bis Herbst.

Stellenweise (nicht überall) in stehenden und fliessenden Gewässern; im süssen undim Brackwasser, besonders an den Meeresküsten (in den Alpentälern bis ca. 800 m).

Allgemeine Verbreitung: Fast über die ganze Erde verbreitet; fehlt inAustralien.

Aendert etwas ab:

var. repens Koch. Pflanze meist reicher verzweigt, meist nicht über 1 dm lang, kriechend. Blätter>c lmal, oft fadenförmig. Früchtchen doppelt so lang als der Griffel oder länger. Narbe kreisrund, meistgezähnt. Vereinzelt.

van Polycärpa Prahl. Aehnlich, aber Früchtchen 3 bis 6, 3 bis 4 mal so lang als der Griffel.

nweise im Salzwasser an der Nord- und Ostseeküste, seltener auch im Binnenlande; sonst im nördlicheniUiropa.

1 K ^ r ' m ' Uor Koch - Pflanze in allen Teilen grösser und kräftiger, Spross flutend. Blätter flach, bis

' Fruchtchen oft nur 2, doppelt so lang als der Griffel. Zuweilen am Meere, in Buchten und

n, sowie selten im Binnenland (Donauquelle in Donaueschingen, in der Pader in Paderborn, in Mühl-berg Kr. Erfurt). 4

zuw subs P^Pedicelldta Wahlenberg et Rosen (= Z. maritima Nolte, = Z. di'gyna J. Gay). Früchtchen

' Zlernl 'ch lang (meist bis 1 mm) gestielt, so lang oder wenig länger als die Griffel. Narbe l l 1C1 . geZ ' Hie und da im Meere und in salzhaltigen Gewässern des Binnenlandes. In

(Kissin^ ^Th" 1 " dCr Rheinprovinz (Emmersweiler bei Saarbrücken), Westfalen (Salzkotten), Unterfranken. . TT ,, ""gen (Waltershausen, Rudolstadt. Numburg bei Sondershausen, Weissensee, Tretenburg),

bei Halle a. S. von SHocf, t ,

. . ' ^i-assiurt nach Magdeburg. In O esterreich in Niederösterreich (Moosbrunn und Enga-

jrunn), Steiermark (angeblich) u d Kroatien (Velika Gorica). Fehlt in der Schweiz gänzlich.

^ s P ezies sin d noch einige weitere Formen bekannt, mit kriechendem (var. radicans

_ _ , ' ' ner ' ° flutendem Stengel und mit verschieden langen und ungleich gestachelten

1" ruchtchen.