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Das stark riechende Laub wird manchmal zur Abhaltung der Motten in die Winterkleider, wenn sie den Sommerüber in den Schränken aufbewahrt werden, eingelegt.
Wie der Wacholder, soll auch der Sebenbaum ein die Hexen abhaltender Strauch sein und das„Beschreien'' (== Verzaubern) verhüten. Am Palmsonntag (Sonntag vor Ostern) wird er in vielen GegendenSüddeutschlands, Tirols und Oesterreichs zur Palmweihe (Siehe auch Salix caprea!) in die Kirche gebracht.Die Bezeichnungen „Sevifelsen" (bei Bezau im Vorarlberg), „Seefawanndt" (bei Zirl im Inntal) und „Söfenar"(im hinteren Passeier) leiten sich von diesem Strauche ab.
Offizinell: Herba Sabinae (Pharm, austr., helv.) vgl. pag. 108.
Meist vielästiger, niedergestreckter, unangenehm riechender Strauch oder bis 6 m (inder Kultur bis 12 m) hoher Baum mit schräg aufsteigendem, knorrigem Stamm und mitdicht buschiger Krone. Rinde an jungen Zweigen gelbbraun, an älteren blätterig, rötlich-braun, mattglänzend. Junge Pflanzen etwa bis zum 10. Lebensjahre nur nadeiförmige, spitzabstehende Blätter entwickelnd (diese treten zuweilen auch noch an älteren besonders ankultivierten Exemplaren auf, oft mit den Schuppenblättern zusammen). Blätter der aus-
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Fig. 43. Juniperus sabina L. 7 Sprossstück mit männlichen Brachyplasten. 2 Sprossstück mit weiblichen Brachyplasten.3 Männliche Blüte. 4 und 5 Staubblatt von aussen und von innen. 6 AVeibliche Blüte von oben (Schuppen durchschnitten).7 Weibliche Blüte von der Seite gesehen (Schuppen wegpräpariert), 8 Zweiglein mit einem reifen Beerenzapfen. 9 JungerBeerenzapfen von oben. 10 Samen von oben. 11 Beerenzapfen durchschnitten mit 2 Samen. 12 Samen von der Seite. 13 Querschnitt
durch den Spross mit Schuppenblättern.
gewachsenen Sträucher vorwiegend schuppenartig, meist kreuzweise gegenständig, dunkelgrün,dreieckig, stumpf, scharf stachelspitzig, fest anliegend, meist dachziegelartig sich deckend,bauchseits flach konkav mit scharf vorspringender Mittelrippe, rückenseits halbzylindrischgewölbt mit elliptischer, eingesenkter Harzdrüse (Fig. 43), von einem weiten Harzgang durch-zogen, nicht gegliedert. Strauch eingeschlechtig, in einzelnen Gegenden vorherrschendmonoecisch, in anderen dioecisch. Männliche und weibliche Blüten am Ende vonmitdekussiertenBlattschuppen besetzten Zweigen (sogenannten Brachyplasten, Fig. 43, 1 und 2). MännlicheBlüten länglich-eiförmig, bis 2 mm breit. Fruchtbare Staubblätter 10 bis 14, mit kurzem,zentralständigem Filament und stumpf dreieckig abgerundetem Connectiv, in der Mitte mitOeldrüse. Am Connectiv 2 bis 4 länglich-eiförmige Pollensäcke. Weibliche Blüten zurBlütezeit aufrecht, später hakenförmig nach unten gekrümmt, mit 4 gelblichen, zur Blütezeitsternförmig spreizenden Fruchtblättern. Beerenzapfen auf gekrümmtem Stiele überhängend,im ausgewachsenen Zustande (im Frühjahr des folgenden Jahres) blauschwarz, hechtblau