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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
Entstehung
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91
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da auch einhäusig. Zwitterblüten sehr selten (einzig bei Seeshaupt am Starnbergersee[Oberbayern] beobachtet). Die männlichen und weiblichen Blüten werden im Herbst alskurze Seitensprosse in den Blattachseln der mittleren Nadelquirle eines Zweiges angelegt. Diemännlichen Blüten sind gelb, stehen einzeln, sind meist schräg nach abwärts gerichtet, sehrkurz gestielt, von eiförmiger Gestalt (Taf. 12, Fig. 49), 4 bis 5 mm lang, aus mehrerenQuirlen bestehend. . Staubblätter schildförmig, mit schuppenförmiger Spreite, am unternRande 3 oder 4 (seltener bis 7) Pollensäcke tragend, die sich durch Löcher öffnen. Pollenoft weisslich, in manchen Gegenden viel Stärke enthaltend. Dieser wird in Form vonkleinen Wölkchen entlassen. Weibliche Blüten kleinen Laubknospen ähnlich, einzeln, auf-gerichtet, grün (Taf. 12, Fig. 48), 2 mm lang, aus mehreren 3 gliedrigen Quirlen von drei-eckigen, schuppenförmigen Fruchtblättern bestehend, von denen in der Regel die 3 gipfel-ständigen, konkav gekrümmten je eine Samenanlage enthalten. Fruchtblätter fleischig werdendund die holzigen Samen in einer kugeligen Scheinbeere (Beerenzapfen) einschliessend (Taf. 12,Fig. 50 und 51). Unreife Beeren grün, saftlos, von unangenehmen Geschmack; reife Beeren(im zweiten Jahre) schwarzbraun, bläulich bereift, kugelig bis eiförmig, 4 bis 9 mm dick,kurz gestielt. Samen hellbräunlich, ungeflügelt, von länglicher etwas kantiger Gestalt, mitknochenharter Schale (Taf. 12, Fig. 52) IV, V.

Verbreitet als Unterholz in lichten Nadelholzwäldern (besonders unter Föhren), aufHeide- (hier oft baumartig) und Moorboden, auf Bachgeschiebe, an unfruchtbaren Hügeln,auf Weideflächen, von der Ebene bis in die Hochalpen, ohne Unterschied des Gesteins. Oftauch in Gärten gepflanzt. Fehlt in Deutschland im nordwestdeutschen Flachlande ander Nordseeküste, sowie in Schleswig-Holstein fast gänzlich.

Allgemeine Verbreitung: Europa (im Süden nur auf den Gebirgen), Nord-und Westasien, Nordamerika, Gebirge von Algier; im Hochgebirge und im Norden fastnur die var. nana Loudon.

Ist in der Tracht wie auch in der Länge und in der Gestalt der Blätter sehr veränderlich.

var. Weckii Graebner. Zweige schlank aufrecht. Blattquirle bisweilen 2- oder 4 zählig. Nadelnsehr lang (meist über 15 bis 22 mm), 3 bis 4 mal so lang als der nur 4 bis 5 mm dicke reife Beerenzapfen,meist nach rückwärts gerichtet. Vereinzelt in Deutschland (z. B. Charlottenburg, Hasenberg bei Stutt-gart, Staffelberg bei Kissingen) und in der Schweiz (Montcherand sur Orbe im Kanton Waadt) beobachtet.

var. elongata Sanio. Nadeln meist nicht über 16 mm lang, selten über doppelt so lang als der 6 bis9 mm dicke reife Beerenzapfen, meist breiter 'als 1 mm. Blattquirle bis über 2 cm voneinander entfernt.Selten (Ostpreussen: Baranner Forst bei Lyck).

var. vulgaris Spach. Nadeln 10 bis 15 mm lang, abstehend, meist schmal linealisch, meist nichtüber 1 mm breit, 2- bis 3 mal so lang als der reife Beerenzapfen. Nadelquirle 5 bis 10 (seltener bis 20) mmvoneinander entfernt. Weit verbreitete Form der Ebene und der Bergregion.

Zu dieser Varietät gehören eine grosse Zahl von Formen, die vor allem durch die Tracht voneinanderabweichen; vereinzelt werden sie wild beobachtet, sonst häufig in den Gärten gezogen, so die var. SuecicaAit. mit dichten, aufsteigenden Zweigen und kürzeren, stark stechenden Blättern und grossen Früchten, dievar. H i b er n i c a Gordon von schlank Pyramiden- bis säulenförmigem Wüchse und mit kürzeren, stechenden Nadeln,die var. pendula Loudon mit locker stehenden, hängenden Aesten, die var. prosträta Willk., niederliegend,mit sehr genäherten Blattquirlen, die var. depressa Pursh, niederliegend ausgebreitet, kaum 3 dm hoch,mehrere qm einnehmend und die var. brevifölia Sanio, meist niederliegend, Blattquirle 2 bis 3 (an Haupt-trieben bis 10) mm voneinander entfernt, Nadeln bis 10 mm lang, allmählich in die stechende Stachelspitzeübergehend, meist gerade, starr. Durch den Bau der Zapfenschuppen zeichnen sich die beiden folgenden Spiel-arten aus:

1. coronäta Sanio. Spitze der Zapfenschuppen breit, seitlich zu einem an dem reifen Beerenzapfendeutlich vorspringenden, dreieckigen Krönchen verwachsen. Sehr selten.

var. thyiocärpos Aschers, et Graebner. Schuppen zur Reifezeit in der oberen Hälfte nicht ver-wachsen; der Beerenzapfen an der Spitze offen, die Samen sichtbar. Bis jetzt wenig beobachtet.

var. nana Loudon (= Juniperus nanus Willd.) Zwergwacholder. Franz.: Genevrier nain; ital.:ginepro nano.

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