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bereift, erbsengross, kugelig bis kugelig-oval, 1 bis 4 eiförmige Samen enthaltend (Fig. 43,10 und 12). — IV, V.
Stellenweise an warmen sonnigen Bergabhängen und an Felsen oder als Unterholz inFöhrenwäldern, vereinzelt bis ca. 2500 m (St. Bernhard, Findelen, Riffel im Wallis) steigend.In Deutschland einzig in Oberbayern (bei Ammergau, Karlstein bei Reichenhall, Fagsteinbei Berchtesgaden). In Oesterreich vereinzelt in Kärnten, Krain, Salzburg, Oberösterreich(Gasseispitze am Traunsee und bei Traunstein), in Vorarlberg (Alpe Schönenbach beiBezau) und in Tirol (stellenweise, wie z. B. im Oetztal, um Virgen, bei Windischmatreigrosse Strecken überziehend). In der Schweiz als Charakterpflanze besonders im Wallis,in der Föhnzone (Vierwaldstättersee, Glarus, Südabfall der Churfirsten), sowie an einigenwarmen Hängen der nördlichen Alpentäler (Saanental, Ferrera) und als Seltenheit im Tessin.
Allgemeine Verbreitung: Gebirge von Südeuropa (inkl. Pyrenäen), Karpaten,siebenbürgisches Erzgebirge, Kaukasus (selten), südlicher Ural, sehr zerstreut im russischenFlachlande (als Begleiter von Kiefernwaldungen im Kreidegebirge längs des Donez, aufden Wolgagebirgen, auf der zentralen Anhöhe des Gouvernement Orel, auf den silurischenKalken des baltischen Küstenlandes), Mittel- und Nordasien; Nordamerika?
Von einzelnen Formen des Sevibaumes, die teils wild, teils in der Kultur beobachtetwerden, mögen die folgenden genannt werden:
var. cupressifölia Ait. Alle Blätter klein, schuppenartig anliegend. — Die verbreitetste Form.
var. tamariscifölia Ait. Blätter alle oder teilweise nadeiförmig, lang-lanzettlich, abstehend. —Selten wild (z. B. Findelental im Wallis).
lusus g vmnosperma Schröter mit offenen Beerenzapfen und herausschauenden Samen (Wallis: Zermattund zwischen Visp und Vispertermlnen und Graubünden: bei Trimmis).
var. horizontälis Aschers, et Graebner. Niedrig, Aeste flach ausgebreitet bis niederliegend. —Wild unter der Stammform.
var. prosträta Loudon (= J. Hu dsönica Lodd.) ausgezeichnet durch niederliegenden, dichtrasigenWuchs, durch meist scharf zugespitzte, nicht selten an den Haupttrieben in dreizähligen Quirlen stehendeBlätter und durch unbereifte Beerenzapfen. — Stammt aus Nordamerika; bei uns häufig angepflanzt.
var. variegäta Carr. mit bunten Blättern. — Kulturform.
Der Seviebaum liebt einen mineralarmen, flachgriindigen, besonders felsig-steinigen Boden. Zuweilenwird er zu einer eigentlichen Felsenpflanze, wie z. B. auf der Nordseite des Wallensees in der Schweiz, oberhalbPont de Nant im Kanton Waadt, am Höhenberg bei Zirl im Inntal an der „Seefawanndt" an einer äusserstschwer zu erreichenden Stelle. Ausserdem tritt er nicht selten im Waldgürtel auf Waldblössen in grosserMenge auf. J. sabina ist eine ausgesprochene Licht- und Sonnenpflanze; heisse, nach Süden exponierte Stellensagen dem Strauch besonders zu. Am reichsten ist er immer im Kalkgebirge vertreten, wo er alle anderenbaumartigen Konkurrenten mit Erfolg aus dem Felde zu schlagen vermag und zuweilen grössere, ausgedehnteBestände bildet. Als charakteristische Begleitpflanzen finden sich im nördlichen Teile seines Verbreitungsarealesverschiedene andere, zum grossen Teil südeuropäische Arten, so z. B. Colutea arborescens, Coronilla emerus,Artemisia absinthium, Lilium bulbiferum, Asperula Taurina, Sedum Hispanicum, Helianthemum fumana,Staphylaea pinnata, Euonymus latifolius, Prunus mahaleb, Castanea vesca, Primula acaulis, Stipa pennata,Parietaria officinalis, Cyclamen Europaeum, Asplenium adiantum nigrum und A. ceterach. Wie der Stink-wacholder selbst, geben sich die meisten dieser genannten Arten als Xerophyten zu erkennen. In Nordamerikatritt er (wenn es sich wirklich um die gleiche Art handelt) in auffälligen Wuchsformen auf Sandbänken undDünen auf und zwar sowohl im atlantischen Küstensaum als auch als Begleiter der Strandflora der grossenSeenplatte (besonders am Michigansee). Mit J. sabina sind auf diesen Sandbänken dann der gemeine Wacholder, dieimmergrüne Bärentraube (Arctostaphylos uva ursi) und die Preiselbeere (Vaccinium vitis idaea) vergesellschaftet.