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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Typha-, Scirpus-, Carex-Arten etc: Schelp [= Schif] (Nördl. Hannover: Bassum), Skelp, Kukuksskelp(Unteres Wesergebiet: Oberneuland); Leest (Unter. Wesergebiet), Leisk (Pommern). Andere Bezeichnungensind P ecken (Ostfriesland), Aetleesch [die weichen Stengelteile] (Nördl Hannover: Stade).

Die Familie hat mit den eigentümlich gestalteten Pandanaceen (Schraubelbäume) der Tropen deralten Welt viele verwandtschaftliche Beziehungen. Alle drei Familien (Typhaceen, Pandanaceen und Sparganiaceen)bilden zusammen die Reihe der Pandanäles. Die langen und derben Blätter der Pandanaceen werden zuMatten verflochten, dienen als Packmaterial oder als Emballage (Hüllen der Kaffeeballen). Fossile Funde vonPandanaceen sind aus der untern Kreide von Langenberg bei Quedlinburg (Pandänus Simi'ldae Stiehl) und aus derjüngeren Kreide von Niederösterreich (P. Austriäcus Ettingh.) bekannt geworden. Früchte von S. ramosumtreten in den Pfahlbauten auf.

Ausdauernde Sumpf- und Wasserpflanzen. Grundachse dicke, bis fadenförmigeAusläufer treibend. Laubblätter aufrecht oder im Wasser flutend. Blüten einhäusig, regel-mässig, zu seitenständigen oder scheinbar endständigen kugeligen Köpfen vereinigt; untereKöpfchen weiblich (morgensternartig), obere männlich. Blütenstengel einfach oder ästig.Männliche Blüten mit meist 3 (seltener 1 bis 6) schuppenförmigen Perigonblättern und 3(oder mehr) Staubblättern (Taf. 15, Fig. 4 b). Weibliche Blüten in der Achsel eines Trag-blattes, mit 3 bis 6 Perigonblättern (Taf. 15, Fig. 4 a) und einem (seltener 2) Fruchtblatt.Fruchtknoten einfächerig, mit einer einzigen, nahe am Grunde hängenden Samenanlage,die ihre Mikropyle nach oben kehrt. Narbe auf langem Griffel linealisch bis sitzend, kurzspateiförmig.

XXXV. Spargänium 1 ) L. Igelkolben.

Die Gattung umfasst 12 Arten, die auf der nördlichen Hemisphäre in der gemässigten und kaltenZone (besonders reichlich in Schweden) verbreitet sind. Auf der südlichen einzig das neuseeländische S.antipödum Graebner. Das Stroh der grösseren Arten wird zuweilen zum Decken verwendet. Als Viehfuttersind die Sparganiaceen wohl wegen des hohen Gehaltes an Raphiden nicht geschätzt. Prähistorische Restevon S. ramosum sind mehrfach aus den Pfahlbauten der Schweiz und den Terramaren von Oberitalien bekanntgeworden.

1. Blütenspross mit nur einem (selten 2) männlichen Köpfchen, darunter 2 bis 3 weibliche Köpfchen.Narbe eiförmig bis kopfig kugelig, höchstens 3 mal länger als breit.......S. minimum nr. 95.

1*. Blütenspross mit mehreren männlichen Blütenköpfchen.............. 2.

2. Stengel oben ästig, auch an den Aesten unten weibliche und oben männliche Blütenköpfe tragend.

S. ramosum nr. 91.2*. Stengel unverzweigt........................... 3.

3. Alle Blätter deutlich gekielt, am Grunde dreikantig, die flutenden wenigstens auf dem Rückenmit vorspringendem Mittelnerv. Früchtchen lang geschnäbelt..........S. Simplex nr. 92.

3*. Blätter höchstens 6 mm breit, die flutenden nicht gekielt. Früchtchen oben kegelförmig verschmälert 4.

4. Alle Blätter etwas dicklich, die grundständigen meist flutend, auf dem Rücken abgerundet, dieobern nicht gekielt...........................S. affine nr. 93.

4*. Grundblätter meist schwimmend, schmal, ganz flach, ohne Kiel, die obern auf den Rücken flachgewölbt bis kantig oder gekielt..................S. divers ifoli u m nr. 94

91. Spargänium ramosum Huds. Aestiger Igelkolben. Franz.: Ruban d'eau;ital.: Biodo, coltelaccio. Taf. 15, Fig. 3.

30 bis 60 cm hoch. Grundachse kriechend, Ausläufer treibend. Blütenstengelstarr aufrecht, zur Fruchtzeit zuweilen übergebogen oder niederlegend, jedoch nicht flutend.Laubblätter derb, aufrecht, unten dreikantig, mit meist konkaven Seitenflächen und deut-

] ) anaQydviov Pflanzenname bei Dioskorides (vielleicht für Butomus umbellatus), vermutlich vonondgyavov = Fetzen, Band mit Beziehung auf die Gestalt der Blätter (oder deren Anwendung zum Binden).