Druckschrift 
1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
Entstehung
Seite
117
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

117

lieh bis in die Spitze auslaufendem Kiel, 3 bis 15 mm breit. Gesamtblütenstand rispig-verzweigt. Tragblätter der Rispenzweige laubartig, im obern Drittel am breitesten.VI bis VIII.

Verbreitet in Teichen, an Seen, Wasserläufen, in Sümpfen der Ebene; vereinzeltbis in die Alpentäler (Ulrichen im Wallis 1350 m, Sainas bei Fettan im Unterengadinca. 1600 m).

Allgemeine Verbreitung: Gemässigte Zone der alten Welt bis an den Polar-kreis; südlich bis Nordafrika, östlich bis Japan.

Von dieser vielgestalteten Art kommen die folgenden Formen bei uns vor :

subsp. neglectum Beeby. Meist etwas niedriger und schwächer als die subsp. polyedrum. Blüten-stengel zur Fruchtreife meist_übergebogen oder überhängend. Blätter meist übergebogen oder überhängend, nachder Spitze allmählich verschmälert, daher nicht oder wenig ausgerandet. An den kräftigsten der 4 bis 6 Seiten-äste der Rispe meist 2 weibliche und bis 10 männliche Köpfe. Perigonblätter der weiblichen Blüten braun,meist gegen die Spitze hell hautrandig. Früchte 7 (6) bis 10 mm lang und 3 bis 4 mm breit, schlank unter-wärts verkehrt - kegelförmig, wenig gegeneinander abgeplattet, ganz unten schwach abgerundet, 3 bis 6 kantig,selten verkehrt pyramidenförmig, oben ganz rund; oberwärts nicht mit einer Ringkante versehen, allmählichin den Griffelrest verschmälert, glänzend strohgelb bis gelbbraun. Steinkern die Oberseite der Frucht erreichend,vom Schwammparenchym gekrönt, von flachen Längsfurchen durchzogen. Ziemlich verbreitet.

var. microeärpum Aschers, et Graebner. In allen Teilen kleiner. Narben meist kürzer, oft nichtüber 2 mm lang. Früchte klein, 6 bis 8 mm lang, 2 bis 3 mm breit, oft deutlich gestielt. Reife Früchtedurch Verschrumpfen des Schwammparenchyms unregelmässig kantig. Steinkern schlanker, von wenigenFurchen seicht gewellt, durch die flachen Leisten oft kantig. Hie und da.

var. ooeärpum Celak. Früchte kugelig bis kugelig verkehrt-eiförmig, oft bis 5 mm breit und5 bis 7 mm lang, kurz kegelig oder gegeneinander stumpfkantig abgeflacht, glänzend graubraun, oberwärtshalbkugelig, matt, dunkel. Steinkern stark und tief längsfurchig. Bis jetzt wenig beobachtet.

subsp. polyedrum Aschers, et Graebner. Blütenstengel 25 bis 120 cm hoch. Der kräftigsteRispenast (nicht immer der unterste) 2 bis 3 weibliche und 17 männliche Köpfe tragend. Früchte 5 bis 7 mmlang, 5 bis 6 mm breit, kurz verkehrt - pyramidenförmig, stark (4 bis 5) kantig gegeneinander abgeplattet,oberwärts matt, schwarzbraun, kurz zugespitzt den. Griffelrest auf einer flachen Erhöhung tragend. Steinkerndie Oberseite der Frucht (Griffelansatz) erreichend, von Schwammparenchym ringförmig umgeben, durch zahl-reiche, scharf vorspringende Leisten tief gefurcht. Stellenweise sehr häufig.

var. angustifölium (Warnst.) Aschers, et Graebner. Laubblätter nur 8 bis 10mm breit. Aestedes Blütenstandes nur mit einem Kopf.

var. dolichoeärpum Aschers, et Graebner. Früchte 9 mm lang, schmal (bis 4 mm breit), mitbis 7 mm langem Unterteib.

var. conoeärpum (Celak.) Aschers, et Graebner. Früchte kleiner, bis 6 mm lang. 3 bis 4 ] /2 mmbreit, mehr allmählich in den Griffelrest verschmälert.

var. platycärpum Aschers, et Graebner. Früchte 5 bis 6 mm breit, oberwärts meist starkabgeflacht.

92. Sparganium Simplex Huds. Einfacher Igelkolben.

Taf. 15, Fig. 4.

20 bis 60 cm hoch. Blütenstengel bei flutenden Formen bis über 1 m lang.Blätter derb, im untern Drittel dreikantig-, mit konkaven Seitenflächen, über der meist sehrweiten (trocken derb strohartigen) Scheide erheblich (auf 3 bis 6 mm) verschmälert.Stengelständige Blätter am Grunde mehr oder weniger scheidenartig verbreitet. Stengelunverzweigt, einfach, mit 2 bis 5 (6) weiblichen und bis 8 männlichen Köpfen, alle mitder Hauptachse nahe verbunden. Tragblätter der untern Köpfe laubartig, die der obernschuppenartig. Fruchtknoten ganz allmählich in den langen, schwach gebogenen Griffelübergehend, daher wie lang geschnäbelt erscheinend. VI, VII.

Ziemlich häufig in Teichen, an Seen, in Sümpfen u. s. w. von der Ebene bis in diesubalpine Region (im Wallis bei Saas-Fee noch bei 1800 m).